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22.06.16 atomstopp: Tschechischer Premierminister Sobotka bei Bundeskanzler Kern
Antiatom-Mission, die zweite – Freitag, 24. Juni
„Nachdem Umweltminister Rupprechter es bei seinem Arbeitsbesuch Mitte Juni in Tschechien verabsäumt hat, wegen der Gefahrzeitverlängerung des Atomreaktors I in Dukovany Protest einzulegen, ist es nun wohl an Bundeskanzler Kern, auf die drohende Gefahr durch die Atomreaktoren in Dukovany hinzuweisen. Bei den Blöcken II, III und IV darf nicht einfach eine unbefristete Lizenz ausgestellt werden, eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nach ESPOO-Konvention ist ein MUSS, bevor über eine Gefahrzeitverlängerung entschieden wird!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Reaktorblöcke von Dukovany zählen nach Analysen von Experten zu den gefährlichsten Atomreaktoren Europas, unter anderem weil es kein Vollcontainment gibt und auch die Kühlwasserzufuhr bedenklich ist. Für die Reaktorblöcke II, III und IV läuft Ende 2017 die Genehmigung aus.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass bei den Schweißnähten im Atomkraftwerk Dukovany geschlampt wurde. Umfangreiche Kontrollarbeiten sind deshalb auch für das nächste Jahr angesetzt. Jeder Reaktor wird rund 3 Monate still stehen und damit länger als bei jeder routinemäßigen Überprüfung.

„Wir appellieren an Bundeskanzler Kern bei seinem tschechischen Amtskollegen Sobotka eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung zu verlangen und die Sicherheitsprobleme offen anzusprechen. Es darf nicht sein, dass man aus diplomatischer Höflichkeit und wegen der zu pflegenden nachbarschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen grundlegende Sicherheitsprobleme in den tschechischen Atomkraftwerken einfach unter den Tisch kehrt! Dafür haben die Österreicher_innen sicherlich kein Verständnis!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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14.06.16 atomstopp: Umweltminister Rupprechter auf Antiatom-Mission in Prag
Nein zu Gefahrzeitverlängerung von Dukovany und Forderung nach Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite in Temelin
„Wenn Umweltminister Rupprechter morgen nach Prag fährt, erwarten wir uns, dass er seinen Arbeitsbesuch in Tschechien für eine Antiatom-Mission nutzt. Er muss klarstellen, dass Österreich mit der Gefahrzeitverlängerung von Block 1 des Atomkraftwerks Dukovany nicht einverstanden ist und er als österreichischer Umweltminister auf EU-Ebene alles unternehmen wird, um zu verhindern, dass auch die anderen drei Blöcke ohne vorangehender umfassender Umweltverträglichkeitsprüfung auf unbestimmte Zeit in Betrieb sein sollen“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich an die Adresse von Umweltminister Rupprechter.

„Wer glaubt, dass alle Sicherheitsdefizite im AKW Temelin ausgeräumt wären, irrt leider. Das Melker Abkommen datiert aus 2001 und ist heute – 15 Jahre später – immer noch nicht vollständig umgesetzt. Offenbar wurde der Zweck des Abkommens in ein andauerndes Dialogforum zur Beruhigung der Bevölkerung umgewandelt. Umweltminister Rupprechter ist im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung gut beraten, auf die umgehende Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite zu drängen, andernfalls ist das AKW Temelin stillzulegen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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13.06.16 atomstopp: Internationaler Tag des Windes am Mittwoch, 15. Juni – Infostand in Linz
Erfolgreiche Mitmach-Aktion „Ich will wissen …“ wird fortgesetzt
„Es ist für uns als Atomgegner_innen selbstverständlich am internationalen Tag des Windes für die Nutzung der Windkraft zu werben und das werden wir auch mit vollem Einsatz am 15. Juni in Linz (Landstraße/Betlehemstraße) von 12 Uhr bis 17 Uhr machen! Die Nuklearkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima sollten jedem das unkalkulierbare Risiko der Atomkraft zu Augen führen und es ist unverständlich, wenn es immer noch Staaten gibt, die auf Atomkraft anstatt auf Erneuerbare Energien setzen“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Aber auch Österreich sollte mehr in Erneuerbare Energien investieren und die Zahlungen an den europäischen Atomförderverein EURATOM endlich einstellen. Niemand kann uns schlüssig erklären, welchen Sinn es hat, dass ein Antiatom-Land wie Österreich die europäische Atomindustrie über EURATOM stützt. Wir wollen von Bundeskanzler, Umwelt- und Außenminister wissen, was sie gegen die Förderung der europäischen Atomindustrie machen“, so Egger und Schweiger weiter.

Bei den vergangenen Infoständen von atomstopp wurden bereits rund 700 Unterschriften gesammelt und Postkarten an Bundeskanzler, Umwelt- und Außenminister geschickt. Auch beim Infostand zum internationalen Tag des Windes am 15. Juni in Linz werden diese für Interessierte aufgelegt.

„Wir erwarten uns aufschlussreiche Antworten, keine belanglosen Ausflüchte oder Beschwichtigungen: Wer den europaweiten Atomausstieg will, wird um das Problem EURATOM und der Mitgliedschaft Österreichs nicht herumkommen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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07.06.16 atomstopp: Antiatom-Resolution an die EU-Kommission, EU-Ratspräsident und EU-Parlamentspräsident
Unterstützung für Vorstoß der Antiatom-Initiative „Donauregion Atomkraftfrei“
Anlässlich der dritten Nuclear Energy Conference 2016 in Prag wurde von der Antiatom-Initiative „Donauregion Atomkraftfrei“ eine Resolution verabschiedet, die unter anderem eine unbegrenzte Haftung für Atomreaktoren einfordert, eine garantierte Anwendung der Espoo-Konvention bei grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfungen und ein Ende aller staatlichen Beihilfen für Atomanlagen.

„Eine kritische Position zum Atomförderverein EURATOM findet sich ebenfalls in der Resolution und angesichts der drohenden Gefahrzeitverlängerungen von maroden Atomreaktoren auch die Forderung nach einer verbindlichen Umweltverträglichkeitsprüfung bei der Bewilligung von zusätzlichen Laufzeiten!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wir unterstützen diese Initiative und sind gespannt auf die Reaktionen aus Brüssel: Vor allem die Europäische Kommission macht sich immer wieder als Atomlobbyistin bemerkbar. Ohne die mächtigen Fürsprecher in Brüssel wäre das Thema „Atomenergie“ in Europa ein Auslaufmodell: wirtschaftlich nicht überlebensfähig, Generationen um Generationen ein strahlendes Erbe hinterlassend und im Betrieb unkalkulierbar riskant“, so Egger und Schweiger abschließend.

Zur Resolution: http://www.donauregion-atomkraftfrei.at/teilnehmer/

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625


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01.06.16 atomstopp: Mitmach-Aktion „Ich will wissen …“ sehr gut angelaufen!
Frage an Bundeskanzler, Umwelt- und Außenminister zu Antiatom-Aktivitäten auch beim Fairplanet in Linz, Samstag 4. Juni – 12 Uhr bis 20 Uhr
„Wir freuen uns, dass unsere Mitmach-Aktion „Ich will wissen …“ auf sehr gute Resonanz stößt und kommenden Samstag beim Fairplanet in Linz fortgesetzt wird. Bereits 500 Interessierte haben Unterschriftenlisten unterschrieben und Postkarten an den Bundeskanzler, den Umwelt- und Außenminister geschickt mit der Frage: ´Was tun Sie konkret gegen die Förderung der Atomindustrie?´", so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Zum Hintergrund der Mitmach-Aktion: Das Bundeskanzleramt, das Umwelt- und Außenministerium haben in schöner Regelmäßigkeit erklärt, dass sie sich für den europaweiten Atomausstieg einsetzen wollen, verteidigen aber gleichzeitig, dass österreichische Steuergelder zur Stützung der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM nach Brüssel fließen.

„Wir wollen wissen: was tun Sie gegen die Förderung der Atomindustrie? Und wir erwarten uns aufschlussreiche Antworten, keine belanglosen Ausflüchte oder Beschwichtigungen: Wer den europaweiten Atomausstieg will, wird um das Problem EURATOM und der Mitgliedschaft Österreichs dabei nicht herumkommen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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20.05.16 Atomgegner_innen: Bundespräsidentschaftskandidaten Van der Bellen und Hofer für Ausstieg Österreichs aus EURATOM
Richtige Antwort auf Pläne der EU-Kommission zur Förderung der Atomkraft
„Wir freuen uns, dass sich beide Bundespräsidentschaftskandidaten ganz klar und unmissverständlich für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM aussprechen. Und wir sind überzeugt, das ist auch die richtige Antwort auf die jüngsten Vorstöße der EU-Kommission, die Atomkraft in Europa massiv zu fördern!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich und Heinz Stockinger, Obmann der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren.

Am 9. Mai 2016 haben sich die Salzburger Plattform gegen Atomgefahren und atomstopp_oberoesterreich in einem Offenen Brief an die Bundespräsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer gewandt und wollten von ihnen wissen, wie sie es mit der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM halten und wie sie sich als Bundespräsident für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM einsetzen werden.

Aus dem Wahlkampfbüro von Alexander Van der Bellen hieß es dazu: „Alexander Van der Bellen hat in all seinen Aussagen immer ganz klar dafür Position bezogen, dass ein konsequenter Ausstieg Europas aus der Kernenergie das Gebot der Stunde ist. Auch das Volksbegehren zum Ausstieg aus Euratom wurde von Alexander Van der Bellen unterstützt. […] Der Ausstieg aus Euratom war und ist ein wichtiger Schritt, um endlich ein großes Stück vorwärts zu kommen in unserem gemeinsamen Bemühen, Europa atomfrei zu machen.“

Aus dem Wahlkampfbüro von Norbert Hofer hieß es dazu: „Norbert Hofer vertritt nach wie vor die Meinung, dass die Energieunion mit Ländern, die auf Kernkraft setzen, nicht im Interesse unserer Heimat ist und daher ein möglichst rascher Austritt Österreichs aus EURATOM anzustreben sei. Dahingehend wird er natürlich auch sein Wirken als Bundespräsident konzentrieren. Darüber hinaus müsse ein Energiemasterplan für Österreich erstellt werden, um alle Abhängigkeiten von Kernenergie weiter zu reduzieren.“

„Wir werden gleich nach der Wahl am 22. Mai beim neu gewählten Bundespräsidenten um einen Termin ansuchen und Möglichkeiten ausloten, wie der wichtige Schritt eines Ausstiegs Österreichs aus EURATOM umgesetzt wird“, so Egger, Schweiger und Stockinger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger – atomstopp_oeberoesterreich +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger- atomstopp_oberoesterreich +43 680 33 33 625
Heinz Stockinger – Salzburger Plattform gegen Atomgefahren +43 662 643 567, +43 662 643 963


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17.05.16 atomstopp: EU-Kommission lernunfähig und lobbyhörig
Österreich muss den Atomplänen der EU-Kommission eine Absage erteilen
„Dass ausgerechnet im Gedenkjahr Tschernobyl_30 und Fukushima_5 die EU-Kommission unverhohlen mit dem Ausbau der Atomkraft in Europa spekuliert, zeigt, dass die EU-Kommission lernunfähig ist und die Interessen der Atomlobby verteidigt. Auch im Wissen – und das dürfte sich wohl auch schon in Brüssel herumgesprochen haben -, dass sich Atomkraft wirtschaftlich nicht rechnet und ohne massive staatliche Subventionen das längst überfällige Ende „droht““, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die heutigen Medienberichte, dass die EU-Kommission die Atomkraft in Europa massiv stärken will.

„Nichts anderes als ein klares NEIN erwarten wir uns von der österreichischen Bundesregierung zu derart absurden Plänen der EU-Kommission! Österreich ist mit seiner Zwangsmitgliedschaft bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM verpflichtet, den atomaren Irrsinn mitzufinanzieren. Es ist hoch an der Zeit, die österreichische Mitgliedschaft bei EURATOM zu überdenken und die Konsequenzen zu ziehen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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12.05.16 atomstopp: Ich will wissen … Was tun Sie gegen die Förderung der europäischen Atomindustrie?
Mitmach-Aktion bei nächsten Infoständen - Fairplanet in Linz und BIOEM in Großschönau
„Wir werden beim heurigen Fairplanet in Linz – einem Menschenrechte, Tierrechte und Umweltschutz vernetzenden Sommerfest – und bei der BIOEM in Großschönau - der Bio- und Bioenergiemesse - mit einer Mitmach-Aktion starten und die Besucher_innen einladen, Postkarten an das Bundeskanzleramt, das Umweltministerium und das Außenministerium zu schicken mit der einfachen Frage: Was tun Sie gegen die Förderung der europäischen Atomindustrie?“, erklären Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Bundeskanzleramt, Umweltministerium und Außenministerium erklären in schöner Regelmäßigkeit, dass sie sich für den europaweiten Atomausstieg einsetzen wollen, gleichzeitig verteidigen sie aber, dass österreichische Steuergelder zur Stützung der Europäischen Atomgemeinschaft – EURATOM - nach Brüssel fließen. Seit 1957 fördert EURATOM die europäische Atomindustrie. Österreich ist Mitglied und jede_r Österreicher_in muss mit ihren_seinen Steuergeldern „...am raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie...“, wie in den Zielsetzungen festgeschriebenen, mitzahlen. Wieviel? Unbekannt?

„Wir wollen wissen … Was tun Sie gegen die Förderung der europäischen Atomindustrie?“ – und wir und die Bevölkerung erwarten uns aufschlussreiche Antworten.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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09.05.16 Atomgegner_innen: Offener Brief an die Bundespräsidentschaftskandidaten Dr. Alexander van der Bellen und Ing. Norbert Hofer
EURATOM und die Förderung der europäischen Atomindustrie mittels österreichischer Steuergelder
Sehr geehrte Herren,

es ist allgemein bekannt, dass Österreich seit dem EU-Beitritt auch Mitglied bei der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) ist und damit das Ziel, „die Voraussetzungen für den raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie zu schaffen“, mittragen muss.

Es ist auch bekannt, dass jede Österreicherin/jeder Österreicher mittels Steuergeldern einen Beitrag zur Förderung der europäischen Atomindustrie leistet; unbekannt ist allerdings, in welcher Höhe.

Unsererseits wird seit Jahren eingefordert, dass Österreich – mit seinem Bundesverfassungsgesetz für Atomfreiheit – die Mitgliedschaft bei EURATOM beendet, und zwar ohne aus der Europäischen Union auszutreten. Dass diese Möglichkeit besteht wird von drei unabhängigen Gutachtern bestätigt.

Die beiden Parteien, die Ihre Kandidatur zum Bundespräsidenten unterstützen (Grüne bzw. FPÖ), sind wiederholt mit Initiativen in Österreich auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM eingetreten.

Gerne möchten wir von Ihnen wissen, wie Sie es mit EURATOM und der Förderung der europäischen Atomindustrie halten und ob und wie Sie sich als Bundespräsident für den Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag einsetzen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz Stockinger – Obmann – Plattform gegen Atomgefahren, Salzburg
Gabriele Schweiger – Obfrau – Mütter gegen Atomgefahr, Freistadt
Roland Egger – Obmann – atomstopp_atomkraftfrei leben!, Linz

Für Rückfragen:
Heinz Stockinger 0662 643 567. 0662 643 963
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625
Roland Egger 0680 23 93 019

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06.05.16 atomstopp: Kosten für europäische Atomforschung explodieren! Wer soll das bezahlen?
Österreich wegen Mitgliedschaft bei EURATOM mitgehangen, mitgefangen.
„Seit Jahren laufen wir gegen die europäische Atomforschung an und seit Jahren werden wir von der österreichischen Bundesregierung nur abgekanzelt. Milliarden um Milliarden Euro gehen über das EURATOM-Forschungsbudget in die Kernfusionsforschung und in das Projekt ITER, bei dem Wasserstoffisotope unter Freisetzung von Energie zu Helium verschmolzen werden soll. Nun wurde bekannt, dass nach einer wiederholten Zeitplanüberschreitung um mindestens zehn Jahre sich die 2009 geschätzten Kosten verdoppeln werden und aktuell mit Kosten um die 20 Milliarden Euro zu rechnen sein wird.

Europa beteiligt sich zu 45% am Projekt ITER - neben den USA, Indien, China, Russland, Japan und Südkorea.

„Wie und wer für die weiteren, aus Europa fehlenden rund 3 Milliarden Euro aufkommen wird, ist unklar - es droht die Umschichtung aus Forschungsetats anderer Disziplinen. Wir erwarten uns von Wissenschaftsminister Mitterlehner, dass er auf EU-Ebene keine Zustimmung gibt, dass weitere EU-Gelder in dieses unsinnige Projekt fließt“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Dass wir alle mit unseren Steuergeldern die Atomlobby stützen müssen, wird von den Regierungsparteien immer wieder mit dem damit erkauften Stimmrecht begründet. Die Chronik der Mitgliedschaft bei EURATOM zeigt jedoch ein anderes Bild, den Beweis, dass Österreich faktisch Einfluss auf die europäische Atompolitik nimmt, den Beweis bleibt man uns bislang schuldig“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wissenschaftsminister Mitterlehner ist somit aufgerufen, in Brüssel klar zu signalisieren, dass Österreich keine Zustimmung für eine zusätzliche Atomförderung geben wird“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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22.04.16 atomstopp: Tschernobyl_30 – Lesung und Lichteraktion in Linz
Am 25. April 19:30 Uhr Wissensturm Linz – Begrüßung durch Umweltlandesrat Rudi Anschober
Anlässlich des 30. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl findet vor dem Wissensturm in Linz (bei Schlechtwetter im Wissensturm) folgende Gedenkaktion statt:

19:30 Uhr Lesung aus „Eine einsame menschliche Stimme“ von Literatur-Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch (Zeitzeugenbericht unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe)

20:30 Uhr Kerzen für Tschernobyl in Linz - im Rahmen einer europaweiten Lichteraktion zum 30. Jahrestag des Supergaus werden Kerzen in Form eines Radioaktivitäts-Symbols angezündet.

„Wir freuen uns, dass Umweltlandesrat Rudi Anschober bei dieser Gedenkaktion dabei sein wird. Die Folgen des Supergaus von Tschernobyl sind auch 30 Jahre danach nicht überwunden. Eine Fläche, in etwa so groß wie das Mühlviertel, wird wohl auf Jahrhundert hinaus unbesiedelbar bleiben, mit allen Konsequenzen für die Bevölkerung in der Ukraine, Weißrussland und Russland. Die gesundheitlichen Folgen durch die Strahlenbelastung durch die damals freigesetzten radioaktiven Stoffe sind auch für Österreich immer noch nicht abschätzbar. Die Konsequenz aus dem Supergau kann nur heißen: Atomkraftwerke abschalten!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019

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17.04.16 atomstopp: Fotoausstellung Fukushima_5, Tschernobyl_30 noch bis 26. April
Abschlussveranstaltung am 25. April um 19:30 Uhr Wissensturm Linz
Von Gedenktag zu Gedenktag - Anlässlich des heurigen 5. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Fukushima und anlässlich des heurigen 30. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl findet noch bis 26. April eine Fotoausstellung im Wissensturm Linz statt.

Die Fotoausstellung zollt den radioaktiv verseuchten, auf Jahrhunderte unbewohnbaren Zonen Tribut zollen und führt die Folgen für die Menschen vor Augen.

Die Fotos der Ausstellung wurden von Harald Steinbichl, der mehrmals in der Zone rund um Tschernobyl und auch in Fukushima war, zur Verfügung gestellt.

Für den 25. April, 19:30 Uhr ist eine Abschlussveranstaltung zur Fotoausstellung geplant, und zwar am Vorplatz Wissensturm Linz (bei Schlechtwetter im Wissensturm).

19:30 Uhr Lesung aus: „Eine einsame menschliche Stimme“ von Swetlana Alexijewitsch (Zeitzeugenbericht unmittelbar nach der Reaktorkatastrophe)
20:30 Uhr Kerzen für Tschernobyl in Linz - im Rahmen einer europaweiten Lichteraktion zum 30. Jahrestag des Supergaus werden Kerzen angezündet.

atomstopp_oberoesterreich ist der lose Zusammenschluss der Antiatom-Organisationen atomstopp_atomkraftfrei leben! (Linz) und Mütter gegen Atomgefahr (Freistadt). Die Vereine eint das Bestreben nach einem europaweiten Atomausstieg, insbesondere das Ende der Förderung der Atomindustrie über den EURATOM-Vertrag.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019


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10.04.16 atomstopp: Gefahrzeitverlängerung von AKW Dukovany besorgniserregend!
Bundespräsident Fischer darf es beim Staatsbesuch in Tschechien nicht bei diplomatischen Floskeln belassen
„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB die Gefahrzeit für das Atomkraftwerk Dukovany für weitere 10 Jahre verlängert hat, ohne dass eine international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung vorgenommen wurde, ist aus unserer Sicht besorgniserregend. Gerade das AKW Dukovany machte in den vergangenen Monaten international Schlagzeilen als bekannt wurde, dass bei der Kontrolle der Schweißnähte der Schlendrian Programm war.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Bundespräsident Fischer wird morgen zu seinem letzten Staatsbesuch in die Tschechische Republik aufbrechen und wir gehen davon aus, dass er die guten Beziehungen zwischen Wien und Prag loben und gleichzeitig festhalten wird, dass Österreich und die Tschechische Republik unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Nutzung der Atomenergie haben.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Uns genügt es aber längst nicht, dass Bundespräsident Fischer sich in diplomatischen Ansagen übt. Vielmehr erwarten wir, dass er unsere Besorgnis zur Gefahrzeitverlängerung des AKW Dukovany zum Ausdruck bringt und darüber hinaus in Prag darauf hinweist, dass das Einhalten international üblicher Regeln bei Umweltverträglichkeitsprüfungen zur Stärkung der nachbarschaftlichen Beziehungen ganz besonders beitragen kann.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Von einem österreichischen Bundespräsidenten erwarten wir uns, dass er die Anliegen von Umweltorganisationen ernst nimmt und auch als Korrektiv auftritt, wenn die eigene Bundesregierung säumig ist: Unbestritten ist nämlich, dass die österreichische Bundesregierung im Fall der Gefahrzeitverlängerung von Dukovany energisch und entschieden auftreten könnte, es jedoch verabsäumt, auf international übliche Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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04.04.16 atomstopp: PINC 2016 – Wenn sich die EU-Kommission die Zukunft der Atomenergie rosarot ausmalt!
Fernab jeder Realität ganz im Zeichen des Atomfördervereins EURATOM
„Wer erwartet, dass die EU-Kommission einen kritischen Blick auf die Zukunft der Atomenergie in Europa wirft, hat wohl vergessen, dass mit dem Atomförderverein EURATOM eben genau das nicht möglich ist. Die Atomenergie ist zu fördern, der rasche Aufbau einer starken Atomenergie in Europa zu sichern. Das ist das Programm der EU-Kommission und wer wissen möchte, wie es ausschaut, wenn sich die EU-Kommission die Zukunft der Atomenergie rosarot ausmalt, muss nur einen Blick in das heute veröffentlichte PINC 2016, das Nuclear Illustrative Programme, werfen, das aufgrund der Vorgaben des EURATOM-Vertrags eine immer wieder notgedrungen optimistische Sichtweise widerspiegelt“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Dass dieser rosarote Blick keineswegs der für die Atomlobby harten Realität standhält, hat sich schon herumgesprochen. Die Atomkraft ist nicht wirtschaftlich überlebensfähig, ohne massive staatliche Subventionen, ohne den Atomförderverein EURATOM. Wer den europaweiten Atomausstieg will, wird um die Frage nach EURATOM nicht herumkommen und je früher die öffentliche Unterstützung für EURATOM entzogen wird, umso besser!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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31.03.16 atomstopp: Tschechische Atomaufsichtsbehörde SUJB macht sich unglaubwürdig - Umweltminister Rupprechter ebenfalls
Gefahrzeitverlängerung für Dukovany inakzeptabel!
„Noch vor wenigen Monaten hatte SUJB-Chefin Dana Drabova selber die Kontrollarbeit im AKW Dukovany als „Schlamperei“ bezeichnet. Nun erteilt dieselbe Instanz in einem 180-Gradschwenk die unbegrenzte Genehmigung für den Weiterbetrieb des 30 Jahre alten Reaktors! Das beweist einmal mehr: Sicherheitskultur von AKW scheint für die tschechische Atomaufsichtsbehörde einen vernachlässigbaren Stellenwert zu haben. Und das ist ein Affront gegenüber der tschechischen und österreichischen Bevölkerung, die durch die Laufzeitverlängerung einem unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt werden!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Genauso fahrlässig wie das Agieren der tschechischen Atomaufsichtsbehörde SUJB ist jedoch auch das Schweigen von Umweltminister Rupprechter dazu! Denn nach herrschendem europäischen Recht muss auch für Laufzeitverlängerungen eine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgen - was im gegenständlichen Fall von Dukovany jedoch nicht umgesetzt wurde! Umweltminister Rupprechters Pflicht ist es nun, dagegen Einspruch zu erheben. Alles andere käme einem Gefälligkeitsdienst an der Atomlobby gleich!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Kein österreichischer Minister hat, aus welchen noch so diplomatisch gemeinten Gründen, das Recht, derartige Seilschaften zur Atomindustrie aufzubauen. Wir werden keine Ruhe geben, bis Umweltminister Rupprechter unser aller gutes Recht gebührend in Anspruch nimmt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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15.03.16 atomstopp: EURATOM-Enquete zum 60. Gründungstag der Förderung der europäischen Atomindustrie
Nationalrat muss am 17. März Mitgliedschaft Österreichs beim Atomförderverein EURATOM hinterfragen!
Seit 1957 fördert EURATOM die europäische Atomindustrie. Österreich ist Mitglied und jede_r Österreicher_in muss mit ihren_seinen Steuergeldern am raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie mitzahlen. So steht es sinngemäß in der Präambel zum EURATOM-Vertrag. Mittlerweile ist von Aufbau aber keine Rede mehr, vielmehr geht es um das Überleben der Atomindustrie mithilfe von EURATOM.

„Dass manche in Österreich EURATOM, also den Atomförderverein, als eher unbedeutend einschätzen, verwundert. Die Entscheidung der EU-Kommission für die Milliardensubventionen des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C gründet argumentativ wesentlich auf EURATOM!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Am 17. März wird im Nationalrat über unsere Bürgerinitiative für die Abhaltung einer EURATOM-Enquete abgestimmt werden. Bei dieser Enquete sollen nach ausgewogener Argumentation alle Volksvertreter_innen sich klar deklarieren, ob sie weiterhin an Österreichs Mitgliedschaft bei EURATOM und damit an einer Förderung der Atomindustrie mit österreichischen Steuergeldern festhalten wollen. 2017 wird der 60. Gründungstag der Förderung der europäischen Atomindustrie begangen. Und dieser Anlass sollte Grund genug sein, über die fortgesetzte Förderung einer Hochrisikotechnologie nachzudenken – noch logischer und vernünftiger wäre es allerdings, wenn sich die österreichischen Politiker_innen auf der Regierungsbank für einen Ausstieg aus EURATOM entscheiden würden und damit dem Willen der Österreicher_innen Rechnung tragen, die Atomkraft zweifelsfrei ablehnen!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir appellieren an die Nationalrät_innen: Ermöglichen Sie die EURATOM-Enquete und setzen Sie sich für den Ausstieg Österreichs aus EURATOM ein!“, schließen Egger und Schweiger.

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02.03.16 atomstopp: Fukushima_5, Tschernobyl_30: Ankündigung einer Fotoausstellung von Gedenktag zu Gedenktag
Ausstellungseröffnung am 10. März um 18 Uhr, Wissensturm Linz durch Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger
Heuer jähren sich die Reaktorkatastrophen von Fukushima zum fünften Mal und von Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Das ist der Anlass für atomstopp_oberoesterreich in einer Fotoausstellung den radioaktiv verseuchten, auf Jahrhunderte unbewohnbaren Zonen Tribut zu zollen und die Folgen für die Menschen vor Augen zu führen.

Die Ausstellungseröffnung findet am 10. März um 18 Uhr durch Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger statt, und zwar im Foyer des Wissensturms in Linz.

Die Fotos der Ausstellung wurden von Harald Steinbichl, der mehrmals in der Zone rund um Tschernobyl und auch in Fukushima war, zur Verfügung gestellt.

Die Ausstellung wird von 11. März bis 26. April frei zugänglich sein, werktags von 8 bis 18 Uhr.

atomstopp_oberoesterreich ist der lose Zusammenschluss der Antiatom-Organisationen atomstopp_atomkraftfrei leben! (Linz) und Mütter gegen Atomgefahr (Freistadt). Die Vereine eint das Bestreben nach einem europaweiten Atomausstieg, insbesondere das Ende der Förderung der Atomindustrie über den EURATOM-Vertrag.

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Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019

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24.02.16 atomstopp: Herr Minister für ein lebenswertes Österreich: Wir sind nicht zufrieden!
Vorbeugen gegen Atomkraft ist besser als evakuieren.
„Wenn morgen unser Minister für ein lebenswertes Österreich, Andrä Rupprechter, im Rahmen einer Pressekonferenz über den Strahlenschutz in Österreich referieren wird muss er sich auch die Frage gefallen lassen, welche Initiativen er konkret gegen Atomkraft setzt. Leider müssen wir nämlich laut und deutlich zu Minister Rupprechter sagen: Wir sind nicht zufrieden mit Ihrer bisherigen antiatompolitischen Bilanz!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Begründet wird dies damit:

Im Atomkraftwerk Dukovany stehen Laufzeitverlängerungen an. Tschechien will diese Laufzeitverlängerungen ohne zeitliche Befristung und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung durchwinken. Minister Rupprechter schweigt dazu.
Österreich wird sich im Rahmen von EURATOM auch weiterhin an der Forschung an „neuartigen“ Atomreaktoren, in deren Mittelpunkt die Produktion von Plutonium steht, beteiligen. Minister Rupprechter schweigt dazu.

Die Atomkraftwerke in Europa sind eklatant unterversichert. Im Falle eines Supergaus haften die Betreiber nur mit einem Bruchteil für den Schaden. Eine europaweite Initiative von Minister Rupprechter für eine angemessene Haftpflichtversicherung für die Atomreaktoren? Fehlanzeige.

Österreich als Mitglied beim europäischen Atomförderverein EURATOM trägt dessen Ziele – nämlich die Voraussetzungen für den raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie zu schaffen - vollinhaltlich mit. Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft jedoch ab und haben kein Verständnis, dass ihre Steuergelder für die Stützung einer unwirtschaftlichen und unkalkulierbar riskanten Technologie verwendet werden. Reaktion von Minister Rupprechter? Er will sich für eine Reform von EURATOM einsetzen und bleibt damit die atomare Quadratur des Kreises hinlegen, weil die Atomstaaten Frankreich und Großbritannien oder auch Tschechien und die Slowakei wohl kein Interesse haben, ihrer Atomindustrie die Unterstützung zu versagen.

„Vorbeugen gegen die Atomkraft ist besser als evakuieren, Herr Minister! Und je rascher endlich Initiativen – gegen die Laufzeitverlängerung von Dukovany, gegen die Atomforschung, gegen EURATOM und für eine europaweit einheitliche Haftpflichtversicherung gesetzt werden, umso besser für die Aussicht auf ein auch weiterhin lebenswertes Österreich!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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21.02.16 atomstopp: In dieser Presseaussendung geht es nicht um EURATOM!
Atomförderverein EURATOM unter den Top-Ten der in Deutschland von den Medien am meisten vernachlässigten Themen
„Mit unserer Kritik an der Mitgliedschaft Österreichs beim Atomförderverein EURATOM medial anzukommen, war oftmals sehr fruchtlos. Und das ist offenbar nicht nur in Österreich so, sondern auch in Deutschland. Die deutsche Initiative „Nachrichtenaufklärung“ hat kürzlich im Deutschlandfunk jene Themen vorgestellt, die medial zu kurz kommen, und das trotz ihrer Bedeutung wie etwa: Finanzierung der Atomwaffenproduktion durch deutsche Banken oder eben der EURATOM-Vertrag!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

In der Begründung der Jury zu EURATOM heißt es: >>EU und Euratom: Verpflichtet, die Kernkraft zu fördern. Der Euratom-Vertrag ist ein Fossil: Er wurde 1957 unterzeichnet und hat seitdem keinerlei Reformen erfahren. Recherchen zeigen, dass die Strukturen von Euratom ihren Aufgaben nicht mehr gerecht werden. Deutschland leistet nach wie vor Zahlungen an das Bündnis, dessen erklärtes Ziel ist, die Atomindustrie aufzubauen und zu entwickeln - trotz des beschlossenen Atomausstiegs. Ein klassisches Beispiel für ein langfristig relevantes, aber vernachlässigtes Thema.<<

Top-Ten der in Deutschland medial vernachlässigten Nachrichten


„Österreich ist nie in die Atomkraft eingestiegen und zahlt dennoch beim Atomförderverein EURATOM mit. EURATOM ist der Stolperstein für den europaweiten Atomausstieg. Solange die Atomindustrie mit öffentlichen Geldern versorgt wird, wird ein Ausstieg aus der Atomkraft wohl Makulatur bleiben und alle Reden unserer Politiker_innen, dass man sich „vehement gegen die Atomlobby auflehnen würde“ in gut gemeinten Ansätzen stecken bleiben!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir werden unsere Kritik fortsetzen und weiter aufzeigen, dass österreichische Steuergelder - dank EURATOM - der europäischen Atomlobby zufließen. Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft ab und dass ausgerechnet wir alle diese Technologie stützen sollen, ist eine sehr absurde Vorstellung!", so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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19.02.16 atomstopp: Mit 30 Läufer_innen beim Linz Marathon für den europaweiten Atomausstieg
Läuferischer Fixpunkt seit 10 Jahren
„Wir freuen uns, dass auch heuer wieder Läufer_innen in allen Disziplinen am 3. April beim Linz Marathon starten werden und ein Zeichen für den europaweiten Atomausstieg setzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Seit 10 Jahren ist atomstopp mittlerweile beim Linz Marathon vertreten. Begonnen mit dem Lauf eines einzelnen Vorstandsmitglieds hat sich der Linz Marathon in der Zwischenzeit zu einem läuferischen Fixpunkt für die Unterstützer_innen des Vereins entwickelt.

„Wir werden auch heuer mit dem Motto „Österreich – Raus aus EURATOM“ an den Start gehen. Der Atomförderverein EURATOM ist ein Stolperstein für den europaweiten Atomausstieg und die Mitgliedschaft Österreichs dabei im völligen Widerspruch zur Antiatom-Einstellung der österreichischen Bevölkerung. Wer den europaweiten Atomausstieg will, muss sich für ein Ende des Atomfördervereins EURATOM einsetzen. Alles andere bleibt schöne Sonntagsrederei!“, sind Egger und Schweiger überzeugt.

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Roland Egger +43 680 23 93 019
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12.02.16 atomstopp: EURATOM will sich auch weiterhin an der Forschung neuer Reaktortypen beteiligen
Auch mit österreichischen Steuergeldern, Herr Wissenschaftsminister Mitterlehner? Nein danke!
„Es ist schon erstaunlich, dass still und leise die Fortsetzung von Forschungen an „neuartigen“ Reaktortypen geplant wird und das Antiatom-Land in Vertretung „seines“ Wissenschaftsministers eine Zustimmung zu diesen Projekten plant.“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

Wie World Nuclear News berichten gibt es auf EU-Ebene schon die grundsätzliche Zustimmung, auch bis zum Jahr 2025 am internationalen Generation IV Forum teilzunehmen. Beteiligt am Forschungsprogramm sind 13 Staaten, für die Atomkraft eine Zukunftstechnologie darstellt (u.a. die USA, Argentinien, Brasilien, Kanada, China, Japan, Russland, Südkorea, Südafrika, die Schweiz und die Europäische Union über EURATOM). Im Mittelpunkt der Forschungen steht die Entwicklung von Schnellen Brütern, die wesentlich auf der Produktion von Plutonium beruhen. Forschungsreaktoren sollen in Belgien, Rumänien, Frankreich entstehen und in einem der drei folgenden Staaten: Slowakei, Ungarn oder Tschechien.

„Manche österreichische Politiker_innen betonen ja immer, dass eine Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM wichtig sei, um die europäische Atompolitik mitbestimmen zu können. Falls Wissenschaftsminister Mitterlehner seine Zustimmung für diese atomaren Forschungen gibt, die mit dem Ziel eines europaweiten Atomausstiegs nicht vereinbar sind, zeigt er seine wahre Einstellung zur Atomkraft. Anstatt sich umfassend für ein Ende der Förderung der Atomindustrie einzusetzen und alle finanziellen Mittel in Richtung des Ausstiegs aus der Atomkraft zu setzen, gibt er seine Zustimmung für Forschungen an unerprobten Reaktortypen. Und das mit unseren österreichischen Steuergeldern, weil die Bundesregierung uns zur Mitgliedschaft beim europäischen Atomförderverein zwingt!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger weiter.

„Wir appellieren an Wissenschaftsminister Mitterlehner bei der anstehenden Entscheidung über die Fortsetzung des Forschungsprogramms klar und deutlich „Nein danke“ zu sagen. Das erwartet sich die österreichische Bevölkerung von „ihrem“ Wissenschaftsminister.“, so Egger und Schweiger abschließend.
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11.02.16 atomstopp: Ungarn sauer auf Österreich wegen negativer Stellungnahme zum AKW Paks
Schulterschluss mit Atomstaaten für Hinkley Point C als kindische „Ätsch bätsch-Trotzreaktion“
Österreich legte gestern offiziell bei der EU-Kommission Beschwerde wegen des Finanzierungsmodells für die Erweiterung des ungarischen Atomkraftwerks Paks ein. Aber anstatt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen, kündigt Ungarn trotzig an, die EU-Kommission in der gerichtlichen Auseinandersetzung wegen der Milliardensubventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C unterstützen zu wollen.

„Trotzig sagt Ungarn `Ätsch bätsch: Wenn du etwas gegen meine AKW-Finanzierung hast, dann stelle ich mich offensiv auf die Seite der Atombefürworter wie die EU-Kommission, Tschechien, die Slowakei und Rumänien, die allesamt für die Milliardensubventionen für Hinkley Point C sind.`“, zeigen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich erstaunt.

„In einem vereinten Europa sollte es kein Problem sein, fragwürdige Finanzierungsmodelle wegen allfälliger Wettbewerbsverzerrungen von der EU-Kommission hinterfragen und diskutieren zu dürfen. Ungarn sieht das bedauerlicherweise offenbar anders. Klar ist jedenfalls, dass die Atomkraft in der Europäischen Union vor harten Zeiten steht: Ohne massive Subventionen wie für Hinkley Point C in Großbritannien oder fragwürdige, möglicherweise wettbewerbsverzerrende Finanzierungsmodelle wie für Paks in Ungarn, ist das Ende der Atomindustrie besiegelt.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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05.02.16 atomstopp: Unglaubliche Blauäugigkeit der tschechischen AKW-Betreiber
Rücklagen für Entsorgung von Reaktoren und Atommüll in lächerlich geringer Höhe
„Das finanzielle Debakel des tschechischen AKW-Betreibers CEZ ist angesichts der lächerlich geringen Summe an Rücklagen schon jetzt vorgezeichnet!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Wie das Internetportal iDnes.cz berichtet, belaufen sich die berechneten Rücklagen für die Stilllegung der tschechischen Atomreaktoren sowie für die Endlagerung von Atommüll auf gerade einmal 71,6 Milliarden Kronen – also weniger als 2,7 Milliarden Euro.

„Sieht man sich die aktuelle Lage in Deutschland an, die aufgrund des Atomausstiegs als Präzedenzfall gewertet werden darf, so zeigt sich, dass diese Summe nur einen kleinen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken wird! Selbst die in Deutschland veranschlagten 38 Milliarden Euro, das ist jetzt schon klar, werden bei weitem nicht reichen. Das Desaster ist also absehbar und die tschechischen Bürgerinnen und Bürger leben somit auf Grund der Atomkraft weit über ihre Verhältnisse – allerding nicht nur über die eigenen, sondern vor allem über die der nächsten Generationen. Denn diese werden bezahlen müssen, was heute an Schaden angerichtet wird!“, warnen Egger und Schweiger.

„Diese Blauäugigkeit des tschechischen Atomkonzerns CEZ birgt aber noch einen weiteren, gefährlichen Aspekt: die Betreiber der AKW werden wohl oder übel versuchen, mit Laufzeitverlängerungen so viel Profit wie möglich aus den alten Reaktoren zu pressen wie möglich. Dass dies auf Kosten der Sicherheit gehen wird, liegt auf der Hand. Deshalb muss Österreich, als europäischer Antiatomvorreiter, unbedingt mittels Umweltverträglichkeitsprüfung zur aktuell avisierten Verlängerung in Dukovany einen Riegel vor dieses Sicherheitsdumping schieben. Umweltminister Rupprechter ist dringend aufgefordert, eine gesetzeskonforme UVP von Tschechien zu verlangen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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27.01.16 atomstopp: Hinkley Point schlittert erneut in Warteschleife
Utl.: Chancen auf Finanzierbarkeit immer unwahrscheinlicher
Vorsichtig erfreut zeigt sich atomstopp_oberoesterreich über die nächste, heute bekanntgegebene Verzögerung des Neubaus am AKW-Standort Hinkley Point C in Großbritannien. „Dass sich keine und wieder keine Finanzierungsmöglichkeit für den ehrgeizigen Reaktorbau finden will, macht einigermaßen optimistisch! Aber es überrascht auch nicht!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp. „Es war klar, dass es unter dem aufmerksamen Licht der Öffentlichkeit kaum möglich sein würde, entsprechend dubiose Finanzquellen auftun zu können, die an jeder Wirtschaftlichkeit vorbei Hinkley Point C ermöglichen könnten!“.

Zu sehr leidet EdF, die französische Erbauergesellschaft, unter den ernüchternden Bauentwicklungen der letzten Jahrzehnte, denn beide laufenden Projekte in Flamanville, Frankreich, und Olkiluoto, Finnland, wirken durch die mehrmaligen Zeitplan- und Kostenüberschreitungen geradezu abschreckend für jeden seriösen Investor.

„Die Zusage der britischen Regierung, Subventionen in Form überhöhter Strompreisgarantien zu gewähren, könnte aus heutiger Sicht das einzige halsbrecherische Investitionssignal bleiben – und zwar eines ohne Chancen auf Realisierung. Darüber sollten sich vor allem die heutigen und zukünftigen britischen Steuerzahler_innen freuen! “, meinen Schweiger und Egger.

„Dass die Republik Österreich gegen das Subventionierungsmodell klagt, ist würdig und recht! Wichtig ist jetzt, dass Bundesminister Rupprechter auch gegen geplante Laufzeitverlängerungen wie in Dukovany eine ähnlich kämpferische Position einleitet. Denn wer in Zeiten, wo z.B. deutsche AKW-Betreiber nicht wissen, wie der Rückbau abgeschalteter Reaktoren finanziert werden soll, wo die Reaktor-Katastrophen Tschernobyl und Fukushima nach 30 bzw fünf Jahren immer noch unabsehbare Kosten verursachen – wer da noch immer auf Atomkraft setzt, gefährdet die Zukunft auf fahrlässige Weise!“, so Schweiger und Egger abschließend.


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Roland Egger +43680/23 93 019

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14.01.16 atomstopp: Umweltminister Rupprechter wegen dubioser Vorgänge im AKW Dukovany dringend gefordert!
Unbefristete Laufzeitverlängerung trotz tausender gefälschter Schweißnahtkontrollen!
„Offensichtlich genug Gras scheint der tschechischen Atomaufsichtsbehörde in Sachen gefälschter Kontrollbilder von mehreren tausend Schweißnähten in den tschechischen Atomanlagen gewachsen. Völlig unverständlich ist, dass der Betreiber CEZ die Reparaturen von denselben Leuten vornehmen lässt, die für die Fälschungen verantwortlich waren! Laut dem renommierten Wirtschaftsmagazin E15 denkt aber die Chefin der SUJB, Dana Drabova, bereits laut darüber nach, die Laufzeit von Block 1 in Dukovany zu verlängern, und das - entgegen früherer Ankündigungen - sogar unbefristet!“, empören sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist nicht tragbar, dass vom österreichischen Umweltminister Rupprechter dazu kein Sterbenswörtchen kommt! Nach geltendem europäischen Recht ist für Betriebsverlängerungen über die ursprünglich veranschlagte Lebensdauer hinaus - genau wie beim Neubau – eine Umweltverträglichkeitsprüfung nötig! Und das aus logischem Grund, denn je älter ein Atommeiler wird, umso höher steigt die Gefahr einer Havarie!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir fordern Bundesminister Rupprechter dringend dazu auf, Einspruch einzulegen und auf die UVP vor Erteilung der Laufzeitverlängerung im grenznahen AKW Dukovany zu bestehen. Die besorgten Österreicher_innen haben ein Recht darauf, in ihrem Sinne vertreten zu werden. Tausende Protestunterschriften dürfen nicht einfach ignoriert werden.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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15.12.15 atomstopp: Die Wege zu einer europäischen Energieunion sollen atomar verseucht bleiben.
Atomlobbyisten im Europäischen Parlament munter am Werk!
Der Atomindustrie geht es schlecht. Ohne massive staatliche Subventionen oder Finanzierungsmodelle mit China und Russland wird heute kein Atomreaktor mehr in Europa gebaut. Verständlich, dass die Atomlobbyisten im Europäischen Parlament dem entgegenwirken wollen und lapidar in einer Entschließung „Wege zu einer europäischen Energieunion“ des Europäischen Parlaments betonen, dass „ Kernenergie in irgendeiner Weise durch EU-Finanzierungsinstrumente oder durch EU-Finanzinstitute unterstützt werden sollte (Punkt 140 des Vorschlags zur Entschließung des Europäischen Parlaments).

„Die österreichischen Vertreter_innen im Europäischen Parlament werden diesen und die anderen Punkte, die unverhohlen für die Atomenergie werben, ablehnen. Nichts anderes sind sie ihren Wähler_innen schuldig! Dieser Pro-Atom-Entschließungsantrag ist ein verzweifeltes Aufbäumen einer bedrängten Industrie!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Österreich alleine wird den Entschließungsantrag nicht verhindern können, weshalb wir unseren Appell, doch endlich Allianzen für den europaweiten Atomausstieg zu bilden, nur wiederholen können. Dass Österreich als Mitglied bei EURATOM den atomaren Irrsinn auch noch mitfinanziert, ist ein Skandal. Wer den europaweiten Atomausstieg will, muss nachhaltig sämtliche Unterstützungen für die Atomindustrie kappen! Hier liegt es in der Verantwortung der österreichischen Regierung endlich Farbe zu bekennen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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14.12.15 atomstopp: Tschechische Atomaufsicht SUJB verschiebt Entscheidung über Gefahrzeitverlängerung für Dukovany auf März 2016
Österreichisches Umweltministerium muss Umweltverträglichkeitsprüfung verlangen
„Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB nach den alarmierenden Meldungen über die mangelhaften Schweißnähte im Atomkraftwerk Dukovany die Entscheidung über die Laufzeitverlängerung auf März 2016 verschiebt, ist ein Eingeständnis, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen kann und das Vertrauen in den Atomkonzern wohl nachhaltig erschüttert ist“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer Reaktion auf heutige tschechische Medienberichte.

„Es liegt der Verdacht nahe, dass SUJB damit versucht, ein wenig Gras über die Sache wachsen zu lassen, bevor die gewünschte Laufzeitverlängerung der beiden älteren Reaktoren in Dukovany reibungslos über die Bühne gebracht werden kann. Um so unverständlicher ist es, dass das österreichische Umweltministerium immer noch nicht auf die Idee gekommen ist, die alarmierenden Meldungen zum Anlass zu nehmen, eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten Gefahrzeitverlängerung von Dukovany einzufordern! Vor dem Bekanntwerden der mangelhaften Schweißnähte, bei der Übergabe von 35.000 Unterschriften für eine UVP für Dukovany im Feber 2015, meinte Umweltminister Rupprechter sogar noch diplomatisch, die tschechische Regierung würde sich grundsätzlich positiv zu einer UVP positionieren.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Zeit der Diplomatie sollte angesichts der Vorgänge in Dukovany vorbei sein. Aus unserer Sicht muss das österreichische Umweltministerium vehement für eine UVP eintreten und dazu alle ihr zustehenden Mittel einsetzen. Das ist das Mindeste, dass sich die Bevölkerung von ihrem Umweltminister erwartet!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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08.12.15 atomstopp: Weitere Sicherheitsmängel muss die tschechische Atomaufsicht SUJB nun auch im Atomkraftwerk Temelin eingestehen!
Utl.: Reaktionen dazu aus österreichischem Umweltministerium?
Nach gefälschten oder unvollständigen vorhandenen Dokumentationen über den Zustand der Schweißnähte in den Rohrleitungen der beiden älteren Reaktoren in Dukovany, kommen nun laut tschechischen Medienberichten ähnliche Mängel im südböhmischen AKW Temelin ans Tageslicht.

„Wir wundern uns, dass es vom österreichischen Umweltministerium keinerlei Reaktionen auf die jetzt nach und nach veröffentlichten Sicherheitsmängel gibt. Dass die tschechische Atomaufsicht SUJB ihrer Kontrollfunktion in Dukovany und auch in Temelin nicht nachgekommen ist, ist offensichtlich und sollte auf europäischer Ebene Konsequenzen haben.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Sehr bedenklich ist die Tatsache, dass es sich bei Temelin um relativ neue Reaktoren handelt. „Es ist also zu befürchten, dass entweder der Alterungsprozess sich wesentlich rascher zu Buche schlägt, als bisher angenommen, oder dass schon bei der Fertigung der Schweißnähte schlampig gearbeitet wurde. Gerade dieser Verdacht steht schon länger im Raum und es wurde in den letzten Jahren mehrfach von Atomgegner_innen darauf aufmerksam gemacht.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die beunruhigenden Entwicklungen in der Sicherheitskultur der Betreiberfirma CEZ muss Umweltminister Rupprechter dringend zu Anlass nehmen, um bei der tschechischen Regierung zu intervenieren und eine umfassenden Aufklärung der Vorfällen einfordern! Es ist undenkbar, dass vor dem Hintergrund dieser Schlampereien in Tschechien, die geplante Laufzeitverlängerung im AKW Dukovany ohne eine EU-gesetzeskonforme Umweltverträglichkeitsprüfung auch nur angedacht wird!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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07.12.15 atomstopp: Tschechische Atomaufsicht hat offenbar keine Kontrolle über die Sicherheit in den AKW Temelin und Dukovany
Keine Betriebsverlängerung für die Atomreaktoren in Dukovany
„Die Meldungen, die in diesen Tagen aus Tschechien kommen, sind ein Alarmsignal! Offenbar versagt gerade die tschechische Atomaufsicht SUJB auf ganzer Linie! Dass sich deren Chefin wegen schlampiger Schweißnähte, gefälschter und falsch ausgestellter Sicherheitszertifikaten „ärgert“, ist ein hilfloser Aufschrei einer Behörde, die wohl keine Kontrolle über die Sicherheit in den tschechischen Atomkraftwerken Temelin und Dukovany hat!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wir erwarten uns, dass es keine Blanko-Betriebsverlängerung für die Atomreaktoren in Dukovany geben wird und dass auf die Forderung Österreichs eingegangen wird, vor Erteilung einer allfälligen Betriebsverlängerung eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Das ist das Mindeste, das sich eine besorgte Bevölkerung in Österreich und in Tschechien erwartet! Wir fordern den österreichischen Umweltminister Rupprechter dringend auf, seine Möglichkeiten zu nutzen und der tschechischen Regierung gegenüber auf eine gesetzeskonforme Umweltverträglichkeitsprüfung zu bestehen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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03.12.15 atomstopp: Umweltminister Rupprechter muss Allianzen für europaweiten Atomausstieg schmieden
Atomförderverein EURATOM als Stolperstein erkennen und verlassen!
Im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Paris hat der österreichische Umweltminister Rupprechter wieder einmal die Idee präsentiert, für die Erneuerbaren Energien einen ähnlichen Vertrag zu gründen, wie es ihn für die Atomenergie seit den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt.

„Aus unserer Sicht fällt Umweltminister Rupprechter mit einem solchem Vorschlag aber auf einen strategischen Fehler herein. Gut gemeint vielleicht, zementiert er mit einem solchen Vorschlag aber nur die Förderung für die Atomenergie ein. Er legitimiert die Förderung und verunmöglicht damit einen europaweiten Atomausstieg!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„EURATOM, der Atomförderverein der Europäischen Union, braucht keine zusätzliche Legitimation und Finanzhilfe. Ganz im Gegenteil: Mehr als 60 Jahre Atomförderung sind genug! Das Erbe, das Europa durch die Atomlobbyisten für die nächsten 100.000e Jahre aufgebürdet wurde und immer noch wird, ist unverantwortbar! Die logische Konsequenz gerade für einen österreichischen Umweltminister muss sein: RAUS aus EURATOM, keine weiteren Steuergelder aus Österreich für die europäische Atomlobby.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Der europaweite Atomausstieg wird mit EURATOM und der fortgesetzten Förderung der Atomlobby nicht gelingen. Umweltminister Rupprechter muss deshalb Allianzen gegen EURATOM und für den europaweiten Atomausstieg schmieden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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01.12.15 atomstopp: Schwache EU-Kommission braucht wegen Hinkley Point C-Entscheidung offenbar Unterstützung der Nuklearstaaten
Tschechische Republik als fragwürdige Stütze für die Atomkraft
„Dass die Tschechische Republik nun der EU-Kommission wegen der Hinkley Point C-Entscheidung und der milliardenschweren Atomsubventionen den Rücken stärkt, zeigt, wie umstritten die Atomkraft in Europa ist und dass Großbritannien wohl fürchtet, den Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg vor dem Europäischen Gericht zu verlieren. Gleichzeitig offenbart sich auch die extreme Schwäche der EU-Kommission in dieser Frage, falls sie sich von Atomhardlinern wie Tschechien durch Einflüstern bedienen lässt“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die jüngste Ankündigung der Tschechischen Republik, beim Rechtsstreit wegen der Atomsubventionen für Hinkley Point C die EU-Kommission zu unterstützen.

Dabei ist gerade die Tschechische Republik eine fragwürdige Stütze: „Ohne massive Atomsubventionen wird es auch in Tschechien keine neuen Atomreaktoren geben. Und gerade diese Atomsubventionen will man sich offenbar über die Unterstützung der EU-Kommission beim Rechtsstreit mit Österreich und Luxemburg nun sichern.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die Atomkraft spaltet - auch Europa. Bedauerlicherweise war das noch nie offensichtlicher als heute.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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10.11.15 Österreichs Atommüll: Nationalräte dürfen Strahlenschutz-Novelle nicht einfach durchs Parlament winken
Möglichkeit des Exports und Imports von radioaktivem Abfall muss unterbunden werden!
Presseaussendung des Österreichischen Netzwerks Atomkraftfrei ÖNA

Kommenden Donnerstag (12. November) ist bei der Nationalratssitzung die Strahlenschutz-Novelle auf der Tagesordnung. Das derzeitige Strahlenschutzgesetz muss nach Vorgaben der Europäischen Union geändert werden und man muss auf die Endlagerung der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle eingehen, die derzeit in Seibersdorf zwischengelagert werden.

„Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die österreichische Politik eine Vorgabe aus Brüssel braucht, um sich mit der Endlagerung des österreichischen radioaktiven Abfalls auseinanderzusetzen. Aber wie unbefriedigend selbst das nun passiert, ist für den hehren Anspruch, den die Österreicher_innen wohl zurecht an ihre politischen Vertreter_innen stellen, eine zusätzliche Schande!“, so die Vertreter des Österreichischen Netzwerkes Atomkraftfrei (ÖNA).

Besonders kritisiert wird, dass in der Strahlenschutz-Novelle der Export der schwach- und mittelradioaktiven Abfälle erlaubt wird, andererseits auch dem Import kein Riegel vorgeschoben wird. Weiters sind keinerlei Anstrengungen für die Suche nach einem österreichischen Endlager auszumachen, und es wurde auch kein Datum fixiert, bis wann die derzeit in Seibersdorf gelagerten Abfälle in ein Endlager zu verbringen sind.

„Es ist bedauerlich, dass der Umweltausschuss mehrheitlich für die Novelle gestimmt hat und nun eine Fassung der Novelle vorliegt, die weit davon entfernt ist, eine zufriedenstellende Lösung für den österreichischen Atommüll zu liefern“, sind sich die Vertreter des ÖNA einig.

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit den radioaktiven Abfällen, die in Österreich anfallen, schaut anders aus. Offenbar gefällt man sich in der Rolle des gemütlichen Zuschauens und Abwartens, was sich wohl auf europäischer und internationaler Ebene bei der Endlagersuche tut, und ob man nicht den radioaktiven Abfall einfach exportieren könnte, anstatt in Österreich selbst aktiv Vorsorge für die Lagerung der eigenen schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zu treffen! Wir appellieren deshalb eindringlich an die Parlamentarier, bei der Nationalratssitzung am 12. November die Novelle nicht einfach abzunicken, sondern zurück an den Start zu schicken und sich für ernstzunehmende Konzepte bei der Endlagerung des österreichischen Atommülls einzusetzen unter Einbindung etwa des Österreichischen Netzwerks Atomkraftfrei und des Österreichischen Ökologieinstituts!“, so das ÖNA abschließend.

Anmerkung: Das Österreichische Netzwerk Atomkraftfrei ist ein loser Zusammenschluss von Antiatom-Organisationen, wie das Anti Atom Komitee, atomstopp_atomkraftfrei leben!, GLOBAL 2000, ISAD, Freistädter Mütter gegen Atomgefahr, Salzburger Plattform gegen Atomgefahren, SENECA, Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Wiener Plattform Atomkraftfrei und weitere.

Weitere Informationen:
Roland Egger atomstopp_atomkraftfrei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Freistädter Mütter gegen Atomgefahr +43 680 33 33 625
Reinhard Uhrig GLOBAL 2000 +43 699 14 2000 18
Heinz Stockinger Salzburger Plattform gegen Atomgefahren +43 662 643 567

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02.11.15 atomstopp: Österreichische Politiker_innen für Export von radioaktivem Abfall
Filmvorführung „Into Eternity“ am Mittwoch, 4. November in Freistadt
Wenn demnächst die Novelle des österreichischen Strahlenschutzgesetzes im Parlament diskutiert wird, muss Bezug genommen werden auf Vorgaben der Europäischen Union bei der Endlagerung der radioaktiven Abfälle, die derzeit in Seibersdorf zwischengelagert werden. Eine zufriedenstellende Lösung ist aber in weiter Ferne, denn die österreichischen Politiker_innen scheuen eine Diskussion über die Endlagerung dieser radioaktiven Abfälle!

„Ein verantwortungsvoller Umgang mit den radioaktiven Abfällen, die in Österreich anfallen, schaut anders aus. Offenbar gefällt man sich in der Rolle des gemütlichen Zuschauens und Abwartens, was sich wohl auf europäischer und internationaler Ebene bei der Endlagersuche tut, und ob man nicht den radioaktiven Abfall einfach exportieren könnte, anstatt in Österreich selbst Vorsorge für die Lagerung der österreichischen schwach- und mittelradioaktiven Abfälle zu treffen!“, kritisieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Gerade von österreichischen Politiker_innen würde man sich einen vorbildhaften Umgang mit der sensiblen Materie erwarten! Österreich muss als Anti-Atom-Land einen besonders klaren und verantwortungsvollen Umgang mit den radioaktiven Abfällen zeigen! Das Gegenteil scheint aber der Fall zu sein, wenn man meint, die radioaktiven Abfälle einfach in Seibersdorf bis zum St. Nimmerleinstag lagern zu können oder allenfalls in irgendein Endlager außerhalb Österreichs verbringen zu können.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir appellieren an die Parlamentarier_innen, die Novelle zum Strahlenschutzgesetz in dieser Form nicht einfach durchs Plenum zu winken, sondern sich ihrer Verantwortung zu stellen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: In der Reihe „atomstopp_kino“ zeigt die Localbühne Freistadt am
Mittwoch, 4. November um 19:30 Uhr den Dokumentarfilm „Into Eternity“, in dem die Konsequenzen der Lagerung der radioaktiven Abfälle für eine Million Jahre beleuchtet werden.

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12.10.15 atomstopp: Kritik an der europäischen Atomgemeinschaft wird lauter
Zeit für EURATOM-Enquete ist überreif!
Gute Chancen sieht atomstopp für seine Forderung nach einer EURATOM-Enquete im österreichischen Parlament, denn nach OÖ-SPÖ-Antiatomsprecherin Weichsler-Hauer lässt nun auch der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Neubauer mit scharfer Kritik an Österreichs Mitgliedschaft bei EURATOM aufhorchen.

„Wir begrüßen es sehr, dass gerade die oberösterreichischen Volksvertreter_innen nicht locker lassen und sich immer wieder gegen Österreichs widersinnige Mitgliedschaft bei der europäischen Atomgemeinschaft EURATOM starkmachen! Es muss uns gemeinsam gelingen, die Forderung dort hin zu tragen, wo die Zuständigkeit liegt - und das ist der österreichische Nationalrat! Der Konsens ist breit: alle Landesregierungen und auch die Oppositionsparteien im Parlament bemühen sich seit Jahren um ein ernsthaftes Überdenken der Situation. Vor allem die FPÖ kann hier auf eine lange Reihe von parlamentarischen Anfragen und Anträge verweisen, die allesamt von den Koalitionspartnern auf Bundesebene abgeschmettert oder endlos-vertagt wurden“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp und Initiatoren der Petition für eine Enquete zu EURATOM, die hier online unterstützt werden kann:
www.parlament.gv.at

„Die Zeit ist sozusagen überreif, um das sowohl rechtlich als auch inhaltlich paradoxe Faktum der österreichischen Mitgliedschaft bei der europäischen Atomgemeinschaft grundlegend zu erörtern. Eine sachlich ausgewogenen Analyse im Rahmen einer parlamentarischen Enquete stellt einen geeigneten Rahmen dar, endlich zu einer bereinigenden Position zu finden. Gerade in Zeiten höchstnotwendiger Weichenstellungen für die Energiezukunft, darf das unreflektierte Hinnehmen eines Atomfördervereins wie EURATOM nicht länger geduldet werden. Wir, als atomkritischer Staat Nummer Eins in der EU, tragen dabei eine besondere Verantwortung!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger 0680/23 93 019
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625

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08.10.15 atomstopp: Schwungvolle Unterstützung der EURATOM-Bürgerinitiative durch die oberösterreichischen Naturfreunde
Aktivist_innen begrüßen das Engagement von Landtagspräsidentin Weichsler-Hauer
Sehr erfreut zeigt sich atomstopp_oberoesterreich über die Unterstützung der Petition zur EURATOM-Enquete durch Gerda Weichlser-Hauer, 2. Landtagspräsidentin, Antiatom-Sprecherin und Präsidentin der Naturfreunde OÖ. „Es ist ein gutes Signal, dass unser Anliegen so aktiv mitgetragen wird!“, so die Sprecher der Initiative Roland Egger und Gabriele Schweiger. „Dass solid aufgestellte Organisationen wie die Naturfreunde für die Unterzeichnung unserer Petition werben, lässt hoffen, endlich eine angemessene, offene und letztlich zielführende Diskussion auf höchster Ebene im österreichischen Parlament einleiten zu können!“

Der von atomstopp initiierten Petition kann online unter http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00082/index.shtml#tab-Zustimmungserklaerungen
Zustimmung erteilt werden. „Jede zusätzliche Stimme ist ein Stück mehr des Ausdrucks der Dringlichkeit, Österreichs Mitgliedschaft beim Atom-Förderverein EURATOM gründlich zu hinterfragen - und endlich zu lösen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019
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01.10.15 atomstopp: Parlamentarische Bürgerinitiative zu EURATOM kann ONLINE unterstützt werden!
Die ersten 100 Unterschriften sind bereits abgegeben worden!
Die von allen Parteien im OÖ Landtag mitgetragene Parlamentarische Bürgerinitiative zur Abhaltung einer Enquete zur Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM kann nach erfolgreichem Einbringen nun auch ONLINE unterstützt werden, und zwar unter dem Link:

Bürgerinitiative zu EURATOM

„Wir freuen uns, dass nach den mehr als 600 Unterschriften auf Papier, mit denen die Petition erfolgreich im Parlament eingebracht werden konnte, nun auch ONLINE bereits mehr als 100 weitere Zustimmungserklärungen abgegeben wurden!“, so die Initiatoren der Bürgerinitiative Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Hintergrund der Parlamentarischen Bürgerinitiative ist die umstrittene Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM und deren Folgen für die überwältigende Antiatom-Haltung der Bevölkerung. Österreich bekennt sich per Verfassung zu einem Verbot jedweder Nutzung der Atomkraft. Dennoch ist Österreich Mitglied bei EURATOM und jede_r Österreicher_in stützt deswegen zwangsweise mit Steuergeld die europäische Atomindustrie.

„Aus unserer Sicht ist das ein untragbarer Zustand: Bei der Enquete sollen endlich klar aufgezeigt werden, wer weiter, und mit welcher Rechtfertigung, für einen Verbleib Österreichs bei einem Atomförderverein wie EURATOM ist und wer unser Anliegen eines Ausstiegs aus EURATOM unterstützt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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05.08.15 atomstopp: Atomkraft – ein Kind des Krieges
70 Jahre Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki – Gedenkfeier am 6. August in Wien
Am Donnerstag, 6. August, wird am Wiener Stephansplatz dem 70sten Jahrestag der Atombomben-Abwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki gedacht. „atomstopp_oberoesterreich wird bei der Gedenkfeier mit dabei sein, denn für uns ist klar: Atomkraft, auch die sogenannte „friedliche“ Nutzung ist ein Kind des Krieges, das seine Herkunft nicht verleugnen kann, zu ähnlich sind die Vorgangsweisen und Auswirkungen auf Land und Menschen!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Ausgerüstet mit Ton-Aufnahmegeräten werden wir versuchen, die Stimmung bei der Gedenkfeier einzufangen, Interviews mit Organisator_innen und Teilnehmer_innen für unsere nächste Radiosendung im Freien Radio Freistadt zu sammeln.

atomstopp, das monatliche Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg im August wird also eine Sendung über die Ursprünge der Atomkraft – und die liegen tief verankert im Militärischen. AKW sind umgemünzte Munitionsfabriken. Viele der Atomstaaten hatten ihr Atomprogramm nur wegen der Waffenproduktion, wegen dem Streben nach der Atombombe gestartet. Was in jedem Fall davon bis heute übrigbleibt, ist der Machtfaktor - und die latente, unberechenbare Gefahr der Zerstörung!“, so Schweiger und Egger weiter.

„Die Gelegenheit, Schulter an Schulter mit der Friedensbewegung gegen den atomaren Wahnsinn zu kämpften, ist enorm wichtig, denn die beiden Auswüchse, die militärische und die zivile Nutzung der Atomkraft, sind zwei Seiten ein und derselben Münze!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019

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30.07.15 atomstopp: Seit einem Jahr - Live on AIR im Freien Radio Freistadt und im Internet
Monatliches Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg liefert Hintergrundberichte und spannende Reportagen
Image637 „Wir wollen uns an dieser Stelle herzlich bei der Sendeleitung des Freien Radio Freistadt für die Gelegenheit bedanken, monatlich über diesen Kanal zum europaweiten Atomausstieg informieren zu können! Mit viel Geduld und sicherem Gespür haben sie uns für das Medium „Radio“ begeistert, sodass unser „atomstopp_“-Magazin, das wir eigenständig gestalten dürfen, auch für uns persönlich eine große Bereicherung geworden ist!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

atomstopp - das monatliche Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg - wird live jeden 4. Dienstag im Monat gesendet, und zwar um 17 Uhr und wiederholt am darauffolgenden Freitag um 10 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr, auf den Frequenzen 103,1 Hz und 107,1 Hz, sowie im Stream auf www.frf.at.

Alle bisherigen Sendungen sind auch im Internet-unter der Adresse https://cba.fro.at/series/atomstopp abrufbar.

„In der letzten Sendung haben wir eine Reportage aus Pacejov/Manovice gestaltet. Die Gemeinden wehren sich seit 2003 mit aller Kraft gegen die Errichtung eines atomaren Endlagers. Allsommerlich findet deswegen auch ein Protestmarsch statt, an dem Vertreter_innen von atomstopp bereits das vierte Mal teilnahmen. Bürgermeister, NGO-Vertreter_innen, Bürger_innen, Aktivist_innen kommen in der Reportage zu Wort. Für uns ist klar: Wir werden die Gemeinden in ihrem Widerstand nicht allein lassen: Pacejov/Manovice ist in knapp 2,5 Stunden von Freistadt aus erreichbar – vergleichbar also etwa mit Wien oder Bad Aussee. Zu nahe also, um einfach wegzuschauen.“, so Schweiger und Egger abschließend.

Eine Auswahl der Themen der bisherigen Sendungen: Atomhaftung, EURATOM, Tipps zum Energiesparen, Briefe an das Christkind, Status der Atomindustrie europaweit, Rückblick auf die Nuclear Energy Conference 2015, Reportagen von Reisen nach Brüssel und Pacejov/Manovice

Fotos von der Aktion unter: http://atomkraftfrei-leben.at/gallery.php
Fotobeschreibung: Roland Egger (atomstopp) interviewt Edvard Sequens (CALLA), Übersetzung durch Bernhard Riepl (Sonne und Freiheit)

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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16.07.15 atomstopp: Unterstützung für tschechische Gemeinde Manovice gegen atomares Endlager
Bereits seit 11 Jahren allsommerliche Protestaktion – heuer am Samstag, 18. Juli
Auch heuer wird sich atomstopp wieder an der Protestaktion gegen ein atomares Endlager in der tschechischen Gemeinde Manovice beteiligen und sich gemeinsam mit Aktivist_innen aus Tschechien und Deutschland zu Fuß und auf dem Fahrrad von Pacejov nach Manovice aufmachen!

„Bereits seit 11 Jahren organisiert der tschechische Verein „Atomabfall Nein danke, kein Interesse!“ diese allsommerliche Protestaktion. Für die Vertreter_innen von atomstopp ist es fast schon Tradition, die tschechischen Aktivist_innen in ihrem Widerstand gegen das Endlager zu unterstützen und sich an der Protestaktion zu beteiligen! Wir sind heuer das vierte Mal mit dabei, wenn es darum geht, aufzuzeigen, dass der atomare Irrsinn schwer auf den Rücken von kommenden Generationen gelastet, die Frage der Haftung für Endlager, die für eine Million Jahre sicher sein müssen, völlig außer Acht gelassen wird.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Start der Protestaktion: Samstag, 18. Juli – 13:30 Uhr beim Bahnhof in Pacejov
Protestaktion: zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Manovice (ca. 5 km)
Abschluss der Protestaktion: Drachenwiese in Manovice mit Rede- und Musikbeiträgen

Manovice ist einer von fünf möglichen Standorten in der engeren Auswahl für ein atomares Endlager in der Tschechischen Republik. Der Widerstand gegen die Endlager ist generell sehr groß und die Atomindustrie tut sich schwer, die Leute von der Sicherheit der Endlagerung zu überzeugen.

„Aus unserer Sicht ist es unmöglich, zu garantieren, dass der radioaktive Abfall eine Million Jahre sicher verwahrt werden kann. Das ist aber die Voraussetzung, wenn man von einer sicheren Endlagerung spricht! Die Frage der atomaren Haftung ist auch schon im Katastrophenfall unverantwortlich gering: nicht einmal 1% eines potenziellen Schadens ist aktuell durch den Betreiber versichert. Wer bitte, soll die Haftung für Schäden übernehmen, die in 500 Jahren auftreten oder in 2.000 Jahren oder in 20.000 Jahren oder 500.000 Jahren, weil die Endlager doch nicht sicher sind? Es ist völlig absurd und der einzig logische Schritt ist: RAUS aus der ATOMKRAFT, alle Anstrengungen müssen ab sofort in die Sicherung der bereits angerichteten Probleme gelenkt werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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03.07.15 atomstopp: Mit parlamentarischer Bürgerinitiative zu EURATOM bei Nationalratspräsidentin Doris Bures
Übergabe der Bürgerinitiative am Dienstag, 7. Juli um 12 Uhr im Parlament in Wien
„Wir freuen uns, dass Nationalratspräsidentin Doris Bures unsere parlamentarische Bürgerinitiative zu EURATOM am Dienstag, dem 7. Juli um 12 Uhr im Parlament in Wien entgegen nehmen und damit der weiteren parlamentarischen Behandlung zuführen wird. In Oberösterreich wurde diese Bürgerinitiative besonders prominent durch alle im Landtag vertretenen Parteien unterstützt. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer (SPÖ), Landtagspräsident Adalbert Cramer (FPÖ), Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Landtagsabgeordnete Eva Maria Gattringer (ÖVP) beteiligten sich zum Start der Bürgerinitiative sogar persönlich beim Sammeln der Unterschriften!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Mit der parlamentarischen Bürgerinitiative wollen wir eine Enquete zur Frage der weiteren Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM erreichen. Österreich bekennt sich per Verfassung zu einem Verbot jedweder Nutzung der Atomkraft. Dennoch ist Österreich Mitglied bei EURATOM. Die aktuelle Genehmigung von Subventionen für das britische AKW-Projekt Hinkley Point C rechtfertigt die EU-Kommission mit EURATOM und dem Ziel des Ausbaues der Atomkraft auch als gemeinsames Ziel der Europäischen Union. Das zeigt klar auf, dass Österreich mit seiner Mitgliedschaft die Atomkraft stützt - und das gewiss gegen den Willen einer überwältigenden Mehrheit der österreichischen Bevölkerung!“, so Egger und Schweiger weiter.

In einer Enquete soll über den Ausstieg Österreichs aus dem Atomförderverein EURATOM als logischen Schritt diskutiert werden. „Diese parlamentarische Bürgerinitiative zu EURATOM ist ein weiterer Baustein, die Diskussion rund um EURATOM anzuregen und Klarheit über den Sinn und Zweck der österreichischen Mitgliedschaft bei diesem Atomförderverein zu erreichen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: Journalist_innen, die bei der Übergabe der Bürgerinitiative dabei sein möchten, setzen sich bitte mit den Aussendern in Verbindung.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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23.06.15 atomstopp: Hinkley Point C-Klage vor Europäischem Gericht ist Nagelprobe für Atomfördervertrag EURATOM und Österreichs Mitgliedschaft
Österreichische Bundesregierung braucht einen Plan B
„Die heutige Ankündigung, dass in den nächsten Tagen von der österreichischen Bundesregierung Klage gegen die Entscheidung der EU-Kommission milliardenschwere Beihilfen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zu erlauben, eingebracht wird, wird mit Freude registriert! Unfassbar ist in jedem Fall, dass der EURATOM-Vertrag für die EU-Kommission als Begründung herhalten und möglicherweise jede Wettbewerbsverzerrung schlagen wird. Es ist unfassbar, dass der Atomfördervertrag aus den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts bei einer Entscheidung der EU-Kommission im 21. Jahrhundert noch eine Bedeutung hat!“, zeigen Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

„Die österreichische Bundesregierung wird nun Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Gericht einbringen! Und das ist gut so. Wir erwarten uns aber, dass Österreich aber auch einen Plan B ausarbeitet, wenn die Klage wegen EURATOM abgewiesen wird: Jede_r Österreicher_in muss mit ihren_seinen Steuergeldern den atomaren Irrsinn mitfinanzieren. Ein Ausstieg Österreichs aus EURATOM ist mehr denn je gerechtfertigt!“, so Egger und Schweiger, die darauf hinweisen, dass genügend Unterschriften für eine Parlamentarische Bürgerinitiative zum weiteren Verbleib Österreichs bei EURATOM gesammelt wurden und bereits um einen Termin zur persönlichen Übergabe der Unterschriften bei Nationalratspräsidentin Doris Bures angesucht wurde.

Anmerkung: Passagen mit EURATOM-Bezug aus dem Beschluss der EU-Kommission im Amtsblatt der Europäischen Union zur Genehmigung der Atomsubventionen für Hinkley Point-C - siehe unten.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

(369) Die Kommission räumte jedoch ein, dass die Maßnahme mit dem Euratom-Vertrag in Einklang stehe.

(370) Wie die Kommission in vorangegangenen Entscheidungen ( 1 ) anerkannt hat, ist es Ziel des Euratom-Vertrags, die „Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie, um umfangreiche Energiequellen bereitzustellen“, zu schaffen. Dieses Ziel wird in Artikel 1 des Euratom-Vertrags aufgegriffen, wonach „es Aufgabe der Gemeinschaft ist, durch die Schaffung der für die schnelle Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen für die Hebung der Lebenshaltung in den Mitgliedstaaten (…) beizutragen“.

(371) Auf dieser Grundlage wird durch den Euratom-Vertrag die Europäische Atomgemeinschaft gegründet, der die notwendigen Instrumente und Aufgaben zugewiesen wurden, um diese Ziele zu erreichen. Die Kommission muss gewährleisten, dass die Bestimmungen dieses Vertrags angewandt werden.

(372) In Artikel 2 Buchstabe c Euratom-Vertrag heißt es, die Mitgliedstaaten hätten „die Investitionen zu erleichtern und, insbesondere durch Förderung der Initiative der Unternehmen, die Schaffung der wesentlichen Anlagen sicherzustellen, die für die Entwicklung der Kernenergie in der Gemeinschaft notwendig sind“. Artikel 40 des Vertrags bestimmt, dass die Gemeinschaft hinweisende Programme veröffentlichen soll, um „Investitionen anzuregen“, „insbesondere hinsichtlich der Ziele für die Erzeugung“.

(373) Nach Einschätzung der Kommission, der insbesondere Kapazitätsprognosen und die Rolle, die die Stromversorgung durch das Kraftwerk HPC nach Aufnahme des Betriebs spielen wird, zugrunde liegen, trägt die Maßnahme zu langfristiger Versorgungssicherheit bei.

(374) Die Kommission kommt somit zu dem Ergebnis, dass auf die Förderung der Kernkraft ausgerichtete Beihilfemaßnahmen ein Ziel von gemeinsamem Interesse verfolgen und gleichzeitig einen Beitrag zu Zielen Diversifizierung und Versorgungssicherheit leisten können.

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16.06.15 atomstopp: Erfolgreich Unterschriften für parlamentarische Bürgerinitiative zu EURATOM gesammelt
Hinkley Point-C Subventionen werden mit Atomförderverein EURATOM gerechtfertigt, bei dem Österreich Mitglied ist
„Wir freuen uns, dass wir nun die nötigen Unterschriften für eine parlamentarische Bürgerinitiative zu EURATOM beisammen haben! In Oberösterreich wurde diese Bürgerinitiative besonders prominent durch alle im Landtag vertretenen Parteien unterstützt. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer (SPÖ), Landtagspräsident Adalbert Cramer (FPÖ), Landesrat Rudi Anschober (Grüne) und Landtagsabgeordnete Eva Maria Gattringer (ÖVP) beteiligten sich auch aktiv am Sammeln der Unterschriften!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

650 Unterschriften wurden bei diversen Informationsständen insgesamt gesammelt, die letzten gestern anlässlich des Tages des Windes am Linzer Taubenmarkt.

Die Unterschriften werden bei einem persönlichen Termin an Nationalratspräsidentin Doris Bures übergeben. Die Terminanfrage erfolgte bereits.

„Mit der parlamentarischen Bürgerinitiative wollen wir eine Enquete zur Frage der weiteren Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM erreichen. Österreich bekennt sich per Verfassung zu einem Verbot jedweder Nutzung der Atomkraft. Dennoch ist Österreich Mitglied bei EURATOM. Die aktuelle Genehmigung von Subventionen für das britische AKW-Projekt Hinkley Point C rechtfertigt die EU-Kommission mit EURATOM und dem Ziel des Ausbaues der Atomkraft auch als gemeinsames Ziel der Europäischen Union. Das zeigt klar auf, dass Österreich mit seiner Mitgliedschaft die Atomkraft stützt - und das gewiss gegen den Willen einer überwältigenden Mehrheit der österreichischen Bevölkerung!“, so Egger und Schweiger weiter.

In der Enquete soll über den Ausstieg Österreichs aus dem Atomförderverein EURATOM als logischen Schritt diskutiert werden. „Wir erwarten uns, dass im Herbst 2015 diese Enquete zu EURATOM stattfinden wird.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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12.06.15 atomstopp: Windkraft als Verbündete gegen die Weiterherrschaft von EURATOM
Tag des Windes - Infostand am Montag, 15. Juni 2015 am Linzer Taubenmarkt
Während die Windkraft in Europa, trotz bewusst geschürter Skepsis und entsprechender Bremsfaktoren in ihrer raschen Marktentwicklung vorbildliche Bilanzen legen kann, steht die Atomindustrie in Europa mit dem Rücken zur Wand - und wäre ohne EURATOM wohl längst von der Bildfläche verschwunden.

„Mit viel Finanzakrobatik und politischer Protektion via EURATOM wird versucht, die Füße am Boden behalten zu können. So gut wie alle laufenden AKW kämpfen jedoch mit altersbedingten Schwächen und Risiken, deren Kosten noch nicht absehbare Konsequenzen haben werden. Die beiden im Bau befindlichen Anlagen in Frankreich und Finnland zeigen mit den völlig überzogenen Kosten- und Bauzeitüberschreitungen ein düsteres Bild ihrer zukünftigen Wirtschaftlichkeit. Und für Neubauten wie in Großbritannien oder Tschechien lassen die Kalkulationen erst recht erkennen: ohne direkte Subventionen und jahrzehntelange Preisstützungen kann kein AKW gebaut werden!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Den Grund, warum eine wirtschaftlich nicht marktfähige Industrie dennoch weiter bestehen kann, sehen Egger und Schweiger zweifelsfrei im EURATOM-Vertrag. „EURATOM schafft seit bald 60 Jahren einen geschützten Wirtschaftsbereich für die Atomindustrie. Umso mehr ist es heute, im selben Jahr, wo Österreich gegen die skandalöse Hinkley Point-Entscheidung Klage einbringen wird, höchst an der Zeit, die österreichische Mitgliedschaft bei EURATOM zu hinterfragen! Wir fordern eine Parlamentarische Enquete zu diesem Thema. Wer sich beteiligen will, kann am 15. Juni von 12:00-17:00h mit seiner Unterschrift am Taubenmarkt die Petition unterstützen! Sobald die nötigen Unterschriften beisammen sind, wird die Petition im Nationalrat eingereicht!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger 0680/23 93 019
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625




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28.05.15 Antiatom Organisationen OÖ: Atomausbau in Tschechien völlig unrealistisch!
Präsentationen und Videostreams der Nuclear Energy Conference NEC 2015 vom 19. Mai in Linz ONLINE!
„Das Rauschen im Blätterwald aufgrund einer fantasievollen Bemerkung zum Ausbau der Atomkraft des tschechischen Premierministers Bohuslav Sobotka erreichte in den letzten Tagen ungeahnte Sturmmeldungen. Mit großer Verwunderung wird das zur Kenntnis genommen. Vor einem Jahr wurde in der Tschechischen Republik der geplante Ausbau um zwei Reaktoren am Standort Temelin wegen UNFINANZIERBARKEIT abgesagt. Wie sollen nun – ein Jahr später – VIER Atomreaktoren in der Tschechischen Republik finanzierbar sein? Diese Frage stellt sich manchen Weltuntergangspropheten offenbar gar nicht und das ist einigermaßen bedauerlich.“, so die Sprecher der oberösterreichischen Antiatom Organisation atomstopp_atomkraftfrei leben!, Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

Von diesen oberösterreichischen Antiatom-Organisationen wurde vor einer Woche eine international besetzte Konferenz in Linz ausgerichtet, bei der ein utopisch/realistischer Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft Europas ohne Atomkraft geworfen wurde. Ausgewiesene Expert_innen aus der Schweiz, aus Frankreich, aus Deutschland, aus Tschechien, aus Österreich, aus Polen und aus Großbritannien zeichneten dabei Wege aus der atomaren Sackgasse auf.
„140 Teilnehmer_innen aus 12 Nationen haben sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, aus erster Hand Informationen von Antiatom-Aktivist_innen zu erhalten und Anregungen zu bekommen, damit aus der Utopie eines atomkraftfreien Europas Realität wird.“, so die Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Präsentationen und Videostreams der Veranstaltung sind auf www.nec2015.eu abrufbar.

Weitere Informationen:
Roland Egger atomstopp_atomkraftfrei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Mütter gegen Atomgefahr Freistadt +43 680 33 33 625
Manfred Doppler Anti Atom Komitee +43 664 450 50 15

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17.05.15 Anti Atom Organisationen OÖ: Nuclear Energy Conference in Linz am Dienstag, 19. Mai ab 9:30 Uhr
Presselounge um 12:30 Uhr – Redoutensäle, Promenadenhof sowie Bildreihe der oberösterreichischen Malerin Birgit Schweiger
„Wir freuen uns, am kommenden Dienstag bei der Nuclear Energy Conference in Linz, Anti Atom Engagierte aus 12 Nationen begrüßen zu dürfen! Der europaweite Atomausstieg und ausgewählte Länderperspektiven werden an diesem Tag im zentralen Blickpunkt liegen! Ausgewiesene Energie-Expert_innen aus Polen, Tschechien, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz werden ihre Sicht zum Atomausstieg darlegen!“, so die Organisatoren der Nuclear Energy Conference die Anti Atom Organisationen Oberösterreichs, atomstopp_atomkraftfrei leben!, das Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

Um 12:30 Uhr wird es für Medienvertreter_innen als Abschluss des Vormittagsblocks der Konferenz die Möglichkeit geben, Interviews mit den Referent_innen zu führen.

Als besonderes Highlight: Die oberösterreichische Malerin Birgit Schweiger setzt eine ganz besondere Bildreihe ins Blickfeld der Konferenz: YENERGY – das ergibt sich aus Youth und Energy. Die Künstlerin reflektiert in diesem Zyklus die Beziehung junger Menschen zu Objekten erneuerbarer Energien, in all ihren Erscheinungsformen, ihren Möglichkeiten: majestätisch, bedrohlich... oder auch hässlich? – und schön? Die Ausstellung bleibt im Foyer der Redoutensäle noch bis 22. Mai. weitere Informationen https://sites.google.com/site/biiirgitschweiger/yenergy-2013

Weitere Informationen:
Roland Egger atomstopp_atomkraftfrei leben! +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger Mütter gegen Atomgefahr Freistadt +43 680 33 33 625
Manfred Doppler Anti Atom Komitee +43 664 450 50 15

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12.05.15 Antiatom Organisationen OÖ: Nuclear Energy Conference 2015 in Linz im Zeichen des europäischen Atomausstiegs
Dienstag, 19. Mai, Redoutensäle, Promenadenhof, Linz – ab 9:30 Uhr
„Mehr als 150 Teilnehmer_innen der diesjährigen Nuclear Energy Conference in Linz können sich auf hochkarätige Expert_innen freuen, die einen Blick in eine europäische Zukunft ohne Atomkraft werfen werden!“, so die Organisatoren der Konferenz, die oberösterreichischen Antiatom Organisationen atomstopp_atomkraftfrei leben, Anti Atom Komitee und Mütter gegen Atomgefahr Freistadt.

Am 19. Mai 2015 wird die Nuclear Energy Conference in den Linzer Redoutensälen auf der Promenade über die Bühne gehen wird. Teilnehmer_innen aus vielen europäischen Ländern werden anreisen, um sich die elementare Frage, wie die Energiezukunft Europas ohne Atomkraft gestaltet wird, von hochkarätigen Expert_innen aus Deutschland, England, Frankreich, Tschechien, Polen und der Schweiz aus der jeweiligen Perspektive der verschieden Länder analysieren zu lassen.

Die international besetzte Konferenz ist eine Folge-Veranstaltung der Nuclear Energy Conference 2014 in Prag, bei der es um die wirtschaftlichen Grenzen der Atomenergie ging.

„Unter dem Titel: Europa ohne Atomkraft. Wie schaut die Energiezukunft Europas aus? werden wir einen utopisch/realistischen Blick auf bereits erfolgte, auf die möglichen und auf die nötigen Schritte für einen europäischen Atomausstieg wagen, auf Szenarien also, die zu einer gelingenden, atomkraftfreien Energieversorgung in Europa führen.“, so die Veranstalter der Konferenz.

Die Informationen im Detail:

Als Keynote-Speaker für die Konferenz konnte Franz Alt, Solarpionier, Sachbuchautor und Journalist, gewonnen werden. Er wird zum Thema „Auf der Sonnenseite: Wie uns die Energiewende zu Gewinnern macht, referieren.

Landesrat Rudi Anschober wird sich angesichts der laufenden Diskussion um die Subventionierung des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C, seine These erörtern: Das Ende für die Atomsubventionen wird den europaweiten Atomausstieg einleiten.

Patricia Lorenz, langjährige Antiatom-Aktivistin bei GLOBAL 2000 und Friends of the Earth Europe präsentiert die Studie „2030 – Europa ohne Atomkraft“.

Der Franzose Yves Marignac (WISE Paris) wird auf die Frage eingehen, wie die Atomnation Nr. 1 aus seiner atomaren Sackgasse herausfinden kann.

Der Brite Antony Froggatt (Mitautor des jährlichen erscheinenden World Nuclear Industry Status Reports) wird aufzeigen, ob Großbritannien überhaupt neue Atomreaktoren braucht.

Der Tscheche Edvard Sequens vom Verein CALLA erläutert die Versäumnisse in der tschechischen Energiepolitik.

Claudia Kunz, Referentin für Energiewirtschaft bei der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (Berlin) zeigt, wie sich der deutsche Atomausstieg gestalten wird und einen Blick auf die Zeit danach werfen.

Sabine von Stockar von der Schweizerischen Energiestiftung verfolgt die Vision des Schweizerischen Atomausstiegs und wird näher darauf eingehen, welche Schritte die Schweiz politisch, rechtlich und investitionstechnisch nehmen müsste, damit der Atomausstieg gelingt.

Dariusz Swzed aus Polen schließlich wird sich dem Aspekt der Energiedemokratisierung in Polen widmen und politische, soziale und ökonomische Aspekte näher erläutern.

Weitere Informationen:
Roland Egger – atomstopp_atomkraftfrei leben! – 0680 23 93 019
Gabriele Schweiger – Mütter gegen Atomgefahr Freistadt – 0680 33 33 625
Manfred Doppler – Anti Atom Komitee – 0664 450 50 15

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05.05.15 Nuclear Energy Conference 2015
Linz ist am 19. Mai Treffpunkt internationaler Energie-Expert_innen
"Europa ohne Atomkraft. Wie schaut die Energiezukunft Europas aus?" Unter diesem utopisch/realistischen Titel wird im Rahmen der Nuclear Energy Conference 2015, am 19. Mai in den Linzer Redoutensälen ein Blick in die nahe Zukunft einer gesicherten und nachhaltigen europäischen Energieversorgung gewagt. Welche Entwicklungen stehen Europa ins Haus, um dieser elementaren Anforderung gerecht werden zu können? Welche Szenarien gibt es für ausgewählte Länder?

Nach einem Impulsreferat von Solarpionier und Sachbuchautor Franz Alt „Auf der Sonnenseite - Wie uns die Energiewende zu Gewinnern macht“ wird eine hochkarätig besetzte Riege an Expert_innen aus Frankreich, Großbritannien, Polen, Deutschland, Tschechien und der Schweiz über die notwendigen Schritte berichten, dass ein Europa ohne Atomkraft keine bloße Utopie bleibt, sondern Realität wird!

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, jedoch wird auf Grund des begrenzten Platzangebots um Anmeldung bis 11. Mai ersucht unter office@anti.atom.at.

Nähere Informationen zum Programmablauf sowie zu den Referent_innen sind zu finden auf www.nec2015.eu. Die Veranstalter der Konferenz sind die oberösterreichischen Antiatomorganisationen atomstopp_atomkraftfrei leben!, das Anti Atom Komitee sowie die Mütter gegen Atomgefahr.

Für Rückfragen:
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625
Roland Egger 0680 23 93 019
Manfred Doppler 0664 450 50 15


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28.04.15 atomstopp: Hinkley Point C-Entscheidung im Schutze des Atomfördervertrags EURATOM
Österreichische Bundesregierung braucht einen Plan B
„Die heutige Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union zum Beschluss der EU-Kommission millardenschwere Beihilfen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zu erlauben, zeigt deutlich, dass der EURATOM-Vertrag als Begründung herhalten und möglicherweise jede Wettbewerbsverzerrung schlagen wird. Es ist unfassbar, dass der Atomfördervertrag aus den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts bei einer Entscheidung der EU-Kommission im 21. Jahrhundert noch eine Bedeutung hat!“, zeigen Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

„All jenen, die glauben Österreich als erklärtes Antiatom-Land hätte einen Einfluss bei einem Atomförderverein wie EURATOM müssen zumindest heute zugeben, dass die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM von Anfang an ein Fehler war: EURATOM fördert die Atomindustrie, EURATOM schützt die Atomindustrie und somit ist EURATOM ein Sicherheitsrisiko!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Die österreichische Bundesregierung wird nun Klage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission vor dem Europäischen Gericht einbringen können. Wir erwarten uns, dass sie das auch unverzüglich tun wird! Gleichzeitig braucht Österreich aber auch einen Plan B, wenn die Klage wegen EURATOM abgewiesen wird: Jede_r Österreicher_in darf mit ihren_seinen Steuergeldern den atomaren Irrsinn mitfinanzieren. Ein Ausstieg Österreichs aus EURATOM ist mehr denn je gerechtfertigt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: Passagen mit EURATOM-Bezug aus dem heute veröffentlichen Beschluss der EU-Kommission im Amtsblatt der Europäischen Union – siehe unten.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625




(369) Die Kommission räumte jedoch ein, dass die Maßnahme mit dem Euratom-Vertrag in Einklang stehe.

(370) Wie die Kommission in vorangegangenen Entscheidungen ( 1 ) anerkannt hat, ist es Ziel des Euratom-Vertrags, die „Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernindustrie, um umfangreiche Energiequellen bereitzustellen“, zu schaffen. Dieses Ziel wird in Artikel 1 des Euratom-Vertrags aufgegriffen, wonach „es Aufgabe der Gemeinschaft ist, durch die Schaffung der für die schnelle Bildung und Entwicklung von Kernindustrien erforderlichen Voraussetzungen für die Hebung der Lebenshaltung in den Mitgliedstaaten (…) beizutragen“.

(371) Auf dieser Grundlage wird durch den Euratom-Vertrag die Europäische Atomgemeinschaft gegründet, der die notwendigen Instrumente und Aufgaben zugewiesen wurden, um diese Ziele zu erreichen. Die Kommission muss gewährleisten, dass die Bestimmungen dieses Vertrags angewandt werden.

(372) In Artikel 2 Buchstabe c Euratom-Vertrag heißt es, die Mitgliedstaaten hätten „die Investitionen zu erleichtern und, insbesondere durch Förderung der Initiative der Unternehmen, die Schaffung der wesentlichen Anlagen sicherzustellen, die für die Entwicklung der Kernenergie in der Gemeinschaft notwendig sind“. Artikel 40 des Vertrags bestimmt, dass die Gemeinschaft hinweisende Programme veröffentlichen soll, um „Investitionen anzuregen“, „insbesondere hinsichtlich der Ziele für die Erzeugung“.

(373) Nach Einschätzung der Kommission, der insbesondere Kapazitätsprognosen und die Rolle, die die Stromversorgung durch das Kraftwerk HPC nach Aufnahme des Betriebs spielen wird, zugrunde liegen, trägt die Maßnahme zu langfristiger Versorgungssicherheit bei.

(374) Die Kommission kommt somit zu dem Ergebnis, dass auf die Förderung der Kernkraft ausgerichtete Beihilfemaßnahmen ein Ziel von gemeinsamem Interesse verfolgen und gleichzeitig einen Beitrag zu Zielen Diversifizierung und Versorgungssicherheit leisten können.

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20.04.15 atomstopp: Tschernobyl mahnt – Infostand am 23. April am Linzer Taubenmarkt
Mit britischem Hinkley Point C soll der Atomwahn in die Zukunft verlängert werden
„Jahrzehnte nach der Katastrophe von Tschernobyl kann noch immer nicht davon gesprochen werden, die Auswirkungen im Griff zu haben. Noch immer wird an Sicherungsmaßnahme getüftelt, noch immer sind weite Gebiete nicht mehr nutzbar – und werden es auch in Zukunft bleiben! Erkenntnisse genug, um dieser Industrie schleunigst ein geordnetes Ende zu setzen - sollte man meinen.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger von atomstopp_oberoesterreich. Doch die Europäische Kommission tut das genaue Gegenteil und versucht mit der Entscheidung für Atomsubventionen den Atomwahn in die ohnehin schon schwer atomgeschädigte Zukunft hinüberzuretten.

„Das spricht gegen jede menschliche Vernunft. Wir nehmen daher den Tschernobyl-Gedenktag zum Anlass und werden am Linzer Taubenmarkt am Donnerstag, 23. April 2015 einen Infostand anbieten. Mit einer im Frühjahr gestarteten Petition für eine parlamentarische Enquete wollen wir dem Grundübel an die Wurzeln gehen, warum eine Entscheidung für Atomsubventionen wie für Großbritannien im einundzwanzigsten Jahrhundert in Europa überhaupt noch möglich ist. Die Rechtfertigung dafür liegt nämlich im EURATOM-Vertrag, der für die Atomindustrie seit den Fünzigerjahren des vorigen Jahrhunderts einen geschützten Wirtschaftsbereich sicherstellt!“, erörtern Egger und Schweiger.

„EURATOM hat ausgedient, aus ökonomischen, ökologischen, vor allem aber aus moralischen Gründen. Eine weitere Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM ist verwerflich und scheint umso absurder, als die Bundesregierung nun mit rechtlichen Mitteln gegen die Hinkley Point Entscheidung vorgehen muss, um dem Standpunkt der Österreicher_innen zur Förderung von Atomenergie gerecht zu werden! Eine bizarre Situation, die aber auch die bereinigende Chance einer Beendigung in sich trägt. Mit der Parlamentarischen Enquete zur Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM wollen wir erreichen, dass auch die letzten Scheinargumente für einen Verbleib Österreichs in der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM erörtet und ausgeräumt werden. Dem atomkraftfreien Österreich steht es gut an, als erster Staat der EU den Schritt heraus aus der vertraglich verbrieften Atomzukunft für Europa zu wagen – andere werden folgen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625


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16.04.15 atomstopp: Sechzig Läufer_innen beim diesjährigen Linz-Marathon – am Start für atomstopp!
Besinnung zur EURATOM-Mitgliedschaft Österreichs gefragt!
„Sechzig Läuferinnen und Läufer sind es heuer, die beim Linz-Marathon für atomstopp starten – und damit für eine klares Ziel, nämlich ein atomkraftfreies Europa! Gerade nach der skandalösen Entscheidung der EU-Kommission, astronomische Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zuzulassen ist es dringend an der Zeit, dass Österreich sich mit seiner unseligen Mitgliedschaft bei EURATOM auseinander setzt! Denn genau auf diesen Vertrag der Europäischen Atomgemeinschaft beruft sich die Kommission als Rechtfertigung für ihre Entscheidung! Österreich klagt nun gegen dieser Aushebelung des Wettbewerbsrechts und das ist gut so. Aber Österreich wird sich auch fragen lassen müssen, warum es dann noch Mitglied bleiben will bei einem Atomförderverein der solchen Entwicklungen provoziert!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger von atomstopp_oberoesterreich.


”Wir fordern von den österreichischen Politiker_innen, im wahrsten Sinn des Wortes sich zu besinnen: Wer für EURATOM und die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM ist, fördert direkt und indirekt die Atomkraft in Europa. Und um diese Besinnung zu ermöglichen, hat atomstopp eine Petition für eine parlamentarische Enquete zum Thema gestartet – möglicherweise eine gute Gelegenheit, um endlich alle Vorbehalte gegen einen Ausstieg Österreichs aus EURATOM gründlich aufzuarbeiten und zu zerstreuen. Um diese Petition zu unterstützen werden die sechzig Läufer_innen in ihren gelben Dressen und mit atomstopp_Fahnen am Sonntag ein kräftiges Zeichen setzen! “, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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07.04.15 atomstopp: Weitere Mängel auf AKW-Baustelle Flamanville in Frankreich bekanntgeworden
Großbritannien sollte seine Atompläne fallen lassen!
Das im Bau befindliche AKW Flamanville in Frankreich weist nach Erkenntnis der französischen Atomaufsichtsbehörde gravierende Mängel in relevanten Material-Komponenten wie dem Reaktordruckbehälter auf. „Es ist ernüchternd, aber nicht ganz unerwartet, dass im Vorzeigeprojekt Flamanville ständig was daneben gehen muss – schließlich handelt es sich um ein wahres Hals-über-Kopf-Unternehmen, das einzig dem Zweck dienen soll, das ramponierte Image der französischen Atomindustrie aufzupolieren. Aber genau das geht seit Anbeginn schief!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger in einer ersten Reaktion auf die heute bekannt gewordenen Schäden auf der nordfranzösischen AKW-Baustelle.

„Zu hoch fällt schon die bisherige Kostenexplosion aus, als dass noch an Qualitätsarbeit geglaubt werden kann. Und auch die jahrelangen Zeitverzögerungen sprechen die deutliche Sprache der Unzuverlässlichkeit!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Besonders der britische Premier Cameron sei gewarnt, denn genau dieses Modell eines EPR ist das auserwählte Wunschobjekt der Regierung für den Neubau im AKW Hinkley Point C im englischen Südwesten. Dafür auch noch Steuergelder in geradezu dreister Höhe zu garantieren, lässt Fragen auftauchen, wer denn hier - und vor allem warum! - zum Nutznießer der britischen Steuerpolitik gemacht werden soll! Es ist sehr gut, dass die österreichische Bundesregierung, gefolgt von Luxemburg und mehreren europäischen Energieversorgern gegen wettbewerbsverzerrende Subventionen durch Preisgarantien auf europäischer Ebene Klage erhebt.“, betonen die Atomgegner die Wichtigkeit der Wettbewerbsklage gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission.

„Genauso wichtig ist es aber auch, gegen den europäischen Atomförderverein EURATOM anzutreten, denn ohne der Atomlobby die Grundlage für ihr skrupelloses Treiben zu entziehen, wird jede Klage und jedes Wehklagen gegen Atomkraft letztendlich zwecklos bleiben. Österreich hat als bekennender Antiatomstaat auch hier die Pflicht und die Möglichkeit, mit einem beherztes NEIN zur weiteren Mitgliedschaft einen entscheidenden Schritt voran zu gehen!“, fügen Egger und Schweiger abschließend hinzu.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625





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26.03.15 atomstopp: Klage von oekostrom AG gegen britische Atomsubventionen wird begrüßt!
Andere österreichische Energieversorger sollten dem Beispiel der oekostrom AG folgen!
„Dass die oekostrom AG gegen die Entscheidung der EU-Kommission, Milliardensubventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zu erlauben, Klage einbringt, begrüßen wir sehr!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich als Reaktion auf heutige Medienberichte.

„Wer sich ehrlich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien einbringt, muss logischerweise mit allem Nachdruck gegen Atomsubventionen auftreten! Andere österreichische Energieversorger - die sich oft auch rühmen, keinen Atomstrom zu vertreiben - sollten sich ein Beispiel an der oekostrom AG nehmen und ebenfalls eine Klage vor dem Europäischen Gericht gegen die beispiellose Förderung der Atomindustrie einbringen! Ein solcher Schritt ist nur recht und billig und entspricht der unbestrittenen österreichischen Ablehnung der Atomkraft!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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09.03.15 atomstopp: Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM muss Thema einer parlamentarischen Enquete werden!
Parteienübergreifende Unterstützung in Oberösterreich: Info_Stand mit ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grünen am 11. März 2015 in Linz, Taubenmarkt!
„Die Begründung der EU-Kommission, wettbewerbsverzerrende Milliarden-Subventionen für das britische AKW Hinkley Point C mit Blick auf den EURATOM-Vertrag zu erlauben, wirft ein äußerst schiefes Licht auf die Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Österreich bekennt sich per Verfassung zu einem Verbot jedweder Nutzung der Atomkraft. Österreich fördert als Mitglied bei EURATOM aber genau das: nämlich den forcierten Ausbau der Atomkraft in Europa und damit genau das, was die Österreicher_innen ablehnen. Jedes Mittel scheint Recht: auch dass das Wettbewerbsrecht gebrochen wird, um der Atomindustrie ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern.“, so Egger und Schweiger weiter.

In Oberösterreich gibt es eine parteienübergreifende Unterstützung für die Forderung nach einer parlamentarischen Enquete zur Mitgliedschaft Österreichs. Vertreter der ÖVP, SPÖ, FPÖ und der Grünen werden mit den Atomgegner_innen Unterschriften für eine Bürgerinitiative zur Abhaltung einer parlamentarischen Enquete sammeln, und zwar

am 11. März in Linz, Taubenmarkt von 13 Uhr – 17 Uhr mit dem Landtagspräsidenten Adalbert Cramer (FPÖ) - 13 Uhr bis 14 Uhr, Landesrat Rudi Anschober (Grüne) - 14 Uhr bis 15 Uhr, Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer (SPÖ) - 15 Uhr bis 16 Uhr und Landtagsabgeordneter Elisabeth Manhal (ÖVP) - 16 Uhr bis 17 Uhr.

„Im Rahmen einer parlamentarischen Enquete soll die unhaltbare und paradoxe Situation erörtert und klargelegt werden: Als Mitglied bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM fördert Österreich die Atomkraft, obwohl diese gleichzeitig per Verfassung untersagt ist! Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft ab und dennoch fließen ihre Steuergelder der Atomindustrie zu. Logisch ist der Ausstieg Österreichs aus EURATOM. Das schafft klare Fronten!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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05.03.15 atomstopp: NUCLEAR LIES – Oberösterreich-Premiere in Freistadt und Linz
Eine indische Dokumentation zeigt auf, wie die Atomindustrie tickt!
Am Beispiel Indien zeigt der in Wien arbeitende indische Filmemacher Praved Krishnapilla auf, wie die Atomindustrie tickt, wie sie fuhrwerken kann, wenn politscher Atomwille herrscht, kaum korrigiert durch zivilen Widerstand.

Montag, 9. März - 19:45 Uhr - Kino Freistadt
Dienstag, 10. März - 19:00 Uhr - Moviemento Linz

jeweils anschließend Filmgespräch mit Regisseur Praved Krishnapilla und Koproduzentin Renate Brandner-Weiß

in Freistadt mit Umweltlandesrat Rudi Anschober, in Linz mit der Landtagsabgeordneten Ulrike Schwarz (Grüne OÖ)

Der beeindruckende Dokumentarfilm NUCLEAR LIES lädt ein auf eine Reise zu verschiedenen Standorten der Atomindustrie in Indien – angefangen bei einer Uran-Mine über die derzeit größte geplante Nuklearanlage der Welt in Jaitapur an der Westküste bis hin zu den beiden Reaktorblöcken bei Koodankulam an der Südspitze Indiens. Er zeigt die furchtbaren Missstände sowie die Lügen und die Propaganda der Regierung zur Atomenergie in Indien auf. Mehr als die ökonomischen Zusammenhänge stehen dabei die Stimmen und Perspektiven der betroffenen Menschen und ihr persönlicher Kampf ums Überleben im Vordergrund.

„Wir freuen uns, mit dieser Oberösterreich-Premiere eine gelungene Dokumentation über die Machenschaften der Atomindustrie präsentieren zu dürfen!“, so die Sprecher der Organisationen Mütter gegen Atomgefahr, Anti Atom Komitee und atomstopp_atomkraftfrei leben!

„Der Film zeigt schonungslos auf, wie menschenverachtend die Atomlobby ihre Macht gegen die Ärmsten der Gesellschaft ausnutzt! So wird auch klar, dass - hier wie dort! – die fundamentale Strategie von Atomkonzernen nur auf einem höchstmöglichen Maß an Skrupellosigkeit funktionieren kann!“, so die Sprecher abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625
Roland Egger 0680 23 93 019
Manfred Doppler 0664 45 05 015


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04.03.15 atomstopp: Haarsträubende Taktik bei Endlagerfindung in Tschechien
EU-rechtskonformes Suchverfahren jetzt einfordern!
Schwere Versäumnisse und EU-rechtswidriges Vorgehen bei der Suche nach einem geeigneten Endlager für radioaktive Abfälle orten die Sprecher von atomstopp, Roland Egger und Gabriele Schweiger: „Weil sich jahrelang kein geeigneter Standort gefunden hat und sich praktisch in allen angedachten Gemeinden großer Widerstand regt, will es sich die tschechische Regierung nun offensichtlich besonders einfach machen und ohne EU-rechtskonformes Genehmigungsverfahren der Atommüllbehörde SURAO die Untersuchung willkürlich ausgewählter Standorte erlauben. Dafür genügt ein Bescheid des Umweltministeriums, jede demokratische Bürgerbeteiligung wird vorweg ausgeschlossen! Eine haarsträubende Taktik, die keinesfalls so durchgehen darf“.

„Mehrere der nun genehmigten Standorte befinden sich in Grenznähe zu Österreich. Bundesumweltminister Rupprechter muss daher umgehend Einspruch erheben und auf ein rechtskonformes Suchverfahren bestehen! Es darf nicht hingenommen werden, dass eine derart weittragende Entscheidung wie die für ein Atommülllager quasi mit der Kompetenz eines Fingers auf der Landkarte getroffen wird!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Für die Eignung potenzieller Endlagerstandorte haben strengste Kriterien zu gelten! Ein Blick nach Gorleben oder Asse in Deutschland genügt, um zu veranschaulichen, was eine Huschpfusch-Auswahl anrichten kann. Die Unfähigkeit der Atomindustrie im Umgang mit ihren Abfällen ist symptomatisch, die bisher an den Tag gelegte Hilflosigkeit der dafür verantwortlichen Regierungen darf nicht dazu führen, nun eine rasche aber schlechte Lösung zu akzeptieren.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen
Roland Egger +43680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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20.02.15 atomstopp: Da waren es nur mehr acht von 28!
Atomstaaten und solche, die es gegen jede Vernunft doch noch werden wollen, schreiben Bettelbrief an die EU-Kommission
„Es steht zu befürchten, dass die EU-Kommission, wenn sie am 25. Feber die Rahmenstrategie für die Energieunion vorlegt, der Atomenergie eine Verlängerung – auch im Hinblick auf den EURATOM-Vertrag zur Förderung der Atomenergie in der Europäischen Union - zugestehen wird. Dass damit aber bloß eine veraltete, hochriskante, unwirtschaftliche und Generationen belastende Technologie gefördert wird, ist wohl vielen klar.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Und klar ist auch, dass mit der Atomenergie keineswegs die Versorgungssicherheit als erklärtes Ziel der Energieunion realisiert wird: Laut EURATOM Supply Agency beliefen sich im Jahr 2013 die Uranimporte aus Russland, Usbekistan und Kasachstan auf mehr als 43%! Aus der Europäischen Union selber kamen nur 2,5% des Urans für die Atomkraftwerke!

„Die Europäische Union ist somit in höchstem Maße von Energie-Importen aus russischem Einflussbereich abhängig! Umso mehr verwundert, dass nun acht Atomstaaten und solche, die es gegen jede Vernunft doch noch werden wollen, eine Art Bettelbrief an die EU-Kommission schreiben und darin fordern, dass die Atomkraft innerhalb der Energieunion berücksichtigt werden soll. Immerhin: Es sind nur mehr acht Staaten, acht von 28, die sich so offensiv für die Atomkraft einsetzen. Diese atomaren Bittsteller sind Frankreich und Großbritannien, Rumänien, Litauen, Polen, Tschechien, die Slowakei und Slowenien.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Atomkraft ist ein Auslaufmodell – und das völlig zurecht. Und der EURATOM-Vertrag ein Anachronismus, den manche Atomlobbyisten wie einen Rettungsanker als Existenzberechtigung brauchen: Die Energiezukunft Europas schaut aber anders aus und Atomkraft wird darin mittelfristig keinen Platz mehr haben!“, sind Egger und Schweiger überzeugt.

„Es wird an den Vertreter_innen Österreichs liegen, nicht nur gegen jeden Versuch einer künstlichen Verlängerung des Atomzeitalters in Europa aufzutreten, sondern auch eine Allianz unter den immerhin 19 weiteren Staaten zu generieren! Ein bedeutendes Mittel dazu ist eine schonungslose Aufarbeitung der Rolle von EURATOM. Und dazu gehört natürlich auch die Infragestellung der Mitgliedschaft Österreichs und weiterer Staaten, die der Atomkraft keine Zukunft mehr geben!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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06.02.15 atomstopp: Tschechien exportierte 2014 mehr Strom als das AKW Temelin erzeugte
Atomkraftwerke völlig überflüssig
„Das Atomkraftwerk Temelin wurde 2014 wieder einmal seinem Ruf gerecht, ein reines Stromexportkraftwerk zu sein! Mehr als die Jahresproduktion von Temelin exportierte die tschechische Republik, nämlich fast 17 TWh. „Lediglich“ 15 TWh erzeugte das Atomkraftwerk Temelin!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, die heute bekannt gewordene Statistik der tschechischen Energieregulierungsbehörde.

„Angesichts dieser Statistik fragt man sich schon, warum manche tschechische Politiker auf einen weiteren – ökonomisch absolut unsinnigen und ökologisch unverantwortlichen - Ausbau der Atomkraft in Tschechien drängen: Für die eigene Stromversorgung ist schon das Atomkraftwerk Temelin völlig überflüssig. Und die Bereitschaft tschechischen Atomstrom abzukaufen, sollte in Österreich und wohl auch im Atomausstiegsland Deutschland deutlich sinken!“, so Egger und Schweiger weiter.

„In Tschechien scheinen echte Atomhardliner das Sagen zu haben, die entgegen jeder Vernunft an der Atomkraft festhalten wollen. Aber die kritischen Stimmen werden lauter und das wirtschaftliche Argument ist nicht wegzuleugnen: Atomkraft ist – ohne wettbewerbsverzerrende Subventionen – heute schon unfinanzierbar!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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27.01.15 atomstopp: Bereits fünfzig Läufer_innen mit und für atomstopp fix beim Linz-Marathon am 19. April
Atomförderverein EURATOM und die Mitgliedschaft Österreichs nach Hinkley Point C-Entscheidung ernsthaft zu hinterfragen
„Wir freuen uns sehr, dass bereits zum ersten Anmeldetermin 50 Läufer_innen Fixstarter_innen sind beim Linz-Marathon am 19. April und dass damit wieder ein starkes Signal für den europaweiten Atomausstieg gesetzt wird!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Nach der skandalösen Entscheidung der EU-Kommission astronomische Subventionen für das britische Atomkraftwerk Hinkley Point C zuzulassen und der fragwürdigen Begründung über den Atomförderverein EURATOM, bei dem Österreich nach wie vor zahlendes Mitglied ist, drängen wir mehr denn je auf klare Fronten: Als Mitglied bei EURATOM kann man solchen ökologisch katastrophalen und wirtschaftlich völlig unsinnige Projekt nicht verhindern, wie die Realität zeigt. EURATOM fördert die Atomkraft, die EU-Kommission nimmt EURATOM als Begründung - und Österreich muss eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof einbringen.

„Wir fordern von den österreichischen Politiker_innen ein klares Wort: Wer für EURATOM und die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM ist, fördert direkt und indirekt die Atomkraft in Europa. Wann, wenn nicht jetzt, sollte Österreich sich eindeutig positionieren. Möglicherweise brauchen manche Politiker_innen noch Zeit und Diskussionen oder Arbeitsgruppen, um zu ihrer Position zu finden. Wir fordern deshalb eine parlamentarische Enquete zum Thema „Österreich und seine Mitgliedschaft beim Atomförderverein EURATOM“. Möglicherweise wird dies der geeignete Rahmen sein, um endlich alle Vorbehalte gegen einen Ausstieg Österreichs aus EURATOM gründlich aufzuarbeiten und zu zerstreuen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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22.01.15 atomstopp: Skandalöse Atomsubvention für Hinkley Point C mit Atomfördervertrag EURATOM begründet
Ausstieg Österreichs aus EURATOM logische Konsequenz
„Alle Kritiker_innen der österreichischen Mitgliedschaft beim Atomförderverein EURATOM werden sich heute bestätigt fühlen: Die EU-Kommission begründet ihre Entscheidung für den Ausbau des britischen Atomkraftwerks Hinkley Point C mit den Zielen des Atomfördervertrags EURATOM, der in seiner Präambel vorsieht, die Voraussetzungen für den raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie zu schaffen. Dass Österreich – als ausgewiesener Antiatom-Staat – bei einem Atomförderverein wie EURATOM Mitglied ist und mit österreichischen Steuergeldern auch noch die europäische Atomindustrie stützt, ist völlig inakzeptabel.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist sehr zu begrüßen, wenn die österreichische Bundesregierung die Klage vor dem Europäischen Gerichtshof wegen dieser Subventionen einleitet. Die österreichischen Bundespolitiker_innen müssen sich aber heute mehr denn je fragen lassen, warum die österreichische Bevölkerung auch nur einen Cent für die europäische Atomlobby zahlen soll! Der Ausstieg Österreichs aus EURATOM ist logisch und schafft klare Fronten: Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft vehement ab und sollen deshalb nicht einem Pro-Atom-Knebelvertrag dienen müssen! Wir sind überzeugt, dass bei einem beherzten Schritt auch andere Staaten folgen werden!“, so Egger und Schweiger in einer ersten Reaktion abschließend.

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Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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19.01.15 Nuclear Energy Conference 2015 – Europa ohne Atomkraft
Linz, 19. Mai 2015 – Hochkarätig besetzte Konferenz zur Energiezukunft Europas
Europa steigt aus der Atomenergie aus, die Energiewende ist vollzogen: Wie utopisch/realistisch dieses Szenario ist, damit beschäftigt sich die heurige Nuclear Energy Conference in Linz.

Am Dienstag, 19. Mai 2015 treffen ausgewiesene Energie-Expert_innen aus mehr als einem halben Dutzend europäischer Staaten in den Linzer Redoutensälen (Promenadenhof) zusammen, um die Zukunftsoptionen ihrer Ländern näher darzustellen.

Organisiert wird dieser hochkarätig besetzte Event von atomstopp_atomkraftfrei leben!, Mütter gegen Atomgefahr und dem Anti Atom Komitee.


Zahlreiche Vertreter_innen aus Politik und Zivilgesellschaft erwartet

Die Nuclear Energy Conference 2015 ist eine Fortsetzung der bestens besuchten Nuclear Energy Conference, die 2014 erstmals in Prag stattfand und die sich mit den wirtschaftlichen Grenzen der Atomkraft beschäftigte. Seit dem Vorjahr mehren sich die Signale, dass die Atomkraft am Ende ist. Führende Energiekonzerne melden, dass sie sich aus der Atomkraft zurückziehen und vermehrt auf Erneuerbare Energien setzen wollen. Atomare Ausbaupläne kommen ins Stocken, der Anteil an Atomkraft in Europa sinkt kontinuierlich.

Einleiten wird die Konferenz durch Keynote-Speaker Dr. Franz Alt, der mit seinem Referat „Auf der Sonnenseite. Wie uns die Energiewende zu Gewinnern macht“ der Nuclear Energy Conference 2015 einen starken Impuls vorgibt.

Die Medien werden schon heute herzlich eingeladen, sich den Termin zu reservieren und sich im Rahmen des hochkarätig besetzten Events über die möglichen und wahrscheinlichen Entwicklungen der europäischen Energiezukunft aus erster Hand zu informieren.

Nuclear Energy Conference
Europa ohne Atomkraft. Wie schaut die Energiezukunft Europas aus?

19. Mai 2015, Redoutensäle/Promenadenhof, Linz 10:00 – 16:30 Uhr


Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Details zum Programm und zur Anmeldung unter: www.nec2015.eu

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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10.12.14 atomstopp: Energiesicherheit zentrales Thema bei Visegrad-Gipfel
Bundespräsident Fischer mit klarem Antiatomauftrag in Prag
Wenn sich morgen und übermorgen die Staatsoberhäupter der Visegrad-Staaten – Tschechien, Slowakei, Ungarn und Polen - zu einem Gipfeltreffen in Prag einfinden, wird ein zentraler Tagesordnungspunkt die Frage der Energiesicherheit sein. Der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer wurde zu dem Treffen ebenfalls eingeladen.

"Bundespräsident Heinz Fischer hat bei diesem Treffen eine besonders gute Möglichkeit klarzustellen, dass eine länderübergreifende Energiesicherheit nur ohne nukleare Option gelingen kann. Sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht: die Bevölkerung dieser Staaten dem ständigen Gefahrenpotenzial auszusetzen, das von jedem Atomkraftwerk ausgeht, ist unverantwortbar! Es ist unvorstellbar, müssten - wie in Tschernobyl oder in Fukushima - weite Landstriche auf unabsehbare Zeiten entsiedelt werden! Auch in der Frage der Endlagerung kommen die Betreiber der Atomkraftwerke ihrer Aufgabe, die abgebrannten Brennstäbe sicher zu lagern, keinen entscheidenden Schritt weiter. Das ist eine grobe Verletzung der Perspektiven für zukünftige Generationen!", so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich und weiter: "Aber außerdem stellt auch die Wirtschaftlichkeit von Atomkraftwerken eine aktuelle wie auch zukunftsbezogene Gefahr dar: Ohne staatliche Subventionierungen können AKW nicht betrieben, nicht in Stand gehalten und schon gar nicht gebaut werden! Sowohl die gegenwärtigen Steuerzahler_innen als auch die nachkommenden Generationen werden durch solche finanziellen Irrwege völlig ungerechtfertigt belastet."

Gerade der Fall Hinkley Point C, der geplante Neubau zweier Reaktoren in Großbritannien, hat gezeigt, dass geltendes europäisches Wettbewerbsrecht gebrochen werden muss, dass Steuerzahler_innen mit horrenden langfristigen Zahlungen zu rechnen haben, um heute Investitionen in den Nuklearbereich überhaupt attraktiv zu machen.

„Bundespräsident Fischer ist dringend aufgefordert, hier die österreichische Position klar zu formulieren und keinen Millimeter davon abzuweichen. Kein noch so wohlgemeintes Zugeständnis zugunsten guter nachbarschaftlicher Beziehungen darf dem Weiterbestand einer abtretenden, weil zu riskanten und zu teuren Technologie zu Gute kommen! Österreich wird gegen die Entscheidung der EU-Kommission für Atomsubventionen beim Europäischen Gerichtshof klagen und damit konstruktiv zu einer echten Energiesicherheit in Europa beitragen. Dies muss auch als Auftrag an unseren Bundespräsidenten Fischer für den Austausch mit den Staatsvertretern der Visegrad-Gruppe gelten!“, so Schweiger und Egger an die Adresse des Bundespräsidenten abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625
Roland Egger 0680 23 93 019

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28.11.14 atomstopp: Signal bei SPÖ-Parteitag auch zu europäischer Atompolitik nötig!
Europäischen Pro-Atom-Entscheidungen eine klare Absage erteilen!
"Wenn die SPÖ heute zum 43. Ordentlichen Parteitag in der Wiener Messe zusammentritt, erwarten wir uns als Atomgegner_innen, dass diese amtierende österreichische Regierungspartei sich als europatauglich erweist und in der akuten Frage der europäischen Energiezukunft klare Beschlüsse fasst. Gerade in der hochbrisanten Causa Nuklearförderung à la Hinkley Point C fällt Österreich eine Schlüsselposition zu, nämlich die eines regulierend eingreifenden Mitgliedes der Europäischen Union, wenn Unrecht zu Recht erklärt werden soll!", so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Immerhin wird ja auch von der Bundes-SPÖ die Mitgliedschaft Österreich beim Atomförderverein EURATOM damit begründet, dass man „mitreden könne, wenn es um europäische Atompolitik geht“.

Wie es in einem der 180 Anträge zur Energieförderpolitik in Europa heißt, "...müssen Förderungen im Sinne einer sozialdemokratischen Energiewende die Umwelt- und Sozialverträglichkeit erhöhen, sowie volkswirtschaftlich effizient sein. http://bundesparteitag2014.at/?page_id=762

"Davon kann aber beim derzeit kursierenden Fördermodell Hinkley Point C keine Rede sein! Vielmehr würden hier die britischen Stromkund_innen gezwungen, den maroden französischen Atomstromkonzern EDF mit Einspeisetarifen, die dreimal so hoch sind wie der aktuelle Marktpreis, zu retten! Das darf nicht EU-Recht werden! Eine Klage gegen diese Umgehung des Wettbewerbsrechts ist der logische Schluss!", so Schweiger und Egger, und weiter: "Aber das ist noch nicht genug, nein, die österreichische Regierung ist aufgefordert, auf EU-Ebene Verbündete zu finden, im Kampf gegen umwelt- und wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen. Gerade einem sozialistischen Kanzler muss es ein besonderes Anliegen sein, seine Fraktionskolleg_innen sowohl in Großbritannien als auch in den weiteren EU-Staaten die Augen zu öffnen ob dieser verkehrten Förderpolitik. Solidarisches Denken und Handeln ist gefragt und es gilt genau jetzt, nicht die Weichen Richtung
verheerender Zukunftsszenarien zu stellen.“

„Eines ist auch klar: Sollte Österreich, als zahlendes und „mitgestaltendes und mitredendes“ Mitglied beim Atomförderverein EURATOM in einer Minderheitsposition bleiben oder gar das wettbewerbsverzerrende Fördermodell zu Hinkley Point C mit den Bestimmungen von EURATOM begründet werden, muss Österreich – allen voran die SPÖ – die Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM dringend überdenken. Alles andere wäre ein Einknicken vor der europäischen Atomlobby!“, so Schweiger und Egger abschließend.

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Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019

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27.11.14 atomstopp: Tschechische Kreativität zur Finanzierung von defizitären Atomreaktoren endenwollend.
Wer sollte sich an unwirtschaftlichen Atomprojekten freiwillig beteiligen wollen? Lauter Negativbeispiele sollten dem tschechischen Industrieminister die Augen öffnen
„Dass manche tschechischen Politiker nicht und nicht vom Ausbau der Atomkraft absehen wollen, kann wohl nur mit einem gewissen Starrsinn und der mangelnden Vision eines Europas ohne atomare Bedrohung erklärt werden. Abgesehen von der unlösbaren Frage nach der Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle und den unabsehbaren Folgen eines atomaren Unfalls, sollte die mangelnde Wirtschaftlichkeit von Atomprojekten gerade einem Industrieminister zu denken geben. Leider ist von einer diesbezüglichen Einsicht aber nichts zu merken, setzt doch die tschechische Regierung in ihrem aktuellen Energiekonzept unbeirrt auf die Atomkraft!“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich ernüchtert.

„Unsere große Hoffnung hinsichtlich der tschechischen Atomfantastereien ist die endenwollende Kreativität zur Finanzierung der völlig unwirtschaftlichen Atomprojekte, egal ob am Standort Temelin oder am Standort Dukovany. Kein Konzept der Finanzierung dürfte in Tschechien mehrheitsfähig sein: Russland als Investor scheidet wohl auf die nächste Zeit aus, sodass das Beispiel Ungarn und die dortige Erweiterung des Atomkraftwerks Paks mit russischen Geldern keine tschechischen Nachahmung finden wird. Das britische Modell der staatlich garantierten Einspeisetarife – egal, wie sich der Strommarkt entwickelt – wird wohl von den tschechischen Bürger_innen selber torpediert werden. Solche staatlich garantierten Einspeisetarife – auf 35 Jahre und inflationsbereinigt! - sind jenseits jeder wirtschaftlichen Vernunft. Und dass sich die Zulieferfirmen am Bau von defizitären Atomprojekten beteiligen sollten, scheint auch ausgeschlossen. Die tschechische Kreativität zur Finanzierung von neuen Atomreaktoren und damit zur Umsetzung des „aktuellen“ Energiekonzepts ist endenwollend.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Es ist wohl damit zu rechnen, dass auf dem Papier weiter über die Segnungen der Atomkraft sinniert wird, anstatt sich ernsthaft mit einer nachhaltigen tschechischen Energiepolitik auseinanderzusetzen. Wertvolle Zeit wird somit vertan. Und das ist nicht im Sinne eines Europas ohne atomare Bedrohung!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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24.11.14 atomstopp schreibt Offenen Brief an tschechischen Premierminister Sobotka: Atomenergie hängt massiv am Fördertropf
Bericht der EU-Kommission wird von Atomlobby kritisiert
Im Rahmen einer grenzüberschreitendende Aktion österreichischer und tschechischer Antiatom-Organisationen bei der wöchentlich Briefe an den tschechischen Premierminister geschrieben werden (Briefe an den tschechischen Premier) macht der Verein atomstopp_atomkraftfrei leben! auf einen kürzlich veröffentlichen Zwischenbericht der EU-Kommission aufmerksam: Unglaubliche 7 Milliarden Euro wurden in der Europäischen Union im Jahr 2012 für die Förderung der Atomkraft ausgegeben!

Sehr geehrter Herr Premierminister!

Dass Atomkraft völlig unwirtschaftlich ist und die Investition in diese völlig veraltete Hochrisikotechnologie nicht lohnt, ist auch in der Tschechischen Republik kein Geheimnis. Der Ausbau des Atomkraftwerks Temelin ist wegen der fehlenden Wirtschaftlichkeit und die Weigerung Ihrer Regierung, staatlich garantierte Einspeistarife auf die nächsten 35 Jahre nach dem Vorbild von Hinkley Point C zu gewähren, abgesagt worden.
Dass Atomkraft am Fördertropf hängt und im Jahr 2012 mit unglaublichen 7 Milliarden Euro gestützt werden musste, ist in einem von der EU-Kommission in Auftrag gegebenem Gutachten über die Energiekosten und –subventionen in der EU 28 nachzulesen. Das Gutachten kommt auch zum Schluss, dass die Kosten pro Megawattstunde aus einem Atomkraftwerk bei rund 100 Euro liegen! Verglichen mit den derzeitigen Stromhandelspreisen von rund 35 Euro pro Megawattstunde ist deutlich: Atomkraft ist ein völliges Verlustgeschäft!
Aber anstatt einzugestehen, dass Atomkraft auch wirtschaftlich nicht tragbar ist – vom ökologischen Irrsinn ganz abgesehen – versucht nun FORATOM als Dachorganisation der europäischen Atomforen – das Gutachten anzugreifen. Gut: Von einer Lobbyingorganisation erwartet man sich vielleicht nichts anderes als die Interessen ihrer Mitglieder zu schützen und damit letztlich Einfluss auf die Entscheidungen der Politiker_innen in der Europäischen Union zu nehmen.
Es scheint auch in Ihrer Regierung Mitglieder zu geben, die immer wieder davon sprechen, dass die Erneuerbaren Energien „unglaubliches Geld“ kosten (Originalton von Jan Mladek – Industrie- und Handelsminister – zitiert im Wirtschaftsblatt am 19. November 2014). Wieviel aber die Atomenergie kostet, wird geflissentlich verschwiegen.

Anbei finden Sie den Zwischenbericht der Europäischen Kommission zu den Energiekosten und –subventionen in der EU 28 – abrufbar auch unter der folgenden Internet-Adresse:

http://ec.europa.eu/energy/gas_electricity/internal_market_en.htm

Mit besten Grüßen und der Bitte um Kenntnisnahme

Roland Egger
Obmann / atomstopp_atomkraftfrei leben!


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14.11.14 Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei (ÖNA) unterstützt Schweizer Initiative zur weltweiten Nachrüstung aller Atomreaktoren
Atomstaaten sträuben sich gegen höchste Sicherheitsniveaus und laufende Anpassungen!
„Es scheint wie eine Selbstverständlichkeit, die wir einfordern - ist es aber nicht: dass alle Atomreaktoren nämlich ständig auf höchstem Sicherheitsniveau bleiben und auch entsprechend nachgerüstet werden müssen! Gerade bei alten, oft vor Jahrzehnten genehmigten Atomreaktoren ist es die ureigenste Pflicht der Betreiber alles zu tun, um Gefährdungen der Bevölkerung zu verhindern!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

atomstopp_oberoesterreich unterstützt gemeinsam mit Atomgegner_innen des Österreichischen Netzwerkes Atomkraftfrei den Vorstoß des Schweizer Botschafters bei der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, der sich aktiv bemüht, eine weltweite Nachrüstung aller Atomreaktoren zu erreichen. Atomreaktoren dürfen nur auf höchstem Sicherheitsniveau betrieben werden.
Wenig erstaunlich haben die Atomstaaten keine Freude mit diesem Schweizer Vorstoß, weshalb die Atomgegner_innen des ÖNA dem Schweizer Botschafter Stalder in einem Brief ihre volle Unterstützung zusichern!

„Es ist erschreckend, dass es Widerstand gegen den Schweizer Vorstoß für eine weltweite Nachrüstung aller Atomreaktoren gibt. Aber es ist auch bezeichnend, weil diese Atomstaaten damit eingestehen, dass der Betrieb ihrer Atomkraftwerke nur auf minderem Sicherheitsniveau rentabel bleibt. Selbstverständlichkeit muss werden, dass für alle Atomreaktoren – egal, wie alt – höchste und aktuellste Sicherheitsstandards gelten! Wenn solche Sicherheitsstandards von den Betreibern nicht zu finanzieren sind, ist die einzige Konsequenz: ABSCHALTEN und zwar SOFORT! Offenbar spielen manche Atomstaaten mit dem Feuer und setzen die Welt bewusst einem unkalkulierbaren atomaren Risiko aus! Das wollen wir verhindern! Die österreichische Regierung muss alles daran setzen, den Schweizer Vorstoß zu unterstützen und auf die angepeilte Regelung zur Sicherheitsnachrüstungen ohne jede Verwässerung bestehen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Anmerkung: ÖNA-Organisationen, die den Brief unterstützen: atomstopp_atomkraftfrei leben!, Mütter gegen Atomgefahr - Freistadt, Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Wiener Plattform Atomkraftfrei, Verein Sonne + Freiheit, SENECA Senioren Netzwerk contra Atom, ISAD Initiative für Sicherheit, Aufklärung und Demokratisierung, Anti Atom Komitee, Waldviertler Energiestammtisch, GLOBAL2000.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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11.11.14 atomstopp: Warum bleibt Österreich Mitglied bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM?
Opposition muss Druck auf österreichische Bundesregierung erhöhen
„Dass Österreich zahlendes Mitglied beim Atomförderverein EURATOM ist – trotz österreichischem Atomsperrgesetz im Verfassungsrang und trotz überwältigender Antiatom-Haltung der österreichischen Bevölkerung – sollte für die Oppositionsparteien im österreichischen Nationalrat Auftrag sein, sich vehement für einen Ausstieg Österreichs aus der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM einzusetzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

In der vergangenen Gesetzgebungsperiode hat es immerhin 15 (!) Entschließungsanträge der Oppositionsparteien für einen Ausstieg Österreichs aus EURATOM gegeben, die allesamt von den Regierungsparteien SPÖ und ÖVP vertagt, abgelehnt oder nicht einmal zur Abstimmung zugelassen wurden.

„Wir sind überzeugt, dass für einen europaweiten Atomausstieg ein Mitgliedstaat der Europäischen Union vorangehen muss und offensiv den Ausstieg aus EURATOM betreiben muss. Nur so kann eine generelle Debatte über die ungeheuerliche Privilegierung der Atomkraft in Europa angerissen werden! Und wer, wenn nicht Österreich, sollte beherzt diesen Schritt wagen?“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir appellieren an die österreichischen Oppositionsparteien den Druck auf SPÖ und ÖVP zu erhöhen und auf einen Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag zu drängen! Spätestens mit der Entscheidung der EU-Kommission die Subventionen für die britischen Atomreaktoren in Hinkley Point C zu erlauben, sollte klar sein: Vor Österreichs Antiatom-Kurs muss sich innerhalb von EURATOM niemand fürchten.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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23.10.14 Tschernobyl im Kino Freistadt: Filmveranstaltung „atomstopp - In der Sperrzone von Tschernobyl“ beeindruckt und bewegt das Publikum atomstopp_oberoesterreich ist es am 22. Oktober mit der Filmveranstaltung im Kino Freistadt gelungen, das Publikum zu beeindrucken und zu bewegen. Im gut besetzten großen Saal ließ sich das Publikum vor Augen führen, wie es in der Sperrzone von Tschernobyl heute, mehr als 28 Jahre nach dem Super-GAU von 1986 aussieht.

„Wir sind beeindruckt vom großen Interesse und vor allem von den vielen, teils emotionalen Reaktionen auf unsere Reiseaufbereitung!“, so die Sprecher von atomstopp, Gabriele Schweiger und Roland Egger, der auch persönlich für Film und Schnitt der 35 minütigen Dokumentation verantwortlich zeichnet.

Nach einem befeuernden Eingangsstatement von Landesrat Rudi Anschober, der selber mehrfach die Sperrzone besucht hat, entwickelte sich ein reger und überaus konstruktiver Austausch zwischen den anwesenden Reiseteilnehmer_innen und dem Publikum. „Besonders berührend war für uns, wie sehr die Diskussion den beachtlichen Altersunterschied unter den Anwesenden widergespiegelt hat. In diesem sensibilisierten Gesprächsklima konnte es zu berührenden Erinnerungen an die Tage nach dem Super-GAU von 1986 ebenso kommen wie zu mitreißenden, engagierten Betrachtungen von jungen Menschen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht geboren waren!“, zeigen sich Egger und Schweiger beeindruckt.

Einig war man sich auch in der elementaren Frage, dass die Erkenntnisse aus der Vergangenheit uns beflügeln müssen, sich gegen Atomkraft zu wehren. Wir können und müssen uns selber einbringen, jeder einzelne nach seinen Möglichkeiten, nur ein beharrliches Zusammenspiel von Zivilgesellschaft und Politik kann eine Veränderung herbeiführen. Wir fühlen uns in unserer Überzeugung und Arbeit durch diese schöne Resonanz enorm bestärkt!“, bedanken sich Egger und Schweiger bei den zahlreichen Zuseher_innen abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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19.10.14 atomstopp: In der Sperrzone von Tschernobyl – atomstopp auf Lokalaugenschein am Ende der Welt. Die Folgen der Atomkraft unabsehbar und unverantwortlich.
Filmvorführung und Podiumsdiskussion - Mittwoch, 22. Oktober 2014 – Lokalbühne Freistadt - 19:30 Uhr - Ende: 21:30 Uhr
Fotos zum freien Download unter: atomstopp in Tschernobyl - Prypjat, Mai 2014

Die Freistädter Mütter gegen Atomgefahr und atomstopp_atomkraftfrei leben! laden herzlich ein zur Filmvorführung: In der Sperrzone von Tschernobyl (35min, Eigenproduktion von atomstopp,)

Ablauf:
• Begrüßung und einführende Worte durch Gabriele Schweiger (Obfrau Mütter gegen Atomgefahr, Freistadt, Sprecherin von atomstopp_oberoesterreich)
• 35minütiger Film – In der Sperrzone von Tschernobyl. atomstopp auf Lokalaugenschein.
• Diskussion nach einem Eingangsstatements von LR Anschober
• Als Diskutanten: Harald Steinbichl, Johann Larndorfer, Roland Egger und Gabriele Schweiger

Hintergrund:
Vertreter_innen von atomstopp_oberoesterreich waren Anfang Mai 2014 auf Lokalaugenschein in der Sperrzone von Tschernobyl. Mit einem 35minütigen Film werden die Eindrücke der Reise verarbeitet.

„Allein der Gedanke nach Tschernobyl zu reisen, verursacht Mißbehagen. Man kennt die Bilder, man kennt die Fakten. Braucht es das? Eine Reise an das Ende der Welt? Zum Supergau von Tschernobyl? Was löst die Reise aus? Was ändert sich? Was verstärkt sich?“ – Fragen, denen sich die Vertreter_innen von atomstopp_oberoesterreich stellen.

Medienpartner: Local-Bühne, Freies Radio Freistadt und Dorf TV
Reservierung wird angeraten, am besten direkt im Kino Freistadt: Telefon: 07942 - 777 33, email: office@local-buehne.at

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625
Roland Egger +43 680 23 93 019


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17.10.14 atomstopp: Österreich gegen Atomkraft … wer noch?
Britische Atomsubventionen für Hinkley Point C für Deutschland nicht klagswürdig – Österreich muss tragfähige Antiatom-Allianzen aufbauen!
„Dass gestern der Antrag von Bündnis90/Die Grünen im deutschen Bundestag auf Einbringung einer Nichtigkeitsklage wegen der Hinkley Point C-Atomsubventionen abgelehnt wurde, ist sehr enttäuschend. Damit scheint sich auch zu bestätigen, dass der deutsche EU-Kommissar für Energie tatsächlich für die Atomsubvention gestimmt hat und der Atomlobby damit einen allerletzten Dienst erwiesen hat.“, reagieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Angesichts dieser Entscheidung Deutschlands muss sich die österreichische Bundesregierung schon die Frage gefallen lassen, wie es um ihre Antiatom-Allianzen innerhalb der Europäischen Union bestellt ist. Immerhin hat Deutschland den Atomausstieg mit 2022 beschlossen und es sollte eigentlich nachvollziehbar sein, dass man gerade mit Deutschland einen starken Verbündeten in dieser zentralen Zukunftsfrage haben sollte. Dem scheint aber keinesfalls so zu sein.“, so Egger und Schweiger weiter.

Es ist jedem klar: Ohne Antiatom-Allianzen ist Österreichs Bemühen um einen europaweiten Atomausstiegs Makulatur und wird sich nur auf eine Antiatom-Piepserei gegen grenznahe Atomkraftwerke beschränken. Die Österreicher_innen erwarten sich mehr von ihrer Bundesregierung und den zuständigen Fachministern: Eine tragfähige Antiatom-Allianz und Schritte für einen europaweiten Atomausstieg. Auch der Missstand der über EURATOM der Atomlobby zugestandenen Privilegien muss endlich in Angriff genommen werden. Der Umweltausschuss hat erst im Juli 2014 neuerlich Folgendes eingefordert,

„Einleitung und Weiterführung des ehest möglichen Ausstiegs aus der Kernenergie im gesamteuropäischen Kontext in Kooperation mit den anderen nuklearkritischen Staaten innerhalb und außerhalb der EU und alle Möglichkeiten zur Einberufung einer Euratom-Vertragsrevisionskonferenz mit dem Ziel eines Ausstieges aus der Atomenergie“.

„Der Auftrag an die Bundesregierung ist damit deutlich umrissen und angesichts der jüngsten Entwicklungen ist jede weitere Verzögerung völlig inakzeptabel!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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15.10.14 atomstopp: EU-Kommission hat verstörende Ansichten zum EURATOM-Vertrag
Kommissar Hahn muss gegen Indoktrinierungen wie: EURATOM spiele „Schlüsselrolle bei Sicherstellung von nachhaltigem Frieden und Wohlstand in Europa“ zu Felde ziehen!
Anlässlich der Wahl von Jean-Claude Juncker zum EU-Kommissionspräsidenten im Juni 2014 haben rund 1.000 Personen einen Brief an ihn unterstützt, in dem unter anderem gefordert wurde, den EURATOM-Vertrag abzuschaffen. Verwiesen wurde auf den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der nach 50jähriger Laufzeit auslief. Beim EURATOM-Vertrag hingegen ist kein Ablaufdatum vorgesehen. Der EURATOM-Vertrag sieht in seiner Präambel vor, die Voraussetzungen für einen raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie zu schaffen.

„atomstopp hat nun die Antwort der designierten Europäischen Kommission bekommen und ist irritiert, über die verstörenden Ansichten der EU-Kommission zum EURATOM-Vertrag. Wörtlich heißt es:

`In der Regel werden bei EU-Verträgen keine Ablaufdaten vorgesehen. … Der von Ihnen erwähnte Vertrag zur Gründung der Europäischen Union für Kohle und Stahl war damals der erste Schritt auf dem Weg zur europäischen Integration und diente einem ganz spezifischen, zeitlich begrenzten Ziel. Der Euratom Vertrag dagegen spielt seit dessen Unterzeichnung im Jahr 1957 eine Schlüsselstelle bei der Sicherstellung von nachhaltigem Frieden und Wohlstand in Europa. Der Vertrag stellt durch Kontrolle des Energiesektors die friedliche Nutzung von spaltbarem Material sicher und trägt heute mehr denn je zur Verbesserung der Sicherheit in der EU und über seine Grenzen hinaus bei. Ein Ablauf des Euratom Vertrages wäre nicht sinnvoll.` (Stellvertretender Generaldirektor – Generaldirektion Energie – Europäische Kommission)

„Die EU-Kommission scheint ganz der Diktion des vorigen Jahrhunderts verhaftet zu sein. Dabei muss man bei Atomkraft heute vorrangig an die unlösbaren Probleme denken, die noch Generationen nach uns beschäftigen werden. Stichwort: Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle für die nächste Million Jahre! Und man denkt bei Atomkraft an skandalöse Subventionen, ohne die kein neuer Atomreaktor in Europa gebaut wird. Stichwort: Hinkley Point C! Wo bleibt da der gepriesene `Wohlstand´?“, fragen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Es ist nicht einzusehen, dass die Atomindustrie in alle Ewigkeit unter dem Schutz des EURATOM-Vertrags weiter an der atomaren Gefährdung Europas arbeitet. Es ist Zeit – auch und vor allem für die Atomindustrie und der Europäischen Kommission – sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden und für einen schnellen europäischen Atomausstieg zu sorgen! Daher richten wir einen dringenden Appell an den österreichischen Kommissar Johannes Hahn, sich innerhalb der Kommission mit besonderem Augenmerk für die Hinterfragung des EURATOM-Vertrags zu engagieren! Hahn war eine der federführenden Gegenstimmen zur Hinkley-Fehlentscheidung – und das sollte mit Sicherheit ausbaufähig sein, denn alle EU-Staaten, die keine AKW betreiben oder aus der Atomkraft auszusteigen beschlossen haben, müssen ein elementares Interesse daran haben, dass die Schutzherrschaft für die Atomlobby via EURATOM endlich gebrochen wird! Die Probleme, die uns die Atomindustrie eingebrockt hat, sind jetzt schon Herausforderungen für Generationen und Generationen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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13.10.14 atomstopp: Energie AG in Oberösterreich muss dem Salzburger Beispiel folgen und Schritte gegen Hinkley Point C-Subventionen überlegen!
Schulterschluss der Energieversorger gegen skandalöse Atomsubvention sollte selbstverständlich sein!
„Mit großer Freude sehen wir, dass die Salzburg AG der Aufforderung der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) folgt und bei der nächsten Aufsichtsratssitzung über die Atomsubventionen und allfällige Schritte dagegen beraten wird!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich die jüngste Initiative der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren.

„Ein Schulterschluss der österreichischen Energieversorger gegen die skandalöse Atomsubvention sollte selbstverständlich sein! Wir werden deshalb noch heute an die Energie AG als Landesenergieversorger herantreten und auffordern, dem Salzburger Beispiel zu folgen!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Und wie der Salzburger Plattform gegen Atomgefahren genügt es uns nicht, wenn die Energie AG erklärt, sie wolle die Klage der österreichischen Bundesregierung gegen die Atomsubvention unterstützen. Wir erwarten uns, dass die Energie AG mit aller Entschlossenheit selber gegen die massive Wettbewerbsverzerrung auf viele Jahrzehnte hinaus vorgeht und sich damit in die Reihe von Stromerzeugern und Verbänden einreiht, die schon angekündigt haben, fix gegen die Atomsubventionen zu klagen. Fix zu klagen haben schon angekündigt: der Verband der Kleinwasserkraftwerke, die IG Windkraft und die oekostrom AG.“, so Egger und Schweiger weiter.

„Der oberösterreichischen Politik, die ja im Aufsichtsrat der Energie AG vertreten ist, kommt eine besondere Rolle zu und wir erwarten, dass sie die Interessen der oberösterreichischen Bevölkerung entsprechend vertreten werden!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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08.10.14 atomstopp: Skandal-Entscheidung pro Atomsubventionen der EU-Kommission: Schwarzer Tag für Antiatom-Bewegung
Utl.: Radioaktive Europaflagge - Mahnwache am Taubenmarkt in Linz, morgen 9. Oktober – 12 Uhr bis 17 Uhr
„Die gerade in Österreich laufenden Tage der Nachhaltigkeit – vom Ministerium für ein lebenswertes Österreich mitveranstaltet - stehen unter einem dunklen Stern. Es ist geradezu unfassbar, dass die scheidende EU-Kommission mit der Zustimmung zu beispiellosen Atomsubventionen für die britischen Reaktoren in Hinkley Point C möglicherweise eine echte Atomrenaissance in Europa mitverursacht und damit dutzenden Generationen eine unverantwortbare Bürde aufzwingt!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.
„Wir sind fassungslos und diese Fassungslosigkeit werden wir morgen bei der Mahnwache auch zum Ausdruck bringen. Die EU-Kommission ist zur Handlangerin der französischen Atomlobby verkommen. Wir werden eine Nachbildung der Europaflagge bei der Mahnwache dabei haben – die überwiegende Anzahl der Sterne wird aber durch Radioaktivitätszeichen ersetzt werden.“, so Egger und Schweiger weiter.
„Wir erwarten von der österreichischen Bundesregierung, dass umgehend beim Europäischen Gerichtshof eine Nichtigkeitsklage gegen die Entscheidung der EU-Kommission eingebracht wird! Der Entscheidung der EU-Kommission tatenlos zuzusehen, wäre eine Verhöhnung der österreichischen Bevölkerung, die sich immer wieder ganz klar und unmissverständlich gegen die Atomkraft ausgesprochen hat!“, so Egger und Schweiger abschließend.
Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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02.10.14 atomstopp: Skandal-Entscheidung Hinkley Point C. Welchen Einfluss hat das EURATOM-Mitglied Österreich auf Atomentscheidungen in der Europäischen Union?
Von SPÖ und ÖVP „gepriesenes“ Mitspracherecht bloß Makulatur?
„Wir erinnern uns nur zu gut daran, an die Argumente von SPÖ und ÖVP auf Bundesebene: Österreich müsse bei der Europäischen Atomgemeinschaft Mitglied sein, damit man die Atompolitik in Europa mitentscheiden könne. Ein Ausstieg Österreichs aus dem europäischen Atomförderverein EURATOM wurde als völlig kontraproduktiv zurückgewiesen. Der SPÖ und ÖVP auf Bundesebene war es einerlei, dass sich alle neun (!) Landtage in Resolutionen sehr kritisch mit der Mitgliedschaft Österreichs bei EURATOM auseinandergesetzt haben. Und es war der SPÖ und ÖVP auf Bundesebene einerlei, dass 15 (!) Anträge von den Oppositionsparteien FPÖ, GRÜNE und BZÖ auf Ausstieg Österreichs aus dem EURATOM-Vertrag eingebracht wurden.“. so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich und hauptverantwortlich für die seit 2008 geführte Kampagne „Österreich – Raus aus EURATOM“.

„Die EU-Kommission steht nun offenbar kurz davor, mit den Atomsubventionen für Hinkley Point C eine unglaubliche Skandalentscheidung zu treffen und wir fragen uns schon: Wie kann es überhaupt soweit kommen, dass die EU-Kommission auch nur ansatzweise darüber nachdenkt, diese Atomsubventionen zu erlauben? Österreich ist Mitglied bei der Europäischen Atomgemeinschaft EURATOM und wo ist die Mitsprache bei dieser Atomentscheidung jetzt? Die Österreicher_innen lehnen Atomkraft ab und die Bundesregierung tut somit gut daran, schon jetzt eine Klage gegen diese drohende Skandal-Entscheidung anzukündigen. Von Mitsprache jedoch kann man in diesem Fall wohl nicht reden – eher von einem Bekämpfen einer Entscheidung, die vom EURATOM-Mitglied Österreich nicht beeinflusst werden kann. Dass diese Klage zudem auf einen langjährigen Rechtsstreit ohne jede aufschiebende Wirkung hinauslaufen wird, lässt den eindeutigen Schluss zu: Als gleichberechtigtes Mitglied bei EURATOM wird Österreich jedenfalls nicht behandelt!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Hinkley Point C und die möglichen skandalösen Atomsubventionen – mit dem Segen der EU-Kommission – zeigen ganz klar: Das von SPÖ und ÖVP gepriesene Mitspracherecht auf Grund von EURATOM ist bloße Makulatur. Und die Kampagne und der Ansatz „Österreich – RAUS aus EURATOM“ hat höchste Aktualität!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680ß 23 39 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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25.09.14 Forderung nach Nichtigkeitsklage bei Kommissionsentscheid pro Subventionen für Hinkley Point
Offener Brief von ÖNA - Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei an die österreischische Bundesregierung
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Faymann!
Sehr geehrter Herr Vizekanzler und Bundesminister Dr Mitterlehner!
Sehr geehrte Damen und Herren der österreichischen Bundesregierung!

Es ist nicht das erste Mal, dass uns das Thema Beihilfen für Atomkraftwerksbau bei Ihnen vorstellig werden lässt. Bereits im April des Vorjahres haben wir uns als Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei (ÖNA) in einer Anfrage an damalige Mitglieder der Bundesregierung gewandt.

Fatalerweise hat sich die Frage um die Genehmigung der gegenständlichen Subventionierung nicht in der Weise entwickelt, wie uns in diversen Antwortschreiben Ihrerseits die Hoffnung gemacht wurde. Vielmehr spitzt sich die Gefahr eines „Durchwinkens“ aktuell akut zu, der scheidende Wettbewerbs-Kommissar Joaquín Almunia legt der Kommission mit einem offensichtlichen Gefälligkeitsentscheid eine Option vor, die dringend ein besonders engagiertes Vorgehen aus Österreich verlangt. EU-Kommissar Johannes Hahn kann vielleicht nicht allein die Hinkley Point-Fehlentscheidung der Europäischen Kommission verhindern, aber er kann europäische Allianzen schmieden - immerhin haben 14 von 28 Mitgliedsstaaten keine Atomkraftwerke und damit auch kein Interesse, dass in Zukunft Steuergelder für Projekte dieser Art verschwendet werden dürfen. Aus Erfahrung wissen wir jedoch, wie schwierig es ist, trotz dieser eigentlich positiven Voraussetzung eine tragfähige Mehrheit zu bilden.

Wir fordern Sie deshalb auf, schon jetzt, im Vorfeld der zu fällenden Entscheidung, in Brüssel ganz klar zu deponieren, dass bei einem Ja zur Beihilfegenehmigung für das britische AKW-Projekt Hinkley Point C Österreich zu juristischen Mitteln greifen und gegen diesen Entscheid vor Gericht ziehen wird. Die Republik Österreich als Mitgliedstaat der Europäischen Union kann innerhalb von zwei Monaten ab Kommissionsentscheid eine Nichtigkeitsklage beim EuGH einbringen. Ein geschlossenes Signal der gesamten Bundesregierung, dies umgehend zu tun, ist aus unserer Sicht unerlässlich.


Wir gehen zwar davon aus, dass wir Ihnen nicht ausführlicher auseinandersetzen müssen, von welch bedeutender Tragweite die anstehende Entscheidung zum britischen Ansuchen um Beihilfegenehmigung ist. Dennoch sei erwähnt:


- Mit einer Pro-Entscheidung würde das Wettbewerbsrecht von höchster Stelle ausgehebelt und somit ein Präzedenzfall geschaffen, der sich zum Schaden aller europäischen Steuerzahler_innen auswachsen kann.
- Jedweder Energiepolitik, die im Einklang mit der österreichischen Vision steht, würde ein gefährlicher Strich durch die Rechnung gemacht.
- Atomkraft ist und bleibt ein Auslaufmodell, die einzig zukunftsfähige Gangart ist es, den Ausstieg aus dem nuklearen Zeitalter möglichst rasch, schadenbegrenzend und vor allem konsequent zu fördern!

Sehr geehrte Damen und Herren, wir sind zuversichtlich, dass unsere Aufforderung bei Ihnen auf offene Ohren stößt. Die Menschen im erklärten Antiatomstaat Österreich haben es verdient, durch eine beherzte Bundesregierung eine würdige Vertretung zu erhalten. Sie haben das ausdrückliche Mandat, die österreichische Idee einer zukunftsfähigen Energiepolitik aktiv in unsere Europäische Union einzubringen.

Mit besten Grüßen

Österreichisches Netzwerk Atomkraftfrei

Die untenstehenden Unterzeichner_innen im Namen der von ihnen vertretenen Organisationen



Gabriele Schweiger 0680/33 33 625 Mütter gegen Atomgefahr
Roland Egger 0680/23 93 019 atomstopp_atomkraftfrei leben!
Reinhard Uhrig 699/14 2000 18 Global 2000
Paula Stegmüller 0664/31 49 305 Wiener Plattform Atomkraftfrei
Gottfried Brandner 0664/233 10 45 Waldviertler Energiestammtisch
Matthias & Maria Reichl Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit www.begegnungszentrum.at
Heinz Stockinger Plattform gegen Atomgefahren (PLAGE) www.plage.cc
DI Manfred Doppler Anti-Atom-Komitee www.anti.atom.at
Hermann Ölberg & Leonore Golling Arbeitsgemeinschaft für eine Atomkraftfreie Zukunft (AFAZ) www.afaz.at
Bernhard Riepl Verein Sonne+Freiheit www.sonneundfreiheit.eu
Hildegard Breiner Naturschutzbund Vorarlberg & Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren www.naturschutzbund.at
Mathilde Halla Initiative SENECA mathilde@halla.org


Dieses Schreiben ergeht an die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung


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23.09.14 ÖNA: Scheidende EU-Kommission will Beihilfen für AKW durchwinken
Österreichische Bundesregierung muss Klage einbringen
Die Gerüchte verdichten sich: Noch bevor die neue EU-Kommission ihr Amt antritt, soll die heikle Entscheidung durch gewunken werden, Großbritannien die direkte Subventionierung des Baus von neuen Reaktoren am Standort Hinkley Point zu erlauben. Damit würde das Wettbewerbsrecht von höchster Stelle ausgehebelt werden und somit ein Präzedenzfall geschaffen, der sich zum Schaden aller europäischen Steuerzahler_innen auswachsen könnte.

Das Österreichische Netzwerk Atomkraftfrei, ÖNA, fordert deshalb die österreichische Bundesregierung auf, gar nicht erst abzuwarten, bis diese Entscheidung getroffen wird, sondern schon jetzt im Vorfeld klar zu stellen: Österreich wird gegen eine derartige Entscheidung umgehend eine Nichtigkeitsklage einbringen.

„Wir betrachten es als Affront gegen die europäische Öffentlichkeit, wenn die EU-Kommission mit dieser offenkundigen Gefälligkeitsentscheidung noch kurz vor ihrem Abtreten einer völlig inakzeptablen Subventionspraktik Tür und Tor zu öffnen versucht. Atomkraft ist und bleibt ein Auslaufmodell, die einzig zukunftsfähige Gangart ist es, den Ausstieg aus dem nuklearen Zeitalter möglichst rasch, schadenbegrenzend und vor allem konsequent zu fördern! Das muss die eigentliche Aufgabe einer Europäischen Kommission mit Weitblick sein!“, so das ÖNA in einem offenen Brief an die österreichische Bundesregierung abschließend.


Weitere Informationen:

Gabriele Schweiger 0680/33 33 625 Mütter gegen Atomgefahr
Roland Egger 0680/23 93 019 atomstopp_atomkraftfrei leben!
Reinhard Uhrig 699/14 2000 18 Global 2000
Paula Stegmüller 0664/31 49 305 Wiener Plattform Atomkraftfrei
Gottfried Brandner 0664/233 10 45 Waldviertler Energiestammtisch

Hinweis:
Das Österreichische Netzwerk Atomkraftfrei ist ein loser Zusammenschluss von Antiatom-Organisationen aus ganz Österreich, u.a. engagieren sich dabei: Vorarlberger Plattform gegen Atomgefahren, Arbeitsgemeinschaft für eine atomkraftfreie Zukunft afaz (Tirol), Salzburger Plattform gegen Atomgefahren PLAGE, atomstopp_oberoesterreich, Seneca, ISAD, Anti Atom Komitee, Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit Bad Ischl, Niederösterreichische Plattform gegen Atomkraft, Wiener Plattform Atomkraftfrei, sowie GLOBAL 2000 und Greenpeace.

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21.09.14 atomstopp ON AIR – im Freien Radio Freistadt auf 103,1 und 107,1 MHz – das monatliche Informationsmagazin zum europaweiten Atomausstieg!
Am 23.September um 17 Uhr geht es um die Atomhaftung
„Wir freuen uns, mit unserer neuen Sendereihe an jedem 4. Dienstag im Monat um 17h den Hörerinnen und Hörern ein weiteres Informationsmagazin bieten zu können. Zur komplexen Thematik, warum Atomkraft nach wie vor aktiv bekämpft werden muss. Welche Möglichkeiten wir dafür sehen, welche wir einsetzen und auch zum mitmachen anbieten können – all das und natürlich viel interessante Hintergrundinfo erwarten euch bei atomstopp_das monatliche Informationsmagazin im FRF!“, so Roland Egger (atomstopp_atomkraftfrei leben!) und Gabi Schweiger (Mütter gegen Atomgefahr).

Gestartet wurde am 1. September mit dem Schwerpunktthema Endlagerung von Atommüll. Bei der Sendung am 23.9 geht es um die Atomhaftung und längst überfällige Haftpflichtversicherung für Atomkraftwerke. Wiederholt wird die Ausgabe am Freitag, 26.9. um 10h und am Sonntag, 28.9. um 14h. Weiters können alle Sendungen im Internet nachgehört werden, auf der homepage des Freien Radio Freistadt, www.frf.at ist der link unter -> Sendungen von A-Z -> atomstopp leicht zu finden.

Das Informationsmagazin soll keine Einbahnstraße bleiben: „Wir freuen uns auf Rückmeldungen, sind offen für Fragen und Anregungen! Die Themen, die in den nächsten Sendungen behandelt werden, dürfen also durchaus von außen mitbestimmt werden! Anregungen und Fragen bitte an post@atomstopp.at!“, betonen Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625


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18.09.14 atomstopp: Scheidende EU-Kommission knickt vor französischer Atomlobby ein und ermöglicht Atomsubventionen für Großbritannien
Offiziell anscheinend in den nächsten zwei Wochen
„Dass ausgerechnet heute, am Tag des schottischen Unabhängigkeitsreferendums, lanciert wird, dass die EU-Kommission höchstumstrittene Subventionen für den Neubau von Atomreaktoren in Hinkley Point erlauben wird, mutet seltsam an. Was immer auch das Signal von Brüssel an Edinburgh sein soll: es ist fatal und ein Armutszeugnis. Die EU-Kommission knickt vor der französischen Atomlobby ein, die höchstes Interesse hat, mit massiven Subventionen in Großbritannien neue Atomreaktoren zu bauen. Koste es, was es wolle!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

„Die Zeche für den Neubau zahlen die britischen Stromkund_innen! Atomkraft ohne Subventionen ist – und das zeigt die Entscheidung wohl ganz klar – nicht überlebensfähig! Kein Atomkraftbetreiber wagt in Europa milliardenschwere Investitionen ohne Staatsgarantien. Und gerade wegen der fehlenden Staatsgarantien wurde auch in Tschechien der Ausbau von Temelin abgesagt. Vorerst! Die Entscheidung der EU-Kommission, Atomsubventionen für Großbritannien zu ermöglichen, kann weitreichende Folgen haben – denn auch der Temelin-Ausbau in Tschechien könnte so schneller wieder auf dem Tisch sein, als uns allen lieb ist!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Was uns die scheidende EU-Kommission mit dieser Fehlentscheidung als Erbe hinterlässt, ist ein energie- und auch finanzpolitischer Skandal!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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31.07.14 atomstopp an Bundeskanzler Faymann: Klare Worte bei Treffen mit tschechischem Premierminister Sobotka dringend nötig
Atomenergie weltweit rückläufig – Tschechien setzt völlig gegen den Trend
„Wir erwarten uns, dass Bundeskanzler Faymann bei seinem heutigen Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen in Prag klare Worte findet: Atomenergie ist ein Auslaufmodell. Weltweit. Dass ausgerechnet unser Nachbarland Tschechien gegen den Trend setzt und damit spekuliert, Atomreaktoren an den Standorten Temelin und Dukovany errichten zu wollen, ist schwer verständlich. Tschechien setzt uns dadurch nicht nur der atomaren Gefahr aus, sondern verleugnet gleichzeitig auch das ungelöste Problem der Atommüll-Endlagerung: Eine Million Jahre „sichere“ Lagerstätten für hochradioaktive Abfälle - aber noch keine Idee, wie und wo: das ist eine schwere Belastungsprobe für gute Nachbarschaft!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich an die Adresse des Bundeskanzlers.

„Wie der jüngste World Nuclear Industry Status Report zeigt, ist die Bedeutung der Atomenergie für die Stromproduktion weltweit eindeutig rückläufig. Nur mehr knapp 11% der weltweiten Stromproduktion stammen aus Atomkraft, 388 Atomreaktoren sind weltweit in Betrieb – um 50 weniger als im Jahr 2002! Tendenz weiter fallend: mehr als 170 Atomreaktoren sind mehr als 30 Jahre alt und werden somit demnächst ihr „natürliches technisches“ Ende erreicht haben und außer Betrieb genommen werden müssen!“, so Egger und Schweiger bezugnehmend auf den World Nuclear Industry Status Report von Mycle Schneider (http://www.worldnuclearreport.org/), der gestern in Washington (USA) veröffentlicht wurde.

„Bundeskanzler Faymann kann heute beweisen, dass ihm aktive Antiatompolitik ein Herzensanliegen Anliegen ist! Es ist dringend nötig, Premierminister Sobotka klar zu machen, dass er sich mit seinen atomaren Absichten auf einem gefährlich rückwärtsgewandten Weg befindet!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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22.07.14 Atommüll-Endlager: Wir lassen uns nicht kaufen!
Tschechische Gemeinden standhaft gegen lukrative Angebote der Atomlobby
Bereits seit zehn Jahren findet alljährlich zwischen den tschechischen Gemeinden Pacejov und Manovice eine Kundgebung auf Rädern und zu Fuß statt. Der rund 5 km lange Marsch verbindet zwei Gemeinden eines möglichen Endlagers für die hochradioaktiven Abfälle in der tschechischen Republik im Kreis Klatovy (zwischen Budweis und Pilsen).

Beim heurigen Marsch am 19. Juli waren rund 250 Aktivist_innen aus Tschechien dabei. atomstopp wurde heuer bereits zum drittenmal eingeladen, beim Marsch mit dabei zu sein und sich so mit den Gegner_innen eines tschechischen Endlagers in der Region zu solidarisieren.

„Es ist uns eine große Ehre, auf Einladung der tschechischen Aktivist_innen dabei zu sein. Wir haben höchsten Respekt vor den Bürgermeistern in der Region, die auch den finanziellen Verlockungen der tschechischen Behörde SURAO, die für die Endlagersuche zuständig ist, nicht nachgeben. Bloß für die Zustimmung zu Probeuntersuchungen könnte eine Gemeinde jährlich 4 Millionen Kronen (rund 160.000 Euro) lukrieren. Doch die Bürgermeister bleiben standhaft und lehnen die finanzielle „Unterstützung" durch die Atombehörde ab. Zu groß ist die Angst, dass damit auch die Zustimmung zum Endlager erkauft wird. Die Hoffnungen der Bürgermeister gehen in eine andere Richtung.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Bürgermeister Miroslav Panuška (Gemeinde Maňovice): „2016 wird die Liste der möglichen Endlagerstandorte von 7 auf 4 reduziert und wir hoffen sehr, dass unsere Gemeinde von der Liste gestrichen wird. Wir werden dann die Sektkorken knallen lassen!“

Auch der Bürgermeister der benachbarten Stadt Horašďovice – Karel Zrubek – unterstützt die Proteste gegen die Errichtung eines Endlagers, auch wenn er nicht grundsätzlich gegen die Atomenergie eingestellt ist.

Edvard Sequens von der Organisation CALLA ist federführend für die Aufrechterhaltung des nun schon jahrelang anhaltenden Widerstands gegen die Errichtung der Endlager in Tschechien.

Weitere Informationen:
Roland Egger 0680 23 93 019
Gabriele Schweiger 0680 33 33 625

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15.07.14 atomstopp erwartet von neuem EU-Kommissionspräsidenten Impulse für europaweiten Atomausstieg
Knapp 1.000 Unterzeichner_innen für Brief an Jean-Claude Juncker
„Wir gratulieren Jean-Claude Juncker zu seiner Wahl zum EU-Kommissionspräsidenten und wünschen ihm für seine anspruchsvolle Tätigkeit viel Mut und Inspiration. Als neuer EU-Kommissionspräsident wird er gewiss mit vielen Anliegen konfrontiert werden, die allesamt hoffentlich dazu dienlich sind, in der Europäischen Union zukunftsfähige Werte umzusetzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wir gehen davon aus, dass Jean-Claude Juncker der Richtlinienkompetenz nach Artikel 17 Absatz 6 des EU-Vertrages eine bedeutsame Rolle zumisst: Jean-Claude Juncker als Kommissionspräsident legt die Leitlinien fest, nach denen die Kommissionsmitglieder ihre Aufgaben erfüllen. Wir – und knapp 1.000 Unterzeichner_innen eines entsprechend lautenden Briefes an den neuen EU-Kommissionspräsidenten – erwarten uns, dass im Zentrum dieser Leitlinien auch unmissverständlich dargelegt wird, wie die EU-Kommission gedenkt, zukünftig mit der Atomkraft zu verfahren.“, so Egger und Schweiger weiter.

Knapp 1.000 Unterzeichner_innen erwarten sich von Jean-Claude Juncker, dass er jedweder weiteren Förderung der Atomkraft klare Schranken aufzeigt und keinesfalls mit öffentlichen Mitteln den Neubau oder die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren unterstützen lässt, dass von jedem Betreiber von Atomkraftwerken eine umfassende Versicherung für alle denkbaren Schäden verlangt wird und dass der EURATOM-Vertrag in seiner derzeitigen atomenergiefördernden Rolle kritisch hinterfragt wird. Der EU-Sondervertrag für Kohle und Stahl ist nach seiner 50jährigen Laufzeit automatisch beendet worden. Bei der Förderung der Atomenergie über den EURATOM-Vertrag hingegen wurde es verabsäumt, ein logisches Ablaufdatum zu programmieren. Ein Missstand, der zu bedenklichen Urwüchsen geführt hat und endlich durch eine zukunftsfähige, realwirtschaftlich darstellbare Reglementierung korrigiert werden muss.

„Wir werden heute noch dem neuen EU-Kommissionspräsidenten per Express-Post unsere Erwartungen mitsamt den Unterschriften der knapp 1.000 Unterzeichner_innen übermitteln! Es liegt sehr viel Macht in den Händen des neuen EU-Kommissionspräsidenten und somit eine große Verantwortung für die Zukunft Europas: Wir hoffen, Jean-Claude Juncker wird den Erwartungen gerecht.“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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04.07.14 atomstopp: Arbeiterkammer verblüffend naiv.
atomstopp erteilt der AK klare Absage hinsichtlich ihrer eindimensionalen Einschätzung der Energieförderung
Dass an der österreichischen Energiepolitik viel zu beanstanden ist, steht völlig außer Zweifel – die Arbeiterkammer tut dies jedoch am ganz verkehrten Ende! So ist die Förderpolitik bei Atomstrom dringend zu überdenken, die österreichischen Zahlungen an den Atomförderverein EURATOM sind einzustellen, sämtliche Machenschaften der österreichischen Energieversorger den importierten Egal-Kohle-Atom-Strom mit norwegischen Wasserkraftzertifikaten sauber zu waschen, müssen unterbunden werden. Jeder Betreiber eines Atomreaktors hat mit mindestens 400 Milliarden Euro für den potenziellen Supergau zu haften! Sämtliche Kosten – incl. der Lagerung der hochradioaktiven Abfälle für mindestens eine Million Jahre – müssen von den Betreibern von Atomreaktoren bereitgestellt werden!

„Solche Forderungen würden wir uns von einer Arbeiterkammer erwarten! Ehrlich und weitsichtig betriebener Konsumentenschutz muss ohne Scheuklappen auskommen und tunlichst von einem verblüffend naiven und eindimensionalen Anpatzen der Ökostrombranche Abstand nehmen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer Reaktion auf das Plädoyer der AK, die Ökostromförderung einzudämmen.

„Atomstrom ist mit Abstand die am höchsten und seit längstem geförderte Energieform und auch jene, die uns die nachhaltigsten Probleme hinterlassen wird: Ein klares Bekenntnis der Arbeiterkammer gegen die österreichische Unterstützung der europäischen Atomlobby EURATOM würde einer neutralen Konsumentenvertretung besser zu Gesicht stehen, als sich über Windkraftanlagen aufzuregen, die Zitat: ‚nach 13 Jahren immer noch nicht marktfähig` seien. Atomkraftwerke waren von Anfang an nicht marktfähig, stellen eine ständige Bedrohung dar und kommen jetzt durch den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien zusätzlich unter Druck! Gerade die Erneuerbaren Energien sind es, die der gefährlichen Atomkraft derzeit so zusetzen und hoffentlich bald endgültig den Garaus machen! Den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Frage zu stellen, bedeutet der Atomkraft den Hof zu machen und dazu sagen wir ganz deutlich und laut auch in Richtung AK: NEIN DANKE!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir erteilen der Arbeiterkammer eine klare Absage! Wir hoffen, dass die naiven Aussagen zu den Ökostromförderungen eine Einzelmeinung der dortigen Abteilung Wirtschaftspolitik sind. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss der AK ein Anliegen sein!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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24.06.14 atomstopp: Bundespräsident Fischer und Bundeskanzler Faymann können heute bei Putin-Besuch klarstellen: Atomproteste sind legitim! Auch in Russland!
atomstopp erklärt sich mit der russischen Organisation „Ecodefense“ solidarisch
„Es ist erschütternd, wenn man hört, dass die russische Umweltorganisation „Ecodefense“, die sich seit Jahren gegen Atomprojekte in Russland wendet, nun von der russischen Justiz als „Agenten des Auslands“ eingestuft und mit hohen Geldstrafen bedroht wird - für ihre Arbeit zum Schutz von uns allen!“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

Ausschlaggebend für diese Drohung dürfte – so die Vermutungen der Mitarbeiter_innen von “Ecodefense“ – der erfolgreiche Widerstand gegen die Errichtung des Atomkraftwerks Kaliningrad gewesen sein.

„Bundespräsident Fischer und Bundeskanzler Faymann – beide selbst erklärterweise glühende Atomgegner – können heute beweisen, wie sehr sie hinter der freien Meinungsäußerung und dem legitimen Protest gegen die Atomenergie – auch in Russland – stehen! Wir erwarten uns eine klare Botschaft! Die Organisation „Ecodefense“ mundtot machen zu wollen und mit Geldstrafen zu bedrohen, darf keinesfalls hingenommen werden. Ehrlich gemeinte und überzeugte Antiatompolitik mit Sendungsbewusstsein darf weder diplomatischer Höflichkeit noch den wirtschaftlichen Interessen einiger Konzerne geopfert werden. Diese Selbstverständlichkeit sollte sich auch die österreichische Politik zu Herzen nehmen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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16.06.14 atomstopp_APP: Mit neu entwickelter APP immer topinformiert über aktuelle Antiatom-Aktivitäten!
Holen Sie sich den kostenlosen Download auf www.atomkraftfrei-leben.at
„Wie kann ich den europaweiten Atomausstieg unterstützen? Welche Antiatom-Kampagnen sind aktuell am Laufen? Wo und wann ist der nächste Infostand von atomstopp? Gibt es gerade einen interessanten Fernseh/Radiobeitrag zum Antiatom-Thema? Einen Kinofilm? Gibt es gravierende Zwischenfälle in einem Atomkraftwerk? Was ist zu beachten?“, auf all diese Fragen gibt es über die neue atomstopp_APP (für Android-Geräte) ab sofort kostenlos erhältlich in den APP-Stores eine Antwort.

„Wir reagieren mit der atomstopp_APP auf die neuen Anforderungen unserer Vereinsmitglieder und wollen damit gleichzeitig auch einer breiteren Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, über Antiatom-Themen jederzeit topinformiert zu sein!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Die atomstopp_APP ist eine zeitgemäße Form und ein besonderes Service der Mitgliederinformation. Wir danken ganz ausdrücklich Herrn Daniel Amerbauer, der von September 2013 bis Mai 2014 Zivildiener bei atomstopp war: Er lieferte nicht nur die Idee, sondern verfügte auch über das Know-How und das Engagement, diese APP zu entwickeln und zur Anwendung zu bringen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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10.06.14 atomstopp: Bekenntnis zur Windkraft ist eine gute Antwort auf die Temelin-Ausbaupläne
atomstopp_Infostand in Linz, Taubenmarkt am 12. Juni anlässlich des Tages des Windes
„Den verzweifelten Versuchen der tschechischen Atomlobbyisten dem aus wirtschaftlichen Überlegungen abgesagten Temelin-Ausbau neues Leben einzuhauchen, sollte mit einem klaren Bekenntnis zur Windkraft – gerade und vor allem aus Oberösterreich – geantwortet werden!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich die jüngsten Überlegungen in Tschechien, nächstes Jahr eine neue Runde eines Temelin-Dukovany-Ausschreibungsverfahrens zu starten.

„Man kommt sich vor, wie in einem schlechten Zombie-Film: Die Untoten kehren immer wieder. Manche Politiker_innen in Tschechien wollen sich mit der wirtschaftlichen Realität einfach nicht abfinden: Atomkraft ist unfinanzierbar. Die Kosten für Endlagerung auf eine Million Jahre, die Kosten im Falle eines Supergaus? Das alles trägt sowieso die Öffentlichkeit! Und trotzdem wird ein Atomprojekt nach dem anderen aus wirtschaftlichen Überlegungen abgesagt: 2013 wurden die Baupläne für ein AKW in Kaliningrad nach jahrelangen Vorbereitungen abgesagt, ebenso wurden die Baupläne für ein AKW in Bohunice beendet. Das sollte auch den tschechischen Politiker_innen zu denken geben!“, so Egger und Schweiger weiter.

atomstopp_oberoesterreich wird jedenfalls am kommenden Donnerstag, 12. Juni schon traditionell anlässlich des Tages des Windes wieder für Windkraft lobbyieren und am Taubenmarkt von 12 Uhr bis 17 Uhr Informationsmaterial verteilen. Auch Windräder zum Basteln für Kinder wird es geben!

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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04.06.14 atomstopp: Tag der Umwelt in Linz im Zeichen von atomstopp
atomstopp_Infostand: Unterzeichnen Sie den Brief an den neuen EU-Kommissionspräsidenten für einen europaweiten Atomausstieg!
„Zum morgigen Tag der Umwelt werden wir in Linz Unterschriften sammeln für einen Brief an den neuen EU-Kommissionionspräsidenten, sich aktiv für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Gelegenheit zum Unterschreiben gibt es beim atomstopp_Infostand am Donnerstag, 5. Juni, am Taubenmarkt in Linz von 12 Uhr bis 17 Uhr.

„Der neue EU-Kommissionspräsident wird voraussichtlich im Juli gewählt. Bis dahin werden wir auch bei allen weiteren atomstopp_Events einladen, Unterschriften unter den Brief an den EU-Kommissionspräsidenten zu setzen. Es muss der zukünftigen Europäischen Kommission klar gemacht werden: die ungeheuerlichen Förderungen in Milliarden-Euro-Höhe für die Atomenergie, die eklatante Unterversicherung von Atomkraftwerken und dazu die latente Gefahr einer nuklearen Katastrophe in Europa verlangen eine klare Aussage, nämlich den europaweiten Atomausstieg!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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27.05.14 atomstopp: Rund 3.400 Unterstützer_innen für ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl
Europaweiten Atomausstieg voranbringen als erster Auftrag an beherzte EU-Abgeordnete!
„Wir bedanken uns herzlich bei allen, die den atomstopp_ONLINE-Appell für einen europaweiten Atomausstieg unterstützt haben! Gerne werden wir den Auftrag den erfolgreichen Parteien vorlegen. Wir gehen davon aus, dass die Kandidat_innen, die es ins Europaparlament geschafft haben, mit viel Engagement diesen ersten Auftrag für die neue Amtsperiode mit nach Brüssel nehmen werden! Wir freuen uns darauf, bald auch konkrete Schritte zu sehen, die zu einem europaweiten Atomausstieg führen werden!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich den Abschluss des ONLINE-Appells.

Mit dem Appell werden die EU-Abgeordneten aufgefordert, sich vehement für den europaweiten Atomausstieg einzusetzen und die Position im Europäischen Parlament zu nutzen und mit aktiver Politik zu zeigen: Atomenergie ist ein Auslaufmodell! Die Freigabe von Atomsubventionen für den Neubau und die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren wird bekämpft! AKW-Betreiber müssen umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar gemacht und der EURATOM-Vertrag aufgelöst werden!

„Wir sind zuversichtlich, dass sich die österreichischen EU-Abgeordneten ganz im Sinne der österreichischen Bevölkerung für ein atomkraftfreies Europa einsetzen werden. Wir Österreicher_innen haben schon vor mehr als 30 Jahren per Volksentscheid NEIN zur Nutzung der Atomkraft gesagt und somit einen legitimen Anspruch auf mutige EU-Politiker_innen, die an ihre Möglichkeiten glauben und diese entsprechend einsetzen.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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21.05.14 atomstopp: Atomsicherheit in Europa à la carte: Jeder Mitgliedstaat der EU darf unterschiedliche Maßstäbe für die Sicherheit von Atomreaktoren setzen
Europaweiten Atomausstieg anpacken – besser heute als zu spät!
„Gemeinsames Europa hin oder her: Bei der Atomkraft lässt sich kein Mitgliedstaat vorschreiben, wie seine Atomreaktoren „sicher“ betrieben werden, jeder kocht seine atomare Suppe! Gemeinsame Sicherheitsstandards für Atomreaktoren im gemeinsamen Europa? Fehlanzeige! EURATOM als Atomförderverein gibt keine Sicherheitsstandards vor, ganz im Gegenteil: Die Voraussetzungen für einen raschen Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie seien zu schaffen! Diesem Ziel geschuldet dürfen laut EURATOM Sicherheitskomponenten jeweils nach nationalem Geschmack eingesetzt werden!“, sind Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich empört.

Bündnis90/Die Grünen wollten in einer Kleinen Anfrage von der deutschen Bundesregierung wissen, wie es um die Sicherheit in den Atomkraftwerken in den Nachbarstaaten bestellt ist. Die jetzt publizierte Antwort ist erschreckend: Viele Atomkraftwerke in den Nachbarstaaten verfehlen die deutschen Sicherheitsstandards.

„In Europa herrscht die Devise: Atomsicherheit à la carte! Sicherheitspolitisch stellt das eine grobe Verantwortungslosigkeit dar! Die beste Maßnahme dagegen ist, den europaweiten Atomausstieg schleunigst anzupacken – besser heute als zu spät! Wir erwarten uns von den Abgeordneten zum Europäischen Parlament, dass sie endlich initiativ werden und sich länderübergreifend für den Atomausstieg einsetzen!“, so Egger und Schweiger weiter, die auf den ONLINE-Appell an die österreichischen EU-Kandidat_innen hinweisen.

Noch bis kommenden Sonntag, bis zur Wahl zum Europäischen Parlament, kann der ONLINE-Appell unterschrieben werden!

Appell an die österreichischen Kandidat_innen zur EU-Wahl 2014!

Bereits 3186 haben die Petition unterzeichnet!

Jetzt mitmachen!



Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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14.05.14 atomstopp: 3.000 Unterstützer_innen für ONLINE-Appell - Für den europaweiten Atomausstieg
Appell an EU-Kandidat_innen kann noch bis 25. Mai unter www.atomstopp.at unterschrieben werden!

Appell an die österreichischen Kandidat_innen zur EU-Wahl 2014!

Bereits 3002 haben die Petition unterzeichnet!

Jetzt mitmachen!



„Der Zeitpunkt, alle Anstrengungen für einen europaweiten Atomausstieg jetzt zu bündeln, ist sehr günstig: Die Atomindustrie ist europaweit in Bedrängnis und nur über massive öffentliche Stützungen überhaupt noch fähig, weitere Atomreaktoren zu bauen! Temelin-Ausbau? Abgesagt wegen Unfinanzierbarkeit des Projekts! AKW-Ausbau in Großbritannien? Nur mit wettbewerbsrechtlich höchst umstrittenen Förderungen! AKW-Ausbau in Ungarn? Nur mit fragwürdigen Krediten aus Russland!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Wann, wenn nicht jetzt, müssen sich die EU-Abgeordneten für den europaweiten Atomausstieg einsetzen! Manche verstecken sich hinter der Ausrede, dass Energiepolitik ja Sache der einzelnen Mitgliedstaaten sei und man „leider“ nichts machen könne ... Wir meinen, Parlamentarier_innen, die sich so aus der Verantwortung zu ziehen versuchen, werten selber die Position des Europäischen Parlaments vorauseilend und völlig zu Unrecht ab! Sich einzumischen und vehement gegen den atomaren Wahnsinn aufzutreten: nicht weniger als das erwarten wir uns von den österreichischen Kandidat_innen zum EU-Parlament.“, so Egger und Schweiger weiter.

3.000 Unterstützer_innen hat der ONLINE-Appell an die EU-Kandidat_innen bislang. Bis zum Tag der Wahl zum Europäischen Parlament am 25. Mai kann der Appell noch unterschrieben werden.

Der Appell sieht folgende Punkte vor: Nutzen Sie Ihre Position im EU-Parlament und zeigen Sie mit aktiver Politik: Atomenergie ist ein Auslaufmodell! Bekämpfen Sie entschieden die Freigabe von Atomsubventionen für den Neubau und die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren! Verlangen Sie, dass AKW-Betreiber umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar und entsprechend versichert sein müssen! Fordern Sie mit Vehemenz, dass der EURATOM-Vertrag aufgelöst werden muss!

„Wir verlangen klare, unmissverständliche Positionen und konkrete Taten der EU-Kandidat_innen für den europaweiten Atomausstieg – das erwarten sich die Österreicher_innen von ihren Politiker_innen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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12.05.14 atomstopp: Wer an die „Segnungen“ der Atomkraft denkt, sollte sich in Tschernobyl über die unabsehbaren Folgen informieren
Premierminister in Großbritannien, Ungarn und Tschechien werden über die atomstopp_Reise informiert.
Image583 „Es ist erschütternd, beängstigend und unleugbar: Die Region rund um das Atomkraftwerk Tschernobyl ist auf unabsehbare Zeiten für eine gefahrlose und dauerhafte Besiedelung verloren. Die Atomruine strahlt und stellt eine dauerhafte Gefährdung dar. Nur mit großzügiger internationaler Finanzhilfe kann für die brüchige Schutzhülle eine neue Ummantelung gebaut werden, die für die nächsten hundert Jahre halten soll und zumindest den weiteren Austritt von Radioaktivität verhindert. Es ist beängstigend, wenn man durch die ehemals mit 50.000 Menschen besiedelte Vorzeigestadt Prypjat streift und verstört vor den verlassenen Häusern, Wohnblocks, Schulen und Krankenhäusern steht und plötzlich die Geigerzähler oft, wie aus dem Nichts, wild zum Piepsen beginnen. Man weiß dann: Die Strahlung ist jetzt so hoch, dass es ratsam ist, sich von diesem Bereich zu entfernen.“, berichten Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich über ihre Eindrücke ihrer Reise nach Tschernobyl Anfang Mai.

„Wir hatten die europäischen Atomfantasten – den britischen Premierminister David Cameron, den ungarischen Premierminister Viktor Orbán und den tschechischen Premierminister Bohuslav Sobotka – eingeladen, sich mit uns vor Ort in Tschernobyl ein Bild über die Folgen ihrer energiepolitischen Pläne zu machen. Keiner der Herren Premierminister hat auf unsere Einladung reagiert. Wir werden ihnen deshalb unsere Eindrücke persönlich zustellen; Bilder von der zerstörerischen Kraft, Bilder von Einsamkeit, Verlassenheit, Flucht, zurückgelassenen Erinnerungen. Eindrücke, die uns noch lange verfolgen werden und die wir uns an all jene weiterzugeben verpflichtet fühlen, die noch immer an die Segnungen der Atomenergie glauben.“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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25.04.14 atomstopp: TSCHERNOBYL – Besonders atomengagierte europäische Premierminister wurden von atomstopp_Aktivist_innen zum Lokalaugenschein nach Tschernobyl eingeladen
Einladung an David Cameron (GB), Viktor Orbán (H) und Bohuslav Sobotka (CZ)
Aktivist_innen von atomstopp_oberoesterreich werden Anfang Mai zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl reisen. Alleine die Vorbereitung auf diese Reise löst bei den Aktivist_innen bereits Beklemmung aus und erzeugt ein Gefühl der Ohnmacht und auch der Wut. Viele bekannte Bilder vom 28 Jahre zurückliegenden Supergau tauchen auf: Bilder, die mit Zerstörung, Flucht, Angst assoziiert werden …

„Wir denken, die besonders atomengagierten europäischen Premierminister Cameron, Orbán und Sobotka sollten sich persönlich in Tschernobyl ein Bild vom atomaren Irrsinn machen und sich über die auf weitere hunderte Jahre unabsehbaren Folgen persönlich informieren. Und dann steht es den Regierungschefs frei, sich vorzustellen, wie es in Großbritannien, in Ungarn oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten vor der tödlichen Strahlung. Wer wie Cameron, Orbán oder Sobotka auf Atomkraft setzt, muss sich auch mit dem schlimmsten aller Szenarien auseinandersetzen! Deshalb nochmals die Einladung an die Premierminister zum einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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Offener Brief an David Cameron, Viktor Orbán und Bohuslav Sobotka:

Sehr geehrte Herren Premierminister,

in manchen Staaten der Europäischen Union setzt Umdenken ein: Atomkraft wird zunehmend als ökologischer und ökonomischer Irrsinn erkannt.
Nicht nur der Neubau, sondern selbst der laufende Betrieb von Atomreaktoren ist oft wirtschaftlich nicht darstellbar. Große Energieversorger wie E.ON und RWE in Deutschland ziehen die Notbremse und steigen früher als geplant aus der Atomkraft aus. Viele Projekte in Europa lassen sich nicht realisieren, weil sich niemand findet, der in Atomkraft investiert. Nicht etwa aus ökologischen oder ethischen Gründen, nein, vielmehr wegen ganz nüchtern ermittelter Unwirtschaftlichkeit. Dass ausgerechnet in den von Ihnen regierten Staaten die ökonomischen Uhren anders gehen sollten, ist nicht anzunehmen und die vorläufige Absage des Ausbaus von Temelin wohl ein schlagender Beweis dafür
Die Fakten sind erdrückend: viele Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt und Atomkraft entpuppt sich somit als die am höchsten subventionierte Energieform in Europa. Wer bezahlt die Suche nach einem für die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle geeigneten Lager? Wer bezahlt die Sicherung der Transporte von abgebrannten Brennstäben? Wer zahlt bei einem Supergau? Die Atomkonzerne? Jene Konzerne, die früher mit der Produktion von Atomstrom Gewinne realisierten? Mit ihren lächerlich, ja verschwindenden Haftungssummen?
Nein: Der allgemeine Staatshaushalt wird zur Kassa gebeten, die Steuerzahler_innen also. Und im Fall eines Supergaus auch die Bevölkerung von Nachbarstaaten, die Europäische Union.
Noch ein Beweis gefällig? TSCHERNOBYL und die FOLGEN … auch fast drei Dekaden nach dem Supergau - UNABSEHBAR.
Immer noch fließen Milliarden Euro in die Sicherung des havarierten Atomreaktors. Alleine der neue Sarkophag wird 2,3 Milliarden Euro kosten! Die Ukraine ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Der Sarkophag soll die nächsten 100 Jahre die Menschheit vor den tödlichen Strahlen schützen. Und dann?
Dann – oder schon früher - wird ein neuer Sarkophag gebaut werden, für die nächsten 100 Jahre: es werden Menschen sich damit auseinandersetzen müssen, die heute noch nicht geboren sind. Denen wird eine Hypothek hinterlassen. Diese Menschen werden weiter die Rechnung für den atomaren Irrsinn zahlen! Und sie werden weiter auch die Folgen spüren: erhöhte radioaktive Belastung in weiten Teilen Europas! Unabsehbare negative Auswirkungen auf die Gesundheit!
Sehr geehrte Herren Premierminister! Schaut man in Ihre Länder – nach Ungarn, nach Großbritannien, nach Tschechien – hat man den Eindruck, das alles rührt Sie wenig. Vielleicht ist TSCHERNOBYL einfach zu weit weg, nicht in ihrem Blickfeld, wenn Sie darüber fantasieren, die Atomkraft in Ihren Ländern auszubauen.
Vertreter_innen von atomstopp werden Anfang Mai nach TSCHERNOBYL reisen, sich ein Bild vor Ort machen, die Folgen des atomaren Irrsinns hautnah betrachten.
Wir laden Sie ein – sehr geehrte Herren Premierminister – begleiten Sie uns auf dieser Reise nach TSCHERNOBYL. Lassen Sie uns gemeinsam vor verlassenen Gegenden stehen und über die „Segnungen“ der Atomkraft philosophieren...
Und dann steht es Ihnen frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Großbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten, vor der tödlichen Strahlung. Wollen Sie sich wirklich persönlich für die Schaffung eines derartigen Risikopotenzials in Ihren Heimatländern verantwortlich machen? Trauen Sie tatsächlich denjenigen, die, wie zuvor auch in Russland oder Japan ihren politischen Wegbereitern versichert hatten, alles sei ganz harmlos und gefahrenfrei?
Wir sind überzeugt, dass Sie bei Ihrer Entscheidung für den Ausbau der Atomkraft auch das schlimmste denkbare Szenario berücksichtigen müssen: den Supergau.
Die Details unserer Reise lassen wir Ihnen persönlich zukommen. Wir werden es hoch schätzen, wenn Sie sich mit uns diesem Lokalaugenschein stellen!

Mit besten Grüßen
Roland Egger
Gabriele Schweiger
Sprecher von atomstopp_oberoesterreich
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22.04.14 atomstopp: Bereits mehr als 2.400 Unterstützer_innen wollen von EU-Kandidat_innen vollen Einsatz für europaweiten Atomausstieg!
EU-Kandidat_innen werden heute über das erste Zwischenergebnis informiert
Noch bis zum Tag der Wahl des Europäischen Parlaments am 25. Mai kann der ONLINE-Appell an die EU-Kandidat_innen unterschrieben werden. Mit diesem Appell werden die Kandidat_innen aufgefordert, sich vehement für einen europaweiten Atomausstieg einzusetzen!

Der Appell ist ONLINE unter Europaweiten Atomausstieg voranbringen erreichbar.

Der Appell sieht folgende Punkte vor: Wir appellieren an die EU_Kandidat_innen: Nutzen Sie Ihre Position im EU-Parlament und zeigen Sie mit aktiver Politik: Atomenergie ist ein Auslaufmodell! Bekämpfen Sie entschieden die Freigabe von Atomsubventionen für den Neubau und die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren! Verlangen Sie, dass AKW-Betreiber umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar und entsprechend versichert sein müssen! Fordern Sie mit Vehemenz, dass der EURATOM-Vertrag aufgelöst werden muss!

„Bereits mehr als 2.400 Unterstützer_innen haben den Appell unterstützt! Wir informieren heute die Kandidat_innen und erwarten gespannt ihre Reaktionen, ob und wie sie den europäischen Atomausstieg voranbringen wollen! Innerhalb Österreichs herrscht große und überparteiliche Übereinstimmung: Atomenergie wird abgelehnt, grenznahe Atomkraftwerke werden bekämpft, gegen mögliche Endlagerstandorte für den hochradioaktiven Abfall wird mobilisiert. Viele Atom-Entscheidungen fallen aber in Brüssel, auf Basis des Atomfördervertrags EURATOM! Und dort gilt es, diese österreichische Antiatomhaltung endlich in aller Konsequenz einzubringen.“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich zum Hintergrund des Appells.

„Wir verlangen klare, unmissverständliche Positionen und konkrete Taten der EU-Kandidat_innen für den europaweiten Atomausstieg - denn nicht mehr und nicht weniger erwarten sich die Österreicher_innen von ihren Politiker_innen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

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Roland Egger +43 680 23 93 019
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15.04.14 atomstopp: Einladung für besonders atom-engagierte europäische Regierungschefs zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl
Premierminister Viktor Orbán, David Cameron und Bohuslav Sobotka sollen Aktivist_innen von atomstopp begleiten.
In einem Offenen Brief laden die Aktivist_innen von atomstopp_oberoesterreich besonders atom-engagierte europäische Regierungschefs ein, gemeinsam zu einem Lokalaugenschein nach Tschernobyl zu reisen, sich vor Ort ein Bild vom atomaren Irrsinn zu machen und sich über die auf weitere hunderte Jahre unabsehbaren Folgen zu informieren.

„Und dann steht es den Regierungschefs frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Großbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten, vor der tödlichen Strahlung. Wer auf Atomkraft setzt, muss sich auch mit dem schlimmsten aller Szenarien auseinandersetzen!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625



EINLADUNG nach TSCHERNOBYL - Viktor Orbán, David Cameron und Bohuslav Sobotka

Sehr geehrte Herren Premierminister,

in manchen Staaten der Europäischen Union setzt Umdenken ein: Atomkraft wird zunehmend als ökologischer und ökonomischer Irrsinn erkannt.

Nicht nur der Neubau, sondern selbst der laufende Betrieb von Atomreaktoren ist oft wirtschaftlich nicht darstellbar. Große Energieversorger wie E.ON und RWE in Deutschland ziehen die Notbremse und steigen früher als geplant aus der Atomkraft aus. Viele Projekte in Europa lassen sich nicht realisieren, weil sich niemand findet, der in Atomkraft investiert. Nicht etwa aus ökologischen oder ethischen Gründen, nein, vielmehr wegen ganz nüchtern ermittelter Unwirtschaftlichkeit. Dass ausgerechnet in den von Ihnen regierten Staaten die ökonomischen Uhren anders gehen sollten, ist nicht anzunehmen und die vorläufige Absage des Ausbaus von Temelin wohl ein schlagender Beweis dafür.

Die Fakten sind erdrückend: viele Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt und Atomkraft entpuppt sich somit als die am höchsten subventionierte Energieform in Europa. Wer bezahlt die Suche nach einem für die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle geeigneten Lager? Wer bezahlt die Sicherung der Transporte von abgebrannten Brennstäben? Wer zahlt bei einem Supergau? Die Atomkonzerne? Jene Konzerne, die früher mit der Produktion von Atomstrom Gewinne realisierten? Mit ihren lächerlich, ja verschwindenden Haftungssummen?
Nein: Der allgemeine Staatshaushalt wird zur Kassa gebeten, die Steuerzahler_innen also. Und im Fall eines Supergaus auch die Bevölkerung von Nachbarstaaten, die Europäische Union.

Noch ein Beweis gefällig? TSCHERNOBYL und die FOLGEN … auch fast drei Dekaden nach dem Supergau - UNABSEHBAR.

Immer noch fließen Milliarden Euro in die Sicherung des havarierten Atomreaktors. Alleine der neue Sarkophag wird 2,3 Milliarden Euro kosten! Die Ukraine ist auf internationale Unterstützung angewiesen. Der Sarkophag soll die nächsten 100 Jahre die Menschheit vor den tödlichen Strahlen schützen. Und dann?

Dann – oder schon früher - wird ein neuer Sarkophag gebaut werden, für die nächsten 100 Jahre: es werden Menschen sich damit auseinandersetzen müssen, die heute noch nicht geboren sind. Denen wird eine Hypothek hinterlassen. Diese Menschen werden weiter die Rechnung für den atomaren Irrsinn zahlen! Und sie werden weiter auch die Folgen spüren: erhöhte radioaktive Belastung in weiten Teilen Europas! Unabsehbare negative Auswirkungen auf die Gesundheit!
Sehr geehrte Herren Premierminister! Schaut man in Ihre Länder – nach Ungarn, nach Großbritannien, nach Tschechien – hat man den Eindruck, das alles rührt Sie wenig. Vielleicht ist TSCHERNOBYL einfach zu weit weg, nicht in ihrem Blickfeld, wenn Sie darüber fantasieren, die Atomkraft in Ihren Ländern auszubauen.

Vertreter_innen von atomstopp werden Anfang Mai nach TSCHERNOBYL reisen, sich ein Bild vor Ort machen, die Folgen des atomaren Irrsinns hautnah betrachten.
Wir laden Sie ein – sehr geehrte Herren Premierminister – begleiten Sie uns auf dieser Reise nach TSCHERNOBYL. Lassen Sie uns gemeinsam vor verlassenen Gegenden stehen und über die „Segnungen“ der Atomkraft philosophieren...

Und dann steht es Ihnen frei, sich vorzustellen, wie es in Ungarn, in Großbritannien oder in Tschechien aussehen mag, wenn ein Supergau passiert, die Menschen Hals über Kopf ihre Häuser und Wohnungen verlassen müssen, Kinder ihr Spielzeug liegen lassen und flüchten. Flüchten, vor der tödlichen Strahlung. Wollen Sie sich wirklich persönlich für die Schaffung eines derartigen Risikopotenzials in Ihren Heimatländern verantwortlich machen? Trauen Sie tatsächlich denjenigen, die, wie zuvor auch in Russland oder Japan ihren politischen Wegbereitern versichert hatten, alles sei ganz harmlos und gefahrenfrei?

Wir sind überzeugt, dass Sie bei Ihrer Entscheidung für den Ausbau der Atomkraft auch das schlimmste denkbare Szenario berücksichtigen müssen: den Supergau.

Die Details unserer Reise lassen wir Ihnen persönlich zukommen. Wir werden es hoch schätzen, wenn Sie sich mit uns diesem Lokalaugenschein stellen!

Mit besten Grüßen

Roland Egger
Gabriele Schweiger
Sprecher von atomstopp_oberoesterreich

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10.04.14 atomstopp: Großbritannien mit Vorstoß für Atomsubvention isoliert!
Temelin-Ausbau auf unbekannte Zeit vom Tisch
„Mit großer Freude registrieren wir, dass das Ausschreibungsverfahren für den Ausbau von Temelin heute offiziell durch den Atomstromkonzern CEZ beendet wurde! Nachdem gestern die tschechische Regierung klar gemacht hat, dass es keine staatliche Subventionen für den Ausbau geben wird, folgte heute die logische Konsequenz: der Ausbau von Temelin ist vorerst abgesagt!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger die guten Nachrichten aus Tschechien.

„Mit diesem eindeutigen Bekenntnis der tschechischen Regierung, staatliche Subventionen für Atomstrom nicht genehmigen zu wollen, steht Großbritannien nun völlig isoliert innerhalb der Europäischen Union. Wir sind überzeugt, dass die Prager Entscheidung Auswirkungen auf das Prüfverfahren der EU-Kommission zu den von Großbritannien überlegten Atomsubventionen haben wird! Es war ja keine willkürliche Entscheidung, die zu einem Nein zu Strompreisgarantien, geführt hat, sondern fundierte, volkswirtschaftlich orientierte Überlegungen. Das Kabinett Sobotka entlastet somit zweifach: einmal werden die tschechischen Bürger_innen vor völlig überzogenen Strompreisen bewahrt und zum anderen stärkt es damit der Europäischen Kommission den Rücken, sich gegen das Ansuchen aus Großbritannien auf Umgehung des Wettbewerbsrechts auszusprechen. Atomkraft rechnet sich nicht, ohne staatliche Unterstützung können keine Atomkraftwerke mehr gebaut werden. Es ist höchst an der Zeit, den atomaren Irrsinn zu beenden! Wir gratulieren der tschechischen Regierung zu jedenfalls zu ihrem klaren Schritt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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09.04.14 atomstopp: Atomares Abschiedsgeschenk der ablösebereiten EU-Kommission
Appell an die Kandidat_innen zur EU-Wahl: Setzen Sie sich mit voller Kraft für ein atomkraftfreies Europa ein!
„Die Atomfantasten in Europa wird dieses Abschiedsgeschenk der EU-Kommission wohl freuen: `Die Erneuerbaren Energien sind eh schon lange und gut genug gefördert worden! So gut, dass sie sich zügig Richtung Marktreife entwickeln und schon auf halbem Weg dafür sorgen, dass sich Atomkraft nicht mehr rechnet! Wo kämen wir denn da hin? Zu einem atomkraftfreien Europa gar?` Das galt es zu verhindern. Und eine ablösebereite EU-Kommission macht sich willfährig zum Handlanger der Atomlobby. Dazu sagen wir: Nein danke!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich die heutige Entscheidung der EU-Kommission zur Neuregelung des Beihilfen-Rechts.

„Sieht man sich die divergierenden Reaktionen auf die Entscheidung an, zeigt sich ganz klar, wem mit dieser Richtlinie ein Gefallen getan wurde, nämlich den atomaren Großkonzernen, die mit aller Kraft an einer zentralistischen Energiewirtschaft festhalten und ihre Aktionäre bedienen wollen und auf keinen Fall eine ehrliche Energiewende als Vision haben! Wir appellieren daher an die Kandidat_innen zur EU-Wahl: Setzen Sie sich mit voller Kraft für ein atomkraftfreies Europa ein! Wir brauchen ein starkes EU-Parlament, das auf der Seite der Bürger_innen steht und unsere Interessen vertritt! Ein nachhaltiges Europa kann auf die Gefahren der Atomkraft spielend verzichten! Ohne weitere Förderung der Atomkraft nähern wir uns diesem Ziel sehr rasch!“, so Egger und Schweiger abschließend.

ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl: Für ein atomkraftfreies Europa

Weitere Informationen:
Roland Egger +43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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07.04.14 atomstopp: Atomsubvention für britischen Atomreaktor Hinkley Point C aus österreichischer Sicht indiskutabel
Europaweiten Atomausstieg voranbringen - EURATOM auflösen
Image577 „Die österreichische Bundesregierung wird mit ihrer ablehnenden Stellungnahme zu den Atomsubventionen für den britischen Atomreaktor Hinkley Point C seiner Antiatom-Rolle gerecht. Nichts anderes haben sich die Österreicherinnen und Österreicher von ihrer Regierung erwartet!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

„Mit dem heutigen Ende der einmonatigen Konsultation zu den Atomsubventionen sollte die österreichische Regierung aber nicht die Hände in den Schoß legen, sondern intensiv an Mehrheiten für eine klare Ablehnung der britischen Atomsubvention arbeiten und ihre Bemühungen um einen europaweiten Atomausstieg verstärken!“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wer den europaweiten Atomausstieg will und gegen zusätzliche Beihilfen für Atomkraft auftritt, darf seine Augen aber nicht davor verschließen, dass eben genau die vorrangige Förderung der Atomindustrie im EURATOM-Vertrag als Zielsetzung festgeschrieben steht, sich alle Mitgliedsstaaten - also auch Österreich! - dazu bekennen! Solange Jahr für Jahr Millionen Euro in die Atomforschung fließen, stehen die Zeichen für einen Atomausstieg schlecht! EURATOM aufzulösen wäre das richtige Signal für ein Europa, das der Atomkraft konsequent abschwört und auf die Kraft der Erneuerbaren Energien sowie auf Energieeffizienz und Einsparpotenziale setzt!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Foto: Beim gestrigen Linz-Marathon setzten atomstopp_Läufer_innen ein deutliches Signal für den europaweiten Atomausstieg. Weitere Fotos unter:
Linz-Marathon 2014

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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26.03.14 atomstopp mit mehr als 70 Läufer_innen beim Linz-Marathon am 6. April: Für den europaweiten Atomausstieg!
ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl bis 25. Mai
„Wir freuen uns, dass beim Linz-Marathon ein kräftiges Zeichen für den europaweiten Atomausstieg gesetzt wird: mehr als 70 Läufer_innen werden im Zeichen der bekannten Anti-Atom-Sonne an den Start gehen und die verschiedenen Laufdistanzen absolvieren!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Folgen aus dem Mehrfach-Supergau von FUKUSHIMA sind bis heute völlig unabsehbar. Dauernde Meldungen über austretende Radioaktivität, über Pannen und die unübersehbare Hilflosigkeit des FUKUSHIMA-Betreibers sind besorgniserregend!

„Doch selbst die Katastrophe von FUKUSHIMA hat in Europa manche Atomfantasten nicht in ihre Schranken gewiesen: der tschechische Premierminister Sobotka spekuliert immer noch mit einem Ausbau des AKW Temelin, der britische Premierminister Cameron will gar Staats-Subventionen für den Neubau eines Atomreaktors in Hinkley Point bewilligen und der russische Präsident Putin will in Ungarn den Neubau von Atomreaktoren finanzieren!“, sind Egger und Schweiger empört.

„Es ist wichtig, sich europaweit für den Atomausstieg zu engagieren. Bis zur EU-Wahl am 25. Mai ist es möglich, einen Appell an die österreichischen Kandidat_innen für das Europäische Parlament zu richten und einzufordern, dass keine Subventionen für den Neubau und die Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren zulässig werden, dass die Betreiber von Atomreaktoren umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar und entsprechend versichert sein müssen und dass der Atomförderverein EURATOM aufgelöst werden muss!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Der ONLINE-Appell an die Kandidat_innen zum Europäischen Parlament ist unter: ONLINE-Appell - Europaweiten Atomausstieg voranbringen! freigeschaltet.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625


Appell an die österreichischen Kandidat_innen zur EU-Wahl 2014!

Bereits 855 haben die Petition unterzeichnet!

Jetzt mitmachen!


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17.03.14 atomstopp: Atomlobby muss sich ihres zerstörerischen Potentials bewusst sein!
Dienstag und Mittwoch atomrelevante Sitzungen des Europäischen Parlaments zur Verschärfung der AKW-Sicherheitsrichtlinie (EU-Ausschuss Energie, Forschung und Energie) und Petition zur Atomhaftung (EU-Ausschuss Petitionen)
Die andauernde Gefahr aus der Atomruine FUKUSHIMA und den nach wie vor nicht bewältigten Folgen des Mehrfach-Supergaus, hat die EU-Kommission zu einer verstärkten Aktivität hin zu mehr Sicherheit und zu einer größeren Kostenwahrheit bei Atomkraftwerken in der Europäischen Union veranlasst.

Die im Jahr 2009 beschlossene EU-Richtlinie für Sicherheit in AKW soll verschärft werden, in dem regelmäßige Vor-Ort-Kontrollen der Atomreaktoren eingeplant sind, die nationalen Aufsichtsbehörden von der EU-Kommission überprüft werden und den Bürger_innen mehr Mitsprache bei Atomentscheidungen eingeräumt werden.

„Die Pläne der EU-Kommission sind durchaus ambitioniert. Voraussichtlich morgen, Dienstag, findet im mächtigen EU-Ausschuss ITRE (Energie, Forschung und Energie) die Abstimmung über eine Verschärfung der AKW-Sicherheitsrichtlinie statt! Die Abgeordneten sind gut beraten, wenn sie sich im Sinne der Europäer_innen für ein Mehr an Sicherheit in Atomkraftwerken entscheiden!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Im Oktober 2013 wurden dem Europäischen Parlament 15.000 Unterschriften mit der Forderung nach einer europaweit einheitlichen Haftpflichtversicherung in Höhe von 400 Milliarden Euro pro Atomreaktor übergeben. Am Mittwoch, 19. März, findet im Petitionenausschuss des Europäischen Parlaments eine Aussprache dazu statt

„Und wir erwarten uns, dass der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments sich klar hinter unsere Forderung stellt, für jeden Atomreaktor eine Haftpflichtversicherung von 400 Milliarden Euro zu fordern und damit die Atomindustrie zwingt, sich ihrer Verantwortung und dem zerstörerischen Potenzial der Atomenergie bewusst zu werden. Die Atomlobby darf sich nicht länger aus ihrer Verantwortung stehlen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625


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11.03.14 atomstopp startet zum FUKUSHIMA-Gedenktag ONLINE-Appell an Kandidat_innen zur EU-Wahl: Europaweiten Atomausstieg voranbringen!
ONLINE-Appell unter: www.atomstopp.at bis 25. Mai
Die Reaktorkatastrophe von FUKUSHIMA und die nach wie vor unabsehbaren Folgen sollten Warnung und Auftrag genug sein, alles für einen möglichst raschen Atomausstieg zu unternehmen! Gerade in Europa ist fast die Hälfte aller Atomreaktoren seit mehr als 30 Jahren in Betrieb! Typischerweise geht man von 30 bis 40 Jahren als Lebensdauer aus, somit ist fast die Hälfte aller Atomreaktoren an ihrem Limit angelangt! Die Konsequenz daraus: ABSCHALTEN!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Der Atomausstieg ist eine europäische Aufgabe, deshalb startet atomstopp_oberoesterreich einen ONLINE-Appell an die österreichischen Kandidat_innen zur EU-Wahl am 25. Mai 2014!

Unterschreiben Sie hier!

Wir appellieren an die Kandidat_innen: Bringen Sie den europaweiten Atomausstieg voran! Nutzen Sie Ihre Position im Europäischen Parlament und zeigen Sie mit aktiver Politik: Atomenergie ist ein Auslaufmodell!
• Bekämpfen Sie entschieden die Freigabe von Atomsubventionen für den Neubau und der Laufzeitverlängerung von Atomreaktoren!
• Verlangen Sie, dass AKW-Betreiber umfassend für jeden potenziellen Schaden haftbar und entsprechend versichert sein müssen!
• Fordern Sie mit Vehemenz, dass der EURATOM-Vertrag aufgelöst werden muss!

„Der ONLINE-Appell ist ab sofort unter: www.atomstopp.at freigeschaltet. Bis zum Tag der EU-Wahl am 25. Mai werden Unterschriften gesammelt und die Kandidat_innen zur EU-Wahl laufend über den Appell informiert!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

Hintergrund der Petition:
In Österreich herrscht große und überparteiliche Übereinstimmung: Atomenergie wird abgelehnt, grenznahe Atomkraftwerke werden bekämpft, gegen mögliche Endlagerstandorte für den hochradioaktiven Abfall wird mobilisiert.

Viele Atomentscheidungen fallen aber in Brüssel, auch auf Basis des Atomfördervertrags EURATOM!
Der EURATOM-Vertrag ist jedoch die Fußangel für den europaweiten Atomausstieg: In seinem Vorwort – datiert im Jahr 1957 - wird der Zweck klar umrissen. Die Voraussetzungen für den Aufbau einer mächtigen europäischen Atomindustrie sollen geschaffen werden …

Die Atomenergie – und darin sind die Österreicher_innen wohl einig – hat keinen Platz in einer modernen Energiewirtschaft. Die Folgen der gegenwärtigen „Nutzung“ der Atomenergie werden noch Generationen nach uns beschäftigen: mit den Endlagern für die hochradioaktiven Abfälle für eine Million Jahre oder den Folgen von FUKUSHIMA und TSCHERNOBYL – sowohl als irreparable Eingriffe in die Lebensräume, aber auch in Form unabsehbarer finanzieller Belastungen …

Dabei werden bis heute der Atomenergie Privilegien zugestanden: Der potenzielle Schaden eines Supergaus in Europa wird auf mehr als 400 Milliarden Euro geschätzt. Die Betreiber der Atomkraftwerke als potenzielle Verursacher haften aber nur für einen verschwindenden Bruchteil davon – nämlich weniger als 1%!

Die „Nutzung“ der Atomenergie ist ökologischer Irrsinn und wirtschaftliche Dummheit. Und ohne staatliche Subventionen nicht marktfähig. Großbritannien bemüht sich aktuell um grünes Licht von der EU für massive staatliche Stützung – anders ist der Neubau des Atomreaktors nicht zu realisieren

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05.03.14 atomstopp: Umweltminister Rupprechter must go Europe!
Wegweisende Studie zum europäischen Atomausstieg Pflichtlektüre für alle EU-Umwelt- und Energieminister_innen!
„Die heute veröffentlichte Studie zur Möglichkeit des europäischen Atomausstiegs wirkt natürlich wie ein Wasserfall auf unsere Mühlen und wir begrüßen es sehr, dass das österreichische Lebensministerium die Erstellung der Atomausstiegsstudie unterstützt hat! Das lässt auf einen beherzten und wirklich engagierten Einsatz auch unseres obersten Umweltschützers – Umweltminister Andrä Rupprechter - hoffen!“, kommentieren Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die heutige Präsentation.

„Wir gehen deshalb davon aus, dass Umweltminister Rupprechter die Studie in alle Sprachen der Europäischen Union übersetzen lässt und bei nächster Gelegenheit seinen Amtskolleg_innen und auch den Energieminister_innen der Mitgliedsstaaten zukommen lässt! Diese wegweisende Studie sollte – und das muss Umweltminister Rupprechter am Herzen liegen – Pflichtlektüre für alle EU-Umwelt- und Energieminister_innen sein! Der Zeitpunkt könnte besser nicht sein, bei dieser Gelegenheit ganz generell die Förderung der Atomenergie in Europa über den EURATOM-Vertrag zu hinterfragen: Bereits im Dezember 2013 hatte die EU-Kommission selbst angemerkt, dass dieser Atomfördervertrag nicht mehr zeitgemäß sei!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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18.02.14 atomstopp: Atomkraftwerk Temelin bekommt morgen Besuch von Staatspräsident Milos Zeman
Offene Sicherheitsfragen aus dem Brüsseler Abkommen müssen 100% gelöst werden
„Wir gehen davon aus, dass der Zweck des Temelin-Besuchs von Staatspräsident Milos Zeman ist, sich umfassend über die Sicherheitslage im AKW Temelin zu informieren. Es ist nämlich international völlig unüblich, dass die höchsten Repräsentanten eines Staates ein Atomkraftwerk „besuchen“. Und wenn sie das tun, dann nur, um sich vor Ort über die Sicherheitslage zu informieren.“, kommentiert Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich den morgigen Temelin-Besuch des tschechischen Staatspräsidenten Milos Zeman.

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman kennt das Atomkraftwerk Temelin noch aus seiner Zeit als tschechischer Premierminister (1998 – 2002) und als Chefverhandler des Brüsseler Abkommens (2001) und aller darin mit Österreich getroffenen Vereinbarungen zur umfassenden Nachrüstung des AKW Temelin.

„Gerade Staatspräsident Zeman werden deshalb die immer noch offenen Sicherheitsfragen aus dem Brüsseler Abkommen geläufig sein. Insbesondere steht die Erdbebengefährdung des Standorts seit Jahren im Mittelpunkt der bilateralen Treffen von internationalen und tschechischen Experten!“, so Egger weiter.

„Wir wünschen uns, dass Staatspräsident Zeman bei seinem morgigen Temelin-Besuch klar stellt, dass er eine 100% Umsetzung des von ihm mit verhandelten Brüsseler Abkommens – ganz im Sinne der vertrauensvollen Beziehung zu Österreich – unterstützt! Dass auch nach mehr als einem Jahrzehnt nach der Unterzeichnung des Abkommens immer noch offene Sicherheitsfragen diskutiert werden und immer noch nicht lückenlos umgesetzt wurden, wird ihm gewiss selber ein Dorn im Auge sein.“, so Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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  Am 19. Mai fand in Linz die Nuclear Energy Conference (NEC) statt. Internationale Referent_innen warfen einen utopisch/realistischen Blick auf ein Europa ohne Atomkraft!
Alle Informationen dazu auf: www.nec2015.eu







Die neue atomstopp oberoesterreich Android App ist da!
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DANKE an alle 4.109 Unterstützer_innen, die auf der ONLINE-Petition gegen das tschechische Energiekonzept 2013 unterschrieben haben!
Die Unterschriften werden an das tschechische Ministerium für Industrie und Handel weitergeleitet.

Eine gute Nachricht noch: Vorerst liegt der Ausbau von Temelin auf Eis - wegen der Absage der tschechischen Regierung, die dafür nötigen Subventionen zu gewähren!



100 gute Gründe gegen Atomkraft
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