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22.06.16 atomstopp: Tschechischer Premierminister Sobotka bei Bundeskanzler Kern
Antiatom-Mission, die zweite – Freitag, 24. Juni
„Nachdem Umweltminister Rupprechter es bei seinem Arbeitsbesuch Mitte Juni in Tschechien verabsäumt hat, wegen der Gefahrzeitverlängerung des Atomreaktors I in Dukovany Protest einzulegen, ist es nun wohl an Bundeskanzler Kern, auf die drohende Gefahr durch die Atomreaktoren in Dukovany hinzuweisen. Bei den Blöcken II, III und IV darf nicht einfach eine unbefristete Lizenz ausgestellt werden, eine grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung nach ESPOO-Konvention ist ein MUSS, bevor über eine Gefahrzeitverlängerung entschieden wird!“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich.

Die Reaktorblöcke von Dukovany zählen nach Analysen von Experten zu den gefährlichsten Atomreaktoren Europas, unter anderem weil es kein Vollcontainment gibt und auch die Kühlwasserzufuhr bedenklich ist. Für die Reaktorblöcke II, III und IV läuft Ende 2017 die Genehmigung aus.
Erst kürzlich wurde bekannt, dass bei den Schweißnähten im Atomkraftwerk Dukovany geschlampt wurde. Umfangreiche Kontrollarbeiten sind deshalb auch für das nächste Jahr angesetzt. Jeder Reaktor wird rund 3 Monate still stehen und damit länger als bei jeder routinemäßigen Überprüfung.

„Wir appellieren an Bundeskanzler Kern bei seinem tschechischen Amtskollegen Sobotka eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung zu verlangen und die Sicherheitsprobleme offen anzusprechen. Es darf nicht sein, dass man aus diplomatischer Höflichkeit und wegen der zu pflegenden nachbarschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen grundlegende Sicherheitsprobleme in den tschechischen Atomkraftwerken einfach unter den Tisch kehrt! Dafür haben die Österreicher_innen sicherlich kein Verständnis!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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14.06.16 atomstopp: Umweltminister Rupprechter auf Antiatom-Mission in Prag
Nein zu Gefahrzeitverlängerung von Dukovany und Forderung nach Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite in Temelin
„Wenn Umweltminister Rupprechter morgen nach Prag fährt, erwarten wir uns, dass er seinen Arbeitsbesuch in Tschechien für eine Antiatom-Mission nutzt. Er muss klarstellen, dass Österreich mit der Gefahrzeitverlängerung von Block 1 des Atomkraftwerks Dukovany nicht einverstanden ist und er als österreichischer Umweltminister auf EU-Ebene alles unternehmen wird, um zu verhindern, dass auch die anderen drei Blöcke ohne vorangehender umfassender Umweltverträglichkeitsprüfung auf unbestimmte Zeit in Betrieb sein sollen“, so Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich an die Adresse von Umweltminister Rupprechter.

„Wer glaubt, dass alle Sicherheitsdefizite im AKW Temelin ausgeräumt wären, irrt leider. Das Melker Abkommen datiert aus 2001 und ist heute – 15 Jahre später – immer noch nicht vollständig umgesetzt. Offenbar wurde der Zweck des Abkommens in ein andauerndes Dialogforum zur Beruhigung der Bevölkerung umgewandelt. Umweltminister Rupprechter ist im Sinne der Sicherheit der österreichischen Bevölkerung gut beraten, auf die umgehende Behebung aller offenen Sicherheitsdefizite zu drängen, andernfalls ist das AKW Temelin stillzulegen“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger + 43 680 33 33 625

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DANKE an alle 4.109 Unterstützer_innen, die auf der ONLINE-Petition gegen das tschechische Energiekonzept 2013 unterschrieben haben!
Die Unterschriften werden an das tschechische Ministerium für Industrie und Handel weitergeleitet.

Eine gute Nachricht noch: Vorerst liegt der Ausbau von Temelin auf Eis - wegen der Absage der tschechischen Regierung, die dafür nötigen Subventionen zu gewähren!



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