Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.07.2016

atomstopp: Zwischenfall im AKW Paks - Österreich atomkraftfrei genügt nicht!
Was tut die österreichische Bundesregierung konkret gegen Atomkraft?

„Noch ist uns keine offizielle Stellungnahme des österreichischen Umweltbundesamtes zum heute gemeldeten Zwischenfall im ungarischen Atomkraftwerk Paks bekannt. Die Entfernung zur österreichischen Grenze beträgt für einen eventuell schweren Atomunfall wenig beruhigende 150 Kilometer. Schon 2003 war das heute über als 30 Jahre alte AKW russischer Bauart an einem schweren Störfall vorbeigeschrammt und mehrere Jahre danach aus Sicherheitsgründen außer Betrieb. Seit dem Wiederanfahren bedient man sich, Experten zufolge, von staatlicher Seite einer veralteten Sicherheitsargumentation. Dabei haben selbst hauseigene Ingenieure Zweifel an der Stabilität der Sicherheitssysteme!“, so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion.

„Das wirft für uns vor allem einmal mehr die Frage auf: Was tut die österreichische Bundesregierung konkret gegen Atomkraft? Dass Österreich atomkraftfrei ist, nützt im Ernstfall genau gar nichts, angesichts der in Europa immer noch blühenden Atomfantastereien!“, so Schweiger und Egger weiter. Zu sehr habe EURATOM, die Europäische Atomgemeinschaft aus dem Jahr 1957, die Union noch im Würgegriff, leiste für Atomstaaten ungeheuerliche Privilegierungen und stehe somit einer Energiewende massiv im Wege.

Ohne die Zerschlagung dieses Atomfördervereins EURATOM wird es nie ein atomkraftfreies Europa geben können, sind sich Schweiger und Egger sicher. „Um die Energiewende erfolgreich mitzubauen, braucht es beherzte und gezielte Schritte, die an den Grundfesten einer überholten Technologie wie der Atomkraft rüttelt! Der Adressat dafür muss Brüssel sein, in Allianz mit allen atomkraftfreien Staaten in Europa und solchen wie Deutschland, die den Ausstieg besiegelt haben, kann es gelingen, den EURATOM-Vertrag aus dem Weg zu räumen!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Hinweis zur laufenden Mitmachaktion: unter post@atomstopp.at könnte vorfrankierte Postkarten an Umweltminister Rupprechter, Außenminister Kurz sowie an Bundeskanzler Kern bestellt werden – mit der Frage, ICH WILL WISSEN: WAS TUN SIE KONKRET GEGEN ATOMKRAFT!

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019

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