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28.09.16 atomstopp: Nur Umwelt- und Außenminister als Anti-Atomvertreter auf EU-Ebene
Nuklearfrage kein Thema für Kanzler Kern?
"Ernüchtert nehmen wir zur Kenntnis, dass nur die Bundesminister Andrä Rupprechter und Sebastian Kurz eine Antwort wagen auf die Frage nach Ihren jeweiligen Aktivitäten gegen die Atomkraft auf europäischer Ebene – nicht aber Bundeskanzler Christian Kern!", so Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich. Mit der Postkartenaktion "ICH WILL WISSEN..." hatte die Organisation in den vergangenen Monaten hunderten Bürger_innen die Möglichkeit geboten, persönlich nachzufragen, was die Fachminister bzw. der Regierungschef denn konkret tun würden gegen die Atomindustrie in Europa.

"Ausgerechnet Kanzler Kern ist nicht nur uns vom Verein atomstopp, sondern auch hunderten besorgten und engagierten Menschen in Österreich eine Antwort schuldig geblieben. So stellt sich natürlich die Frage: Hat Kern keine Antwort, oder will er die Frage nicht beantworten? Oder ist es gar so, dass die Nuklearfrage für Kanzler Kern kein Thema ist?", versuchen Schweiger und Egger das Schweigen des Kanzlers zu interpretieren.

"Wir werden uns jedenfalls weiterhin um eine Aussprache mit Bundeskanzler Kern bemühen, denn eines ist zweifelsfrei klar: So sehr die Atomindustrie in Europa auch in wirtschaftlicher Bedrängnis ist, genauso privilegiert wird sie nach wie vor via EURATOM und entsprechend hohen Druck wird sie auch zukünftig für ihren Weiterbestand machen können!", warnen Schweiger und Egger davor, zu glauben, sich aus österreichischer Sicht auf eine "G´mahde-Wiesen-Position" zurück ziehen zu können.

Genau dazu bestehe überhaupt kein Anlass, so Schweiger und Egger: "Gerade in der nächsten Zeit wird es besonders für erklärte Anti-Atomstaaten wie Österreich besonders wichtig, sprungbereit zu bleiben und jeder Pro-Atomregung Paroli zu bieten. Die bekannten wirtschaftlichen Schwierigkeiten beim Neubau von AKW werden eine massive Welle an Laufzeitverlängerungen mit sich ziehen. Und das ist besonders gefährlich und deshalb unbedingt zu bekämpfen!"

"Alle österreichischen Vertreter_innen müssen in der Anti-Atomfrage absolut sattelfest sein und dürfen keine Gelegenheit auslassen, an der Vision einer atomkraftfreien EU mitzubauen!", so die Schweiger und Egger abschließend.

Weitere Informationen:
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625
Roland Egger + 43 680 23 93 019



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15.09.16 atomstopp: Großbritannien verharrt in milliardenteurer Atomfalle
EU-Kommission für Atomkraft: Koste es, was es wolle.
"Die Hoffnung, dass die britische Premierministerin Theresa May die desaströse Entscheidung ihres Amtsvorgängers David Cameron revidieren und den Ausbau des Atomreaktors Hinkley Point C absagen würde, hat heute einen Dämpfer bekommen“, zeigen sich Roland Egger und Gabriele Schweiger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung, dass man wegen Hinkley Point C weiter verhandeln wolle, enttäuscht.

„Damit verharrt Großbritannien weiterhin in der milliardenteuren Atomfalle. Hinkley Point C wird – wenn es gebaut werden sollte - der teuerste Atomreaktor der Welt und man wird für den Atomstrom wohl mehr drei Mal so viel auslegen müssen, wie derzeit der Börsepreis ausmacht. Die britischen Stromkund_innen werden für dieses finanzielle Fiasko den Preis zahlen müssen, mit dem Segen der EU-Kommission. Denn diese EU-Kommission war es, die entgegen jeder Vernunft das OK für weitreichende Subventionen gegeben hat und damit – auch nach dem Brexit – den weiterhin in der Europäischen Union verbliebenen Atomstaaten das klare Signal gibt: Ja zu Atomkraft, koste es, was es wolle“, so Egger und Schweiger weiter.

„Wir sind zuversichtlich, dass die österreichische Bundesregierung – so wie gegen die Subventionen für Hinkley Point C – jeden Atomstaat vor dem Europäischen Gericht verklagen wird, sollte man glauben, Atomreaktoren mit wettbewerbsverzerrenden Subventionen bauen zu wollen!“, so Egger und Schweiger abschließend.

Weitere Informationen:
Roland Egger + 43 680 23 93 019
Gabriele Schweiger +43 680 33 33 625

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  Am 25. April findet in Linz die Nuclear Energy Conference (NEC) 2017 statt.
Alle Informationen dazu auf: www.nec2017.eu







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DANKE an alle 4.109 Unterstützer_innen, die auf der ONLINE-Petition gegen das tschechische Energiekonzept 2013 unterschrieben haben!
Die Unterschriften werden an das tschechische Ministerium für Industrie und Handel weitergeleitet.

Eine gute Nachricht noch: Vorerst liegt der Ausbau von Temelin auf Eis - wegen der Absage der tschechischen Regierung, die dafür nötigen Subventionen zu gewähren!



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