Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 14.07.2017

atomstopp: Solidaritätsaktion beim Protestmarsch in Pačejov/Maňovice
Atommülllager in Tschechien: politische statt technische Eignung gesucht!

"Wie seit vielen Jahren werden wir auch heuer wieder am allsommerlichen Protestmarsch gegen einen der potenziellen tschechischen Atommüllendlager-Standorte in Pačejov/Maňovice teilnehmen. Diese Bekundung unserer Solidarität wird von den standhaften Atommüllgegner_innen in Westböhmen mit Freude aufgenommen!", informieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich, die auch in der nächsten Ausgabe ihrer monatlichen Radiosendung 'atomstopp' im Freien Radio Freistadt am 25. Juli über die Protestkundgebung berichten werden.

"Völlig zu Recht wehrt sich die Bevölkerung dort mutig gegen die staatliche Idee, auf ihrem Grund und Boden ein gigantisches Tiefenlager errichten zu wollen, um den strahlenden Restmüll aus Temelin und Dukovany versenken zu können! Denn weltweit hat die Atomindustrie bisher noch kein Konzept für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen vorgelegt, das wissenschaftlich als seriösen beurteilt werden könnte! Alle bisher angedachten und angewendeten Methoden sind weit weg von einer Lösung, sind stets hilflose Versuche, dem wachsenden Problem Herr zu werden. Betroffene Menschen vor Ort würden somit zu Versuchskaninchen gemacht.", erläutern Schweiger und Egger die ewig gleiche Methodik aller Atomstaaten.

"Die Betreiberbehörde SURAOA hat sich folglich auch längst von der Suche nach einer technisch geeigneten Lösung auf das Finden einer politisch verträglichen Abwicklung verlagert: Dort, wo der Widerstand der Bevölkerung am geringsten ist, wird das Endlager gebaut werden! Und genau diese Bedingung wollen die Menschen in Pačejov/Maňovice und nicht erfüllen! Doch Widerstand gegen die Atomlobby braucht einen langen Atem, das wissen wir nur all zu gut, deshalb unterstützen wir diese Protesthaltung seit Jahren mit unserer solidarischen Teilnahme. Und selbstverständlich lautet unsere klare Botschaft: Wo keine Lösung für den strahlenden Müll in Sicht ist, darf auch keiner mehr produziert werden.", so Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Hinweise:
Gabriele Schweiger 0680/33 33 625
Roland Egger 0680/23 93 019

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